Vollkommen in Christus, vollkommen im Licht

Anbetung in Geist und Wahrheit

Was ist Anbetung?

Wir, die Kinder Gottes, beten zu Gott dem Vater und beten IHN an.

Wir wissen aus der Heiligen Schrift, dass das Gebet unseres Herrn Jesus und seiner Apostel aus Dank, Bitte und Lobpreis, ja Verehrung (Anbetung) bestand.

Wenn wir das Gebet unseres Herrn Jesus in Joh 17 und das Gebet des Apostels Paulus in Phil 1 studieren, dann stellen wir fest, dass Gebet und Anbetung nicht voneinander zu trennen sind.

Sowohl der Herr Jesus als auch der Apostel Paulus richten ihre Gebete an Gott den Vater und sprechen ihren Dank und Bitten aus.

Das Gebet zu Gott dem Vater an sich ist die Anbetung, weil wir IHN als Gott und Vater ansprechen.


Das Gebet richtet sich ausschließlich an den Vater

Weil wir uns mit all unseren Anliegen, gemäß Gottes Willen, allein an ihn wenden, bringen wir IHM die höchste Form der Verehrung entgegen, die allein dem weisen Gott gebührt.
Rö 16,27 „dem allein weisen Gott durch Jesus Christus, ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“

Nun zum Gebet unseres Herrn Jesus:

Joh 17, 17-24 „17 Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.
18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt;
19 und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.
20 Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben,
21 damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind –
23 ich in ihnen und du in mir -, dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.
24 Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.
25 Gerechter Vater! Und die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen
.“

Und zum Gebet des Apostels Paulus:

Phil 1,3-11 „3 Ich danke meinem Gott, sooft ich an euch gedenke,
4 indem ich allezeit, in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue,
5 wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt,
6 weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.
7 Es ist ja nur recht, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade.
8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.
9 Und um das bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen,
10 damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, 
sodass ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus,
11 erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt werden] zur Ehre und zum Lob Gottes.“

Fazit: Das Gott gefällige Gebet ist die wahre Anbetung.

Wahre Anbetung in Geist und Wahrheit:

Als der Herr Jesus auf dem Weg von Judäa nach Galiläa war, musste er durch Samaria ziehen. Dort traf er an der Quelle Jakobs eine Samariterin und bat sie, ihm etwas zum Trinken zu geben. Im Zuge des Gesprächs fragt die Samariterin ihn, wie und wo man anbeten soll. Der Herr Jesus antwortet ihr folgendes:
Johannes 4,21-24 „21 Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus den Juden.
23 Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten
.“

Wir sehen an der Antwort Jesu, dass mit ihm, dem erstgeborenen Sohn Gottes, ein neues Zeitalter anbricht. Er war der erste Mensch, der den Heiligen Geist hatte und gemäß dem Wort Gottes gebetet hat.

Also war er der erste Mensch, der in Geist und Wahrheit gebetet hat (Es kommt aber die Stunde und ist jetzt.)

Diesen Wendepunkt der Anbetung hat er in seiner Person gesetzt. Und jeder, der nach ihm kommt, der den Geist der Sohnschaft hat und gemäß dem Willen Gottes betet, ist ein wahrer Anbeter.

Eine Anbetung ist eine wahre Anbetung, wenn sie diese 2 Voraussetzungen erfüllt, die wir in den Gebeten unseres Herrn Jesus und seiner Apostel lesen und erkennen:

  1. Anbetung in Geist:
    Wer den Geist der Sohnschaft nicht hat, hat keinen Zugang zu Gott. Dieser Mensch kann solange anbeten, wie er mag. Nichts kommt bei Gott an.

    Epheser 2,18 „Denn durch ihn haben wir beide (AK: Heiden und Juden) den Zugang durch einen Geist zu dem Vater.“
    Epheser 6,18 Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.“

    Wir wissen, dass der Geist der Sohnschaft durch den Glauben kommt. Wer also den Geist Gottes nicht hat, hat folglich keinen (biblischen) Glauben und kann niemals Gott gefallen.
    Heb 11,6 „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.
    Und wer nicht glaubt, hat den Geist nicht. Und wer den Geist nicht hat, kann auch nicht im Geist beten.

    Es gibt allerdings die zweite Gruppe, die keine wahren Anbeter sein können, obwohl sie glauben und den Geist der Sohnschaft haben. Der Apostel  sagt „betet im Geist“, weil wir auch „nicht im Geist“ beten können. Und dann kommen unsere Gebete ebenfalls nicht bei Gott an.
    Jak 4,3-5 „3 ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.
    4 Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als Feind Gottes.
    5 Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst rede: „Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ?“

    Da sehen wir, wie Gläubige, die den Geist Gottes haben, und trotzdem nicht im Geist sondern im Fleisch beten.

