Diese E-Mail teilenKopiere den öffentlichen Link oder teile ihn auf deinem Lieblingskanal.
GJC-Zeichen_800

Unser Zeugnis in der Welt - Teil 1

Knecht oder Sohn

heute studieren wir anhand des Wortes Gottes folgendes Thema:

Unser Zeugnis in der Welt - Teil 1

Was ist unser Zeugnis?

Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel:

Teil 1: KW 10
  • 1. Einleitung – Was ist unser Zeugnis?
  • 2. Die Verwirrung um die Wassertaufe
  • 3. Das eine Evangelium für die Gemeinde
  • 4. Die eine Taufe – in den Leib Christi
Teil 2: KW 11
  • 5. Der Geist der Sohnschaft – unsere neue Identität
  • 6. Falsche Kompromisse und geistliche Heuchelei
  • 7. Unser wahres Zeugnis: Das Wesen des Christus in uns
  • 8. Licht in der Welt – sichtbar durch Frucht, nicht durch Ritual
  • 9. Schluss: Treue zum Evangelium des Christus

1. Einleitung – Was ist unser Zeugnis?

Wenn wir heute über das Thema „Unser Zeugnis in der Welt“ sprechen, dann geht es nicht
  • um eine äußere Form,
  • um religiöse Rituale,
  • um sichtbare Zeremonien,
sondern um eine geistliche Realität.
  • Es geht um die Frage:
  • Wodurch erkennt die Welt, dass wir Kinder Gottes sind?
  • Wodurch erkennt sie, dass wir zum Christus gehören?
Viele meinen, ein sichtbares Ritual sei Zeugnis für die sichtbare Welt. Doch ist das wirklich so? Ist unser Zeugnis ein äußerer Akt – oder ist es ein inneres Wesen, das nach außen strahlt?
  • Wir leben in der Heilszeit der Gemeinde.
  • Wir leben nicht im Evangelium vom Reich.
  • Wir leben nicht unter dem Gesetz.
  • Wir leben im Evangelium des Christus.
Und genau hier beginnt die Klarheit.


2. Die Verwirrung um die Wassertaufe

Fast alle sogenannten Christen lassen sich mit Wasser taufen oder taufen andere. Sie halten dies für einen Akt des Gehorsams, für ein öffentliches Bekenntnis, für ein sichtbares Zeugnis.

Doch woher stammt diese Praxis?
Die Wassertaufe hat ihren Ursprung im Gesetz und wurde im Evangelium vom Reich übernommen.

Johannes taufte mit Wasser zur Buße.
Reinigungswaschungen waren im Gesetz nichts Neues. Das Wasser hatte im mosaischen System immer symbolische Bedeutung im Zusammenhang mit Reinigung.

Die Taufe mit dem Wasser war also ein öffentlicher Schritt.
Es war ein sichtbares Zeichen der inneren Umkehr – innerhalb der heilsgeschichtlichen Erwartung des Reiches.

Manche zitieren, dass Kornelius in Apg 10 und der Kerkermeister in Apg 16 mit Wasser getauft wurden. Aber:
Die Apostelgeschichte ist kein Lehrbrief für die Gemeinde, sondern ein geschichtlicher Bericht über eine Übergangszeit.

In diesem Buch sehen wir:

  • das Reichsangebot an Israel
  • die Ablehnung durch Israel
  • den Übergang von Israel zur Gemeinde
  • das Nebeneinander von Reichselementen und neuem Evangelium
Deshalb finden wir dort Dinge, die später in den 21 Lehrbriefen nicht mehr als Lehre erscheinen.

Wenn wir Lehre für die Gemeinde suchen, müssen wir in die Lehrbriefe gehen – insbesondere in die Briefe des Apostels Paulus, dem das Evangelium des Christus zunächst offenbart wurde. Aber dann auch allen anderen Aposteln und Propheten durch den Heiligen Geist.

Das Evangelium vom Reich
galt dem irdischen Volk Gottes. Es war verbunden mit Zeichen, mit sichtbaren Handlungen, mit äußeren Bekundungen.

