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CHRISTUS IN UNS

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was ist der Plan und die Absicht Gottes mit uns? Oder anders gefragt: woran erkennt man einen Christen, einen wahren Gläubigen? Dazu gibt es viele, ganz unterschiedliche Antworten.

Die einen meinen, dass er jetzt in dem Namen Jesu Vollmacht und Autorität über alles und jedes hätte; die anderen glauben, dass Gott möchte, dass er allezeit auf Wolken schwebt und keinerlei Probleme mehr hätte und dem alles gelingt, was auch immer er vorhat …

DIE WAHRHEIT

Aber ist das die Wahrheit? Wer sich die Zeit nimmt, um die Wahrheit in Gottes Wort selbst herauszufinden, wird schnell feststellen, dass Gott in Christus einen ganz anderen Maßstab hat. Der Herr Jesus erklärt seinen Jüngern woran die Menschen erkennen werden, dass sie seine Jünger sind:
Joh 13,35. "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt."

Dass diese Liebe nicht auf die freundlichen und liebevollen Geschwister in der Gemeinde alleine beschränkt ist, macht der Herr Jesus in seiner Bergpredigt deutlich:
Mt 5,44. "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen"

Die Liebe, die Christus als Kennzeichen seiner Jünger festgelegt hat, ist so entscheidend, dass sie im Galater 5 auch als erster Teil der „Frucht des Geistes“ genannt wird und somit als untrügliches Merkmal eines wahren Kindes Gottes gilt.


WAHRE LIEBE

Die wahre Liebe, die immer die Liebe Gottes ist und die nur derjenige Mensch hat, in dem Gott durch seinen Geist wohnt, unterscheidet sich wesentlich von dem was diese Welt unter Liebe versteht.

Frucht wird diese Liebe im Wort Gottes deshalb genannt, weil es etwas ist, was wir nicht selbst entwickeln oder hervorbringen können, sondern weil es das ist, was der Heilige Geist in uns wachsen lässt.

Ja, es kann vorkommen, dass Menschen, die nicht von neuem geboren sind, sich aber humanistisch kultiviert und diszipliniert haben, manches Mal geduldiger, freundlicher und friedfertiger erscheinen, als die wahren Kinder Gottes. Aber dieses Verhalten ist begrenzt, weil es aus eigener Kraft umgesetzt wird. Irgendwann, wenn die Grenze der eigenen Krafft erreicht ist, ist es verständlicher Weise vorbei mit der Liebe.

Weil aber die Liebe Gottes unbegrenzt ist, können wir die Menschen mit der Liebe Gottes, die in unsere Herzen ausgegossen ist, unbegrenzt lieben, egal was sie mit uns machen.
Das sehen wir so wunderbar an folgenden Beispielen, wenn Menschen voll des Heiligen Geistes handeln.

Die Kreuzigung Jesu: Luk 23, 33-34 „33 Und als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. 34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Sie teilten aber sein Gewand und warfen das Los darüber.“

Die Steinigung des Stephanus: Apg 7,59-60 „59 und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60 Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.“

DAS MOTIV

Aber das Motiv ist dann eben nicht die Nächstenliebe und die Demut, die der Herr Jesus uns vorgelebt hat, sondern vielmehr ist es häufig oder meist so, dass ein solcher Mensch manipulativ aktiv ist, um sich Vorteile zu verschaffen, und nicht zuletzt kann man feststellen, dass er im Innersten seines Herzens andere verachtet und seine Freundlichkeit und Geduld als Überlegenheit anderen gegenüber auslebt.

Die wahre Liebe ist keine rosarote Harmoniesucht, die darauf basiert, ja nicht anzuecken, sondern sie zeichnet sich vielmehr dadurch aus, dass man bereit ist, alles zu tun, um dem Nächsten zuerst - aber auch allen anderen, insbesondere uns anvertrauten Menschen, zu helfen, weiterzukommen. Sie zu trösten, zu ermutigen, zu ermahnen, kurz, für Sie da zu sein, wenn Sie uns brauchen. Und das vollkommen selbstlos, nämlich eben nicht im Blick darauf, was uns daraus für Vorteile entstehen könnten.
1.Thess 2,8. "So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart"

Immer geht es darum, dass Christus in uns Gestalt gewinnt. Christus, der unser großes Vorbild ist und der sein Leben hingegeben und am Kreuz geopfert hat, um uns mit Gott zu versöhnen. Welche selbstlose Liebe! Diese Liebe ist „unmenschlich" weil sie eben göttlicher Natur und nicht menschlicher Natur ist. Diese Liebe kann kein Mensch entwickeln, wenn sie nicht durch den Geist Gottes als erste Frucht des Wirkens Gottes in uns entwickelt wird.
Mt 5,45. "... damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
46. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?"

