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Der Heilige Geist - Teil 17
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in dieser Botschaftsserie studieren wir anhand des Wortes Gottes auf praktische Weise, welche zentrale Bedeutung der Heilige Geist im Leben der Kinder Gottes hat.
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Unser Ziel ist es, sein Wirken tiefer zu verstehen, um dadurch in unsere Berufung und Bestimmung hineinzuwachsen und den Platz einzunehmen, den Gott für uns vorbereitet hat.
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Wir gliedern diese Botschaft in folgende Kategorien:
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A - Die Grundlagen unseres Glaubens (Teil 1 bis Teil 6)
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B - Die Aufgaben des Heiligen Geistes (Teil 7 bis Teil 14)
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C - Die Gaben des Heiligen Geistes (Teil 15-19)
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D - Die Frucht des Heiligen Geistes
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Hier die Übersicht: Kategorie C - Die Gaben des Heiligen Geistes.
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Diese Kategorie gliedern wir in folgende Kapitel:
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- Kapitel 15 am 6.7.2025
Die geistlichen Gaben – Ausdruck des göttlichen Handelns durch den Leib Christi.
- Kapitel 16 am 13.7.2025
Die geistlichen Gaben – Die Wortgaben.
- Kapitel 17 am 20.7.2025
Die geistlichen Gaben – Die Kraftgaben.
- Kapitel 18 am 27.7.2025
Die geistlichen Gaben – Die Dienst- und Aufbaugaben.
- Kapitel 19 am 3.8.2025
Die geistlichen Gaben – Anwendung der Gaben im Leib Christi
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Heute nun weiter mit Kategorie C - Die Gaben des Heiligen Geistes.
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Kapitel C-17: Die geistlichen Gaben – Die Kraftgaben.
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Wir wollen dieses Thema heute wie folgt studieren:
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- Einleitung.
- Die Kraftgaben - für die Anfangszeit.
- Glauben - besonderer Glauben.
- Gnadengaben der Heilungen.
- Wunderwirkungen - Machttaten Gottes.
- Unterscheidung der Geister.
- Arten von Sprachen und Auslegung/Übersetzung der Sprachen.
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1. Einleitung.
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Wir haben in unserer Lehrserie über die Gaben des Heiligen Geistes bereits wichtige Grundlagen gelegt.
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Heute widmen wir uns einem zentralen und oft diskutierten Bereich: den Kraftgaben des Heiligen Geistes.
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Diese Gaben zeigen das übernatürliche Eingreifen Gottes durch Menschen. Nicht zur Schau, sondern zum Zeugnis, zur Ermutigung und zur Erbauung der Gemeinde. Sie verweisen auf die Realität Gottes, sie offenbaren seine Kraft, seine Gegenwart und seine Herrlichkeit.
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Dazu lesen wir folgende Schriftstelle: 1 Kor 12,9 "... einem anderen aber Glauben in demselben Geiste, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in demselben Geiste, 10 einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Prophezeiung (RT: Prophezeiung ist eine Sprachengabe), einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen aber Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen. 11 Alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will."
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Die in 1. Korinther 12,9-10 erwähnten Kraftgaben sind:
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- Glauben - besonderer Glauben
- Gnadengaben der Heilungen
- Wunderwirkungen - Machttaten Gottes
- Unterscheidung der Geister
- Arten von Sprachen und Auslegung/Übersetzung der Sprachen
2. Die Kraftgaben - für die Anfangszeit.
Wie wir bereits studiert haben, waren die Kraftgaben bzw. die Zeichen-Gaben aus 1. Korinther 12 für die Übergangszeit der Apostel und Anfangszeit der Gemeinde, die geprägt war von geistlichen Manifestationen.
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- Ziel der Gaben:
Bestätigung der göttlichen Botschaft - der Wort-Offenbarung - in einer Übergangszeit; Und zwar für die Zeit, in der von Gott durch die Apostel und Propheten neue Offenbarungen für die Zeit der Gemeinde gegeben und in der das Geheimnis des Christus offenbart wurde. Zeichen und Wunder zum Zeugnis für Ungläubige, aber auch für Gläubige.
- Art der Gaben:
Übernatürliche, sichtbare Manifestationen des Geistes, meist temporär und situationsgebunden. Durch diese übernatürlichen und sichtbaren Manifestationen des Heiligen Geistes hat Gott bestätigt, dass die jeweilige Verkündigung göttlichen Ursprung ist.