Doch nach der Offenbarung des Geheimnisses des Christus – etwa elf Jahre nach der Auferstehung des Herrn Jesus – wurde dem Apostel Paulus im (dritten) Himmel, ja, im Paradies das Evangelium des Christus offenbart.

Das Evangelium des Christus ist nicht eine Fortsetzung des Evangeliums des Reiches.
Das Evangelium des Christus ist
  • eine neue Haushaltung,
  • eine neue Heilsordnung,
  • eine neue Stellung.
Und in dieser Heilszeit gibt es nicht mehrere Taufen.

Es gibt für die Gemeinde nur eine Taufe.
Eph 4,5 „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,“
  • Nicht zwei.
  • Nicht eine geistliche und zusätzlich eine symbolische.
  • Nicht eine innere und freiwillig eine äußere.
Sondern eine.


3. Das eine Evangelium für die Gemeinde

Gal 1,8–9 „Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium verkündigten, außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt, außer dem, was ihr empfangen habt: er sei verflucht!“

Es gibt nur ein Evangelium für uns.

  • Nicht das Evangelium vom Reich.
  • Nicht eine Mischung.
  • Nicht eine Kombination.
Sondern das Evangelium des Christus.

Und dieses Evangelium des Christus beinhaltet keine Wassertaufe.
1.Kor 12,13 „Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“

Hier ist die Taufe der Gemeinde.

  • Nicht im Wasser.
  • Nicht ein sichtbares Ritual.
  • Sondern durch den Geist Gottes selbst.


4. Die eine Taufe - in den Leib Christi

Was ist diese eine Taufe? Es ist die Taufe durch den Heiligen Geist in den Leib Christi.
Eph 4,5 „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,“

Diese Taufe ist keine äußere Handlung, kein religiöses Ritual und kein symbolischer Akt, sondern eine geistliche Wirklichkeit, die Gott selbst wirkt.
1.Kor 12,13 „Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“

Wann geschieht diese Taufe?
In dem Moment, in dem ein Mensch das Evangelium seines Heils hört und im Herzen darauf vertraut – nicht auf eigene Werke, nicht auf religiöse Handlungen, nicht auf Zeremonien, sondern allein auf das vollbrachte Werk des Herrn Jesus Christus: auf sein Blut, seinen Tod für unsere Sünden und seine Auferstehung.

Wenn wir die Briefe des Apostels Paulus betrachten, finden wir verschiedene Ausdrücke:

  • Evangelium Gottes (Röm 1,1)
  • Evangelium seines Sohnes (Röm 1,9)
  • Evangelium des Christus (Gal 1,7)
  • Evangelium der Herrlichkeit des Christus (2.Kor 4,4)
  • Evangelium eures Heils (Eph 1,13)
  • mein Evangelium (Röm 2,16)
Sind das mehrere Evangelien? Nein.

Es sind verschiedene Beschreibungen desselben Evangeliums des Christus – jeweils mit einem anderen Schwerpunkt.

Wir wollen an dieser Stelle etwas Wichtiges aus unserer eigenen geistlichen Entwicklung unserer Gemeinde bekennen:
Viele von uns waren in unterschiedlichen konfessionellen Kirchen – katholisch, evangelisch, freikirchlich oder anders geprägt.

In diesen Zusammenhängen haben wir den Herrn Jesus als unseren Retter angenommen. Wir haben geglaubt, dass er für unsere Sünden gestorben ist, dass er sein Blut vergossen hat und uns damit für seinen Gott und Vater erkauft hat.
Offb 5,9 „… denn du bist geschlachtet worden und hast durch dein Blut für Gott erkauft aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation.“

Als wir diesem rettenden Werk im Herzen vertraut haben – nicht auf unsere Werke, nicht auf religiöse Leistungen, sondern allein auf ihn – geschah etwas Göttliches:
Eph 1,13 „In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt – in ihm seid auch ihr, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.“

Wir wurden mit dem Heiligen Geist versiegelt. Wir empfingen unsere Rettung.
Wir wurden in den Leib Christi hineingetauft.
1.Kor 12,13 „Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden …“

Und das alles geschah zu einem Zeitpunkt, als wir die vollständige Lehre über das Evangelium des Christus noch gar nicht verstanden hatten.
Wir konnten noch nicht sauber unterscheiden zwischen dem Evangelium vom Reich und dem Evangelium des Christus. Wir kannten die heilsgeschichtlichen Unterschiede nicht. Wir waren in vielen Punkten noch unmündig.