  2. Anbetung in Wahrheit:
    Unser Herr Jesus erklärt uns in seinem priesterlichen Gebet zu seinem und unserem Vater, was Wahrheit ist.
    Joh 17,17 „Heilige sie durch die Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“

    Also das Wort Gottes ist die Wahrheit. Wenn wir beten, wollen wir gemäß dem Willen Gottes beten. Seinen Willen können wir nur in seinem Wort erkennen. 
    Dazu ist es wichtig, dass wir erkennen, dass Gott uns geschaffen hat. Er ist unser Schöpfer und auch unser Erlöser. Wir gehören Gott und zu Gott, weil wir seine Kinder, ja, seine Söhne und Töchter sind. Dazu lesen wir in den Psalmen:
    Ps 110,3 „Erkennt, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst – sein Volk und die Herde seiner Weide
    Ps 119,73 „Deine Hände haben mich gemacht und bereitet. Gib mir Einsicht, ich will deine Gebote lernen

    Hier nun die Fürbitte des Apostels Paulus, für die Kolosser, dass sie den Willen Gottes erkennen und mit Weisheit erfüllt werden, um geistliches Verständnis zu bekommen.
    Kol 1,9 „Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis

     

Die Voraussetzung:

Die Voraussetzung für Gebet und Anbetung in Wahrheit ist also, dass wir den Willen unseres Vaters kennen und nach diesem Willen beten. In diesem Zusammenhang lesen wir im 1. Brief des Johannes eine wunderbare Verheißung:
1 Joh 5,14. „Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten.“

Weiter warnt der Herr Jesus vor dem Gebet „nicht in Wahrheit“.
Mt 6,7 „Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden.“

Wie gelingt es uns nun, die richtige Einstellung im Gebet zu finden? Das beste Beispiel gibt uns unser Herr Jesus selbst, der sich in vollkommener Weise selbst verleugnet und dem Willen des Vaters unterstellt hat. Dieses Leben vollkommener Selbstverleugnung, völliger Hingabe und Unterordnung unter den Willen des Vaters erwies sich für Jesus als ein Leben völliger Freude und vollkommenen Friedens.

Dadurch, dass er Gott alles übergab, verlor er nichts. Im Gegenteil: Sein Leben wurde schließlich zu einem totalen Gewinn. Gott ehrte sein Vertrauen und seinen Gehorsam und erhöhte ihn zu seiner Rechten in der Herrlichkeit.

Weil der Herr Jesus sich vor Gott erniedrigte und allezeit vor Gott stand, war er auch fähig, sich vor Menschen zu demütigen und aller Diener zu sein. Seine Demut war die völlige Hingabe an Gott und damit auch an die Menschen. Der Vater sollte über ihn nach seinem Wohlgefallen verfügen, was auch immer die Menschen um ihn her von ihm sagen oder ihm antun mochten.

Durch diese Gesinnung hat die Erlösung Christi ihren Wert und ihre Kraft, wenn Sie uns als Vorbild dient. Sie allein bringt uns dazu, dass wir Christus teilhaftig werden. Diese Gesinnung ist die wahre Selbstverleugnung, zu der uns der Erlöser auffordert. Sie entspringt der Erkenntnis, dass unser Ich nichts Gutes in sich hat und dass ihm keinen Augenblick lang der Anspruch, etwas zu sein oder zu tun, gestattet werden darf. Unser Ich hat nichts weiter zu sein als ein leeres Gefäß, das Gott füllen will. Darin besteht das beständige Leben mit Jesus: nichts von uns selbst aus zu sein oder zu tun, damit Gott alles sein und wirken kann.

Wenn das unsere Gesinnung ist, dann werden wir ganz sicher in Geist und Wahrheit anbeten.

Liebe Geschwister, lasst uns wahre Anbeter und Nachahmer unseres Herrn Jesus und seiner Apostel sein, in dem wir zu unserem Gott dem Vater in Geist, also im und durch den Geist Christi beten, der in uns wohnt und nur durch ihn unsere Gebete Zugang zum Vater haben, und in Wahrheit, in dem wir das Wort Gottes verstehen und demgemäß beten und nicht wie die Heiden rumplappern.

Also im und durch den Geist Christi und gemäß dem Wort Gottes beten!

AMEN.

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