3. Glauben - besonderer Glauben.
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Diese besondere Art des Glaubens unterscheidet sich vom errettenden Glauben, den jeder Gläubige empfangen hat; und den jeder durch das Studium des Wortes, in der Kraft des Heiligen Geistes und in der Gemeinschaft der Heiligen weiterentwickeln und aufbauen kann und soll.
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Wir werden durch Glauben errettet - und dieser errettende Glaube ist ja - wie wir wissen - ebenfalls eine Gabe.
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Eph 2,8 "Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es"
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Aber dieser errettende Glaube, der uns von Gott gegeben wird, wird uns durch sein Wort gegeben. Das lesen wir in folgender Schriftstelle: Röm 10,17 "Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort."
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Bei dem besonderen Glauben, der im 1. Korinther 12,9 gemeint ist, handelt es sich um etwas anderes, als um den errettenden Glauben, nämlich um ein übernatürliches Vertrauen, das durch den Heiligen Geist gewirkt wird – ein felsenfestes Vertrauen auf Gottes Eingreifen in konkreten Situationen, selbst gegen jede menschliche Hoffnung.
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1 Kor 13,2 "Und wenn ich Prophezeiung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so daß ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts."
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Ein Beispiel ist der Apostel Paulus in Apostelgeschichte 27, als er im Sturm den festen Glauben äußerte, dass Gott alle auf dem Schiff retten werde – trotz widriger Umstände. Ein Engel Gottes stand ihm bei und das wirkte im Apostel Paulus unerschütterlichen, besonderen Glauben, um in schweren Zeiten vertrauensvoll vorangehen und andere zu ermutigen.
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Diese Gnadengabe rief dazu auf, den Blick nicht auf die Umstände, sondern auf Gottes Macht zu richten.
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4. Gnadengaben der Heilungen.
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Auffällig ist die doppelte Pluralform: Gaben der Heilungen. Das deutet auf Vielfalt hin – verschiedene Krankheiten, unterschiedliche Wirkungsweisen, verschiedene Empfänger. Heilung kann körperlich oder seelisch, bzw. geistlich sein.
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Apg 5,16 "Es kam aber auch die Menge der umliegenden Städte nach Jerusalem zusammen, und sie brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, welche alle geheilt wurden."
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Im Dienst des Herrn Jesus und der Apostel sehen wir vielfach, wie Heilung als Zeichen diente und den Zustand im kommenden Reich Gottes demonstrierte.
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Jakobus fordert uns auch heute auf, im Gebet für Kranke einzutreten.
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Jak 5,13 "Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen [Loblieder].
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14 Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde [Versammlung] zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.
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15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten [sozo], und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.
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16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt [iaomai] werdet!
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Aber Heilung geschieht nicht automatisch oder als Anspruch, sondern allein nach Gottes Willen. Sie soll Gott verherrlichen, nicht den Menschen erhöhen.
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Interessant ist, dass Jakobus in diesem Zusammenhang von Elia berichtet, dass es auf dessen Gebet hin 3 Jahre und 6 Monate nicht mehr regnete; und als er wiederum betete, gab der Himmel den Regen und die Erde brachte ihre Frucht hervor …
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Jak 5,17 "Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen {O. Empfindungen} wie wir; und er betete ernstlich, {W. mit Gebet} daß es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. 18 Und wiederum betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor."
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Dazu sollten wir verstehen, dass Elia genau das betete, was Gott ihm aufgetragen hatte.
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Die zugrundeliegenden Ereignisse finden wir an zwei entscheidenden Stellen im Alten Testament – und in beiden Fällen war es tatsächlich Gott selbst, der Elia zum Gebet und Handeln anleitete.
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Hier sind die beiden zentralen Schriftstellen:
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- Gebet – Kein Regen (1. Könige 17,1):
„Und Elia, der Tischbiter, einer von den Einwohnern Gileads, sprach zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe – es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, es sei denn auf mein Wort!“
- Gebet – Regen kommt wieder (1. Könige 18,41–45):
„Und Elia sprach zu Ahab: Geh hinauf, iss und trink! Denn es rauscht – als wolle es regnen. […] Und Elia ging auf den Gipfel des Karmel, beugte sich zur Erde und legte sein Gesicht zwischen die Knie […] Und es geschah beim siebten Mal, da sprach er: Siehe, eine kleine Wolke steigt aus dem Meer auf wie eines Mannes Hand …“ (1. Könige 18,41–45, gekürzt)
Hinweis: Auch hier war das Gebet Elias eine Reaktion auf Gottes Willen, denn in 1. Könige 18,1 steht zuvor: „Nach vielen Tagen geschah es, da erging das Wort des HERRN an Elia … Geh hin, zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf die Erde.“
Elia betete nicht willkürlich, sondern in Übereinstimmung mit dem offenbarten Willen Gottes. Gott sprach – Elia glaubte – und handelte im Gehorsam. Daraus lernen wir:
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- Geistgewirktes Gebet geschieht in Übereinstimmung mit Gottes Willen.