Und dennoch waren wir Kinder Gottes.
Denn die Sohnschaft entsteht nicht durch vollständiges Verständnis, sondern durch Glauben.

Erst später – durch weiteres Hören des Wortes Gottes – wuchs in uns die Erkenntnis.

Wir begannen zu unterscheiden. Wir verstanden mehr und mehr, was uns im Evangelium des Christus offenbart ist.
Röm 10,17 „Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“
  • Durch das Hören wuchs der Glaube.
  • Durch das Wort kam Klarheit.
  • Durch die Schrift kam Unterscheidungsvermögen.
Aber diese wachsende Erkenntnis bedeutete nicht, dass wir vorher nicht gerettet gewesen wären.

Sie bedeutete nicht, dass wir vorher nicht Gottes Kinder gewesen wären. Sie zeigte vielmehr, dass wir geistlich gewachsen sind.

Wie Kinder im natürlichen Bereich, die Kinder ihres Vaters sind – auch wenn sie noch nicht alles verstehen.

Wir wollen deshalb nicht hochmütig urteilen über Gläubige, die noch nicht alle Unterschiede erkennen. Wir selbst standen einmal an demselben Punkt.

Entscheidend war und ist allein dies: das Vertrauen auf das vollbrachte Werk des Herrn Jesus Christus.
Die Erkenntnis kam später. Die Rettung geschah durch Glauben. Und dafür gebührt allein Gott, unserem Vater, die Ehre.

Wer wirklich rettenden Glauben empfangen hat,

  • ist ein Kind Gottes,
  • hat die Liebe zur Wahrheit in sich,
  • wird vom Vater erzogen,
  • wird vom Geist in die Wahrheit geführt,
  • wächst Schritt für Schritt in die Mündigkeit,
  • und erfährt zunehmend das Evangelium des Christus.
Wer jedoch meint zu glauben, aber die Wahrheit bewusst zurückweist und das klare Evangelium des Christus verwirft, zeigt damit, dass die Liebe zur Wahrheit fehlt.

Und ohne diese Liebe zur Wahrheit gibt es keine echte Rettung.
In diesem Glauben geschieht etwas Unsichtbares, aber Ewigkeitsentscheidendes:
Gott fügt diesen Menschen in den Leib Christi ein.
  • Er wird ein Glied am Leib Christi.
  • Er gehört zum Christus – zum Haupt und zu seinem Leib.
  • Er empfängt den Geist der Sohnschaft.
Beachte die göttliche Reihenfolge:
  • Hören.
  • Glauben.
  • Versiegelung.
Diese Taufe vollzieht kein Mensch.
  • Kein Pastor wirkt sie.
  • Kein Prediger spricht sie zu.
  • Keine Gemeinde vermittelt sie.
  • Kein Wasser stellt sie dar.
Gott selbst handelt durch seinen Geist.

Es ist keine kirchliche Handlung, sondern ein göttlicher Akt.
Es ist keine sichtbare Zeremonie, sondern eine geistliche Versiegelung.

Und genau darin liegt ihre Größe:
Sie ist vollkommen wirksam, weil sie vollkommen von Gott abhängt.
  • Das ist unsere Taufe.
  • Das ist unser Siegel.
  • Das ist die göttliche Wirklichkeit unserer Zugehörigkeit zum Leib Christi.


AMEN!

RT_Rund_neu_431x431
Reinhold Thalhofer
AK_rund
Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.