Bevor der Apostel Paulus im Galater 5 auf die Frucht des Geistes eingeht, spricht er zuerst von den Werken des Fleisches. Diese Werke des Fleisches sind die natürlichen Charakterzüge der Menschen.

Seit dem Sündenfall stehen wir unter dem Fluch Adams, sind versklavt unter die „Elemente der Welt“, unter unsere „eigenen Leidenschaften und Begierden“.
Gal 4,3. "So waren auch wir, als wir Unmündige waren, unter die Elemente der Welt versklavt"
Gal 56,24. "Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt."

Erst wenn wir von Gott, unserem Vater in Christus befreit werden, haben wir die Freiheit, nach Gottes Willen und in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben.
Gal 5,13. "Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder. Nur ‹gebraucht› nicht die Freiheit als Anlass für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe!
14. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
15. Wenn ihr aber einander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt werdet!"


TOLERANZ

Die Moralisten dieser Welt propagieren zunehmend eine tolerante Welteinstellung und Wesenshaltung. Die Werte für diese Toleranz legen sie allerdings selbst fest. Gleichzeitig gehen Sie mit viel Unbarmherzigkeit, Feindschaft, Streit und Zornausbrüchen gegen jeden vor, der ihre Toleranz nicht mittragen will.

In der Regel wird in der Welt der Begriff „Toleranz“ so verstanden, dass man nicht darüber urteilen soll, was gut und was böse ist.
Das ist jedoch nicht die Toleranz, die uns die Schrift lehrt. Die Heilige Schrift lehrt uns, mit Kühnheit und Liebe die Wahrheit zu verkünden, die ausschließlich das Wort Gottes ist.

Weil die Welt diese Wahrheit nicht hat, überlässt sie es unter dem Begriff „Toleranz“ jedem selbst, seine eigene Wahrheit zu definieren, solange diese Wahrheit mit den Gesetzen nicht in Konflikt gerät.

Als wahre Gläubige, Kinder Gottes und Nachfolger Jesu Christi sollten wir uns dagegen so verhalten, wie es uns das Wort Gottes sagt. Ja, wir sollten in der Gemeinde das Unrecht verurteilen und Sünde klar konfrontieren und außerhalb der Gemeinde dazu stehen, aber wir sollten dies mit Liebe, Freude, Frieden Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treu, Sanftmut und Selbstbeherrschung tun.


WANDEL IM GEIST

Auch als wahre Gläubige sind wir immer wieder angefochten, den Begierden unseres Fleisches nachzugeben und die Werke des Fleisches zu wirken. Darum fordert der Apostel Paulus uns alle auf:
Gal 5,16. "Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches nicht erfüllen."

Gott macht durch den Apostel Paulus ganz klar, dass gute Taten, ja, eigene Werke niemals ausreichen, um ein Leben zu führen, das Jesus Christus entspricht. Alles was wir tun, muss von der Liebe Gottes, die in uns wirkt durch den Heiligen Geist motiviert und gewirkt sein, sonst sind es tote Werke.

Unsere Verantwortung, Jesus Christus - unserem großen Vorbild, nachzufolgen, und so zu leben, wie Christus gelebt hat, ist uns gemäß Gottes Wort absolut möglich und wird vom Apostel Paulus wie folgt beschrieben:
Gal 5,22. "Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte,
23. Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht ‹gerichtet›.
24. Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
25. Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln!
26. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander herausfordern, einander beneiden!"


SO LEBEN WIE CHRISTUS GELEBT HAT

Es ist uns möglich, aus der Kraft des Heiligen Geistes, so zu leben, wie unser Herr Jesus gelebt hat. Dazu lesen wir folgende klare Worte:
1 Joh 2,3. "Und hieran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten.
4. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit.
5. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran erkennen wir, dass wir in ihm sind.
6. Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.
7. Geliebte, nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.
8. Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das, was wahr ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht schon leuchtet.
9. Wer sagt, dass er im Licht sei, und hasst seinen Bruder, ist in der Finsternis bis jetzt.
10. Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm.
11. Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat."

Und schließlich noch ein herrliches Wort zum Schluss:
1 Joh 3,1. "Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
2. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
3. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist."


AMEN

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Reinhold Thalhofer
Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.