- Die Kraft des Gebets liegt in der Verbindung mit Gottes Auftrag, nicht in menschlichem Wunschdenken.
- Auch im neutestamentlichen Kontext gilt: „Wenn wir etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns“ (1Joh 5,14).
5. Wunderwirkungen - Machttaten Gottes.
Diese Gabe beschreibt göttliche Eingriffe, die menschliches Denken und Naturgesetze übersteigen. Es sind übernatürliche Machttaten, die Gottes Herrschaft sichtbar machen.
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- Mose spaltet das Rote Meer (2. Mose 14)
- Elia ruft Feuer vom Himmel (1. Kön 18,36-38)
- Paulus und Silas beteten, so dass Gott durch ein Erdbeben die Gefangenen in Philippi befreite. (Apg 16,25-26)
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Wunder zielen nicht auf Staunen um des Staunens willen, sondern sollen den Glauben stärken und Gottes Wirken bezeugen. Sie sind Zeichen – keine Show.
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Durch diese Zeichen bestätigte Gott die Verkündigung seines Wortes durch die Apostel und Propheten, sodass die Hörer hätten glauben sollen, dass diese Botschaft von Gott kam.
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In den 21 Apostelbriefen, der Lehre Jesu Christi für die Gemeinde, werden Wunderwirkungen erwähnt, aber in einem besonderen Zusammenhang:
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- Der Apostel Paulus spricht in 2. Korinther 12,12 von „Zeichen, Wundern und Kraftwirkungen“:
„Die Zeichen eines Apostels sind unter euch gewirkt worden in aller Geduld, in Zeichen und Wundern und Kraftwirkungen.“ Diese Wunder bezeugen die apostolische Vollmacht, nicht die allgemeine Gemeindepraxis. Es geht um die Bestätigung seiner Berufung durch Christus selbst.
- Auch in Römer 15,18–19 verweist Paulus auf Zeichen und Wunder, die durch ihn geschahen:
„... durch das, was Christus durch mich gewirkt hat … in Kraft von Zeichen und Wundern, in Kraft des Geistes Gottes …“ Auch hier: Die Wunderwirkungen stehen im Dienst der Verkündigung des Evangeliums, als Bestätigung der apostolischen Botschaft.
- Im Brief an die Hebräer lesen wir: Hebräer 2,3–4:
„… indem Gott Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.“ Diese Zeichen lagen in der Vergangenheit, zur Bestätigung der Errettung, „die zuerst durch den Herrn verkündigt wurde“.
Es wird in keinem Apostelbrief dazu aufgerufen, solche Wunderwirkungen zu erwarten oder auszuüben.
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- Nirgendwo lesen wir eine Aufforderung an Gläubige, Wunder zu tun.
- Es gibt keinen Hinweis, dass die Gemeinden Christi heute durch Heilungen, Feuer vom Himmel, Regenstopp oder andere Machttaten ihre Berufung oder Vollmacht beweisen sollen.
- Im Gegenteil: Die Betonung in den Briefen liegt auf Glauben, Liebe, Hoffnung, Ausharren, auf dem inneren Wachstum, der Heiligung, dem Dienst aneinander, und dem Leiden um Christi willen – nicht auf Machtdemonstration.
Ein markanter Unterschied zum Alten Bund, zu den 4 Berichten, zur Übergangszeit in das Gemeindezeitalter und für die Gemeinde heute:
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- Im Alten Testament waren Zeichen und Wunder oft notwendig, weil der Glaube aus dem Sehen kommen musste. Z. B. Israel in der Wüste.
- Bei der Verkündigung des Reiches waren Zeichen und Wunder die Vorschattung des Zustandes im Friedensreich Gottes auf Erden.
- In der Anfangszeit der Apostel, im Übergang von der Verkündigung des Evangeliums vom Reich zum Evangelium des Christus, waren Zeichen und Wunder die Bestätigung der neuen Offenbarungen Gottes durch die Apostel und Propheten, da der gesamte Ratschluss Gottes in Form der Heiligen Schrift noch nicht vorhanden war.
- In der Gemeindezeit aber gilt:
2Kor 5,7 „Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.“
Fazit:
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In den 21 Apostelbriefen wird die Existenz von Wunderwirkungen erwähnt, aber sie werden nicht als übliche Praxis der Gemeinde gelehrt oder gefordert.
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- der Bestätigung der Apostel und ihrer besonderen Sendung,
- der Beglaubigung der Verkündigung für die Zeit, in der von Gott durch die Apostel und Propheten neue Offenbarungen für die Zeit der Gemeinde gegeben und in der das Geheimnis des Christus offenbart wurde,
Die Kraftwirkungen lehren uns heute, dass Gott souverän handelte – aber nicht, dass wir sie nachahmen oder anstreben sollen. Unser Auftrag heute ist: „Bleibt im Glauben, gegründet in der Liebe, stark im Wort und standhaft in der Hoffnung.“ (vgl. Kolosser 1,23; 1Thess 1,3)
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6. Unterscheidung der Geister.
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Der historische Zweck der Gabe
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In der Frühzeit der Gemeinde war das Neue Testament noch nicht vollständig. Die Apostel und Propheten empfingen durch den Heiligen Geist direkte Offenbarungen Gottes.
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Da viele Stimmen damals in der Gemeinde sprachen – echte Propheten Gottes, aber auch Irrlehrer und dämonisch inspirierte Verführer – gab Gott bestimmten Gläubigen die Fähigkeit, „Geister zu unterscheiden“ (vgl. 1. Korinther 12,10).
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Diese Gabe war notwendig, um zu prüfen:
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- Kommt diese Offenbarung wirklich vom Geist Gottes?
- Ist diese Prophetie göttlich inspiriert oder teuflisch motiviert?
- Ist das, was hier gelehrt oder gesagt wird, Wahrheit oder Täuschung?
Biblischer Hinweis: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind.“ – 1. Johannes 4,1
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Die geistliche Notwendigkeit in der Anfangszeit
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Solange das geschriebene Wort Gottes noch unvollständig war, war diese Gabe ein Schutzschild für die Gemeinden. Gerade in einer Zeit, in der viele neue Lehren kursierten, mussten sie unterscheiden können, was wirklich von Gott kam.
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Beispiel: In Apostelgeschichte 16,16-18 unterscheidet der Apostel Paulus, dass eine Frau zwar scheinbar religiöse Wahrheit verkündigte („diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes …“), aber nicht vom Geist Gottes geleitet war, sondern von einem Wahrsagegeist. Er gebot diesem Geist, auszufahren – und offenbarte damit die Kraft dieser Gabe.
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Warum wir diese Gabe heute nicht mehr in dieser Form brauchen.
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Heute verfügen wir über die vollständige, heilige Schrift – das inspirierte, verbindliche Wort Gottes. Sie ist der Maßstab, an dem jede Lehre und jede „offenbarte Botschaft“ gemessen werden kann.
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2. Timotheus 3,16 „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“
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Statt auf innere Eindrücke oder vermeintlich prophetische Offenbarungen zu vertrauen, prüfen wir heute anhand der Schrift, ob etwas aus Gott ist.
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„Wenn jemand zu euch kommt und bringt eine andere Lehre … so habt keinen Umgang mit ihm.“ (vgl. 2. Johannes 1,10)
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Anwendung heute – geistliches Prüfen statt übernatürliche Gabe
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Auch wenn die spezifische Gabe der Geisterunterscheidung – als übernatürliche Eingebung – mit dem apostolischen Zeitalter endete, bleiben wir dennoch aufgerufen, wachsam zu sein und zu prüfen:
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- Was wird gelehrt? Stimmt es mit der Schrift überein?
- Wird Christus verherrlicht – oder der Mensch?
- Wird zur Buße und zur Nachfolge aufgerufen – oder zu Selbsterhöhung?
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Diese Unterscheidung geschieht heute nicht durch eine Gabe, sondern durch das geistliche Urteilsvermögen, das durch die Schrift geschärft wird – durch den Heiligen Geist in uns, der uns die Wahrheit erkennen lässt.
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„Der geistliche Mensch aber beurteilt alles …“ – 1. Korinther 2,15
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Schlussgedanken zur Einordnung
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- Die Gabe der Geisterunterscheidung war notwendig, solange die neutestamentliche Offenbarung nicht abgeschlossen war.
- Sie diente dem Schutz der Gemeinde und der Unterscheidung echter göttlicher Rede von trügerischer Inspiration.
- Heute haben wir die volle Offenbarung Gottes – die Schrift –, die uns zur Unterscheidung ausreicht.
- Unsere Verantwortung ist es, fest in der Schrift zu stehen, sie zu kennen und damit alles zu prüfen.
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Abschließende Schriftstelle:
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1. Thessalonicher 5,21-22 „Prüft alles, das Gute haltet fest. Meidet das Böse in jeder Gestalt.“ –
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Möge der Heilige Geist uns helfen, alles anhand des Wortes Gottes zu prüfen, damit wir auf dem Weg der Wahrheit bleiben – zur Bewahrung der Gemeinde und zur Verherrlichung unseres Gottes!
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7. Arten von Sprachen und Auslegung/Übersetzung der Sprachen.
Die Arten von Sprachen und die Auslegung bzw. Übersetzung ist eigentlich eine Sprachgabe. Wir haben sie allerdings hier unter die Kraftgaben mit eingeordnet, weil es eine Gabe ist, die damals in der Übergangszeit wirkte, historisch notwendig war, aber nach Vervollständigung des Kanons nicht mehr nötig war und aufgehört hat. 1 Kor 13,8 "... seien es Sprachen, sie werden aufhören ..."
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Die in 1. Korinther 12 und 14 beschriebene Gabe der Sprachen war eine übernatürliche Befähigung des Heiligen Geistes, in real existierenden Fremdsprachen zu sprechen, die der Sprecher selbst nie gelernt hatte.
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Diese Gabe hatte eine klare heilsgeschichtliche Bedeutung: Sie diente in der Anfangszeit der Gemeinde als Zeichen für das Kommen des Evangeliums zu allen Nationen.
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Apostelgeschichte 2,4 "Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
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Am Pfingsttag verstanden Juden aus verschiedenen Nationen die Botschaft in ihren eigenen Muttersprachen (Apg 2,6–11). Das war kein unverständliches Stammeln, sondern eine konkrete, göttlich gewirkte Fremdsprachenrede. Diese Gabe unterstrich, dass das Evangelium nun alle Völker erreichen sollte – ein Wendepunkt in Gottes Heilsplan.
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1Kor 14,22 "Darum sind die Sprachen zum Zeichen, nicht den Gläubigen, sondern den Ungläubigen.
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Der Apostel Paulus, der selbst mehr in solchen Sprachen redete als alle anderen (1Kor 14,18), betonte zugleich, dass eine öffentliche Rede in einer Fremdsprache nur sinnvoll sei, wenn auch eine Auslegung erfolgte – also eine sinngemäße Übersetzung in die Sprache der Gemeinde. Dies war besonders im multikulturellen Kontext Korinths wichtig, wo viele Gläubige Griechisch sprachen und eine fremdsprachige Rede ohne Auslegung sinnlos blieb.
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Auch diese Sprachengabe diente also primär der Ausbreitung des Evangeliums. Mit dem Abschluss des biblischen Kanons und der Vollendung der Lehre in apostolischer Autorität verlor sie ihren heilsgeschichtlichen Zweck.
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Wie der Apostel Paulus in 1. Korinther 13,8 ankündigt, werden Sprachen aufhören, wenn das Vollkommene (das vollständige Offenbarungszeugnis Gottes) gekommen ist. Und genau das ist durch die überlieferten 21 Apostelbriefe und das gesamte Neue Testament geschehen.
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Heute brauchen wir keine übernatürliche Sprachgabe mehr, um das Evangelium zu verbreiten – Gottes Wort ist in alle Welt gegangen und in vielen Sprachen übersetzt. Was bleibt, ist die Verantwortung, in unserer Sprache treu zu verkündigen, was uns überliefert wurde – zur Erbauung der Gemeinde und zur Verherrlichung Gottes.
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Wir haben dieses Thema ausführlich in einer Lehrschrift behandelt. Diese Lehrschrift ist unter folgendem Link abrufbar: Sprachenrede
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AMEN!
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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