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Leben als Kinder Gottes.
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heute geht es weiter mit unserer neuen Lehrserie unter dem Titel:
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„Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung.“
Kapitel 4: Der Vater erzieht und formt uns für unsere zukünftige Aufgabe.
Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel:
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- Weil wir Kinder sind, erzieht uns der Vater.
- Nicht jede Prüfung ist eine Zurechtweisung.
- Josef – Gott formt zuerst den Menschen.
- Gottes Schule findet häufig im Verborgenen statt.
- Unsere Treue heute bereitet uns auf unsere Aufgabe morgen vor.
- Unsere zukünftige Aufgabe gibt unserem heutigen Leben Bedeutung.
- Wir dürfen dem Vater vertrauen, auch wenn wir seinen Weg nicht verstehen.
- Schlussgedanke – Alle Dinge dienen seinem Ziel.
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1. Einleitung:
In den vergangenen Botschaften haben wir Schritt für Schritt gesehen, welch wunderbaren Plan unser himmlischer Vater mit seinen Kindern verfolgt.
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- Kapitel 1:
Wir haben betrachtet, was es bedeutet, aus Gott geboren zu sein.
- Kapitel 2:
Wir haben erkannt, dass wir Kinder Gottes und damit Erben Gottes und Miterben Christi sind.
- Kapitel 3:
Und wir haben gesehen, dass Gott uns schon heute als Glieder in den Leib des Christus hineingestellt hat und jeder von uns darin seinen Platz und seine Verantwortung besitzt.
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Heute gehen wir einen Schritt weiter. Denn wenn wir Erben Gottes und Miterben Christi sind, wenn Gott uns in Zukunft etwas anvertrauen möchte, dann stellt sich eine wichtige Frage:
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Wie bereitet der Vater seine Kinder auf ihre zukünftige Aufgabe vor?
- Er erzieht uns.
- Er formt uns.
- Er verändert unseren Charakter.
- Er lehrt uns Treue, Geduld, Demut, Gehorsam und Vertrauen.
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Und manchmal gebraucht er dazu Wege, die wir selbst niemals gewählt hätten. Dabei müssen wir von Anfang an einen wichtigen Unterschied festhalten:
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Unsere Berufung ist nicht erst zukünftig. Unsere Berufung gilt bereits heute.
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Wir sind heute Kinder Gottes. Wir sind heute Glieder des Leibes Christi. Wir sind heute dazu berufen, Christus ähnlich zu werden und unserer Berufung würdig zu wandeln.
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Aber unser himmlischer Vater bereitet uns gleichzeitig auf Aufgaben vor, die noch vor uns liegen. Darum dürfen wir unser gegenwärtiges Leben niemals nur vom Heute her betrachten. Vieles, was Gott heute in uns tut, hat mit dem zu tun, was er morgen mit uns vorhat.
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Der Apostel Paulus schreibt:
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Römer 8,29 „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“
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Hier erkennen wir das große Ziel:
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Der Vater formt seine Kinder nach dem Bild seines Erstgeborenen.
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Und genau von diesem Ziel her müssen wir auch Gottes Erziehung verstehen.
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2. Weil wir Kinder sind, erzieht uns der Vater.
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Der Hebräerbrief beschreibt Gottes Handeln mit seinen Kindern sehr deutlich:
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Hebräer 12,6–7 „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er annimmt. Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?“
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Das Wort „Züchtigung“ klingt in unserer heutigen Sprache zunächst hart. Der biblische Gedanke ist jedoch wesentlich umfassender. Es geht um Erziehung, Unterweisung, Korrektur und Formung.
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Ein guter Vater erzieht sein Kind nicht, weil er es ablehnt. Er erzieht es, weil er es liebt. Und ein guter Vater sieht nicht nur, was sein Kind heute ist. Er denkt daran, was einmal aus ihm werden soll.
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Genauso handelt unser himmlischer Vater.
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Wir sehen häufig nur unsere gegenwärtige Situation.
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- Der Vater sieht bereits das Ziel.
Wir sehen eine Wartezeit.
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- Der Vater sieht darin die Möglichkeit, Geduld hervorzubringen.
Wir erleben eine Enttäuschung.
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- Der Vater möchte uns lehren, unsere Hoffnung tiefer auf ihn zu setzen.
- Der Vater formt Standhaftigkeit.
Wir erleben unsere eigene Begrenztheit.
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- Der Vater lehrt uns, nicht auf unsere eigene Kraft, sondern auf ihn zu vertrauen.
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Hebräer 12,11 „Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.“
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Wir beachten das Wort: „danach“. Während wir durch eine Prüfung gehen, erkennen wir ihren Sinn häufig noch nicht. Wir sehen die Frucht erst später. Und manchmal werden wir bestimmte Zusammenhänge vielleicht erst in der Herrlichkeit vollständig verstehen.
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Deshalb gehört zum Glauben etwas ganz Entscheidendes: Dem Vater zu vertrauen, bevor wir seinen Weg verstehen.
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3. Nicht jede Prüfung ist eine Zurechtweisung.
Dabei müssen wir sorgfältig unterscheiden. Nicht jede Schwierigkeit bedeutet, dass Gott uns wegen einer Sünde zurechtweist. Das wäre ein falsches Verständnis von Gottes Erziehung.
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- Hiob litt nicht deshalb, weil Gott ihn verworfen hätte.
- Der Apostel Paulus litt nicht, weil er außerhalb des Willens Gottes lebte.
- Und unser Herr Jesus ging selbst durch schwerste Leiden, obwohl er ohne Sünde war.
Prüfung bedeutet deshalb nicht automatisch Bestrafung. Vielmehr gebraucht unser himmlischer Vater die unterschiedlichsten Situationen, um uns zu formen.
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Jakobus 1,2–4 „Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.“
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Jakobus sagt nicht, dass wir uns über das Leid an sich freuen sollen. Unsere Freude liegt in dem Wissen, dass Gott selbst schwierige Situationen gebrauchen kann, um etwas Wertvolles hervorzubringen.
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- Bewährung.
- Ausharren.
- Reife.
- Charakter.
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Manchmal bitten wir den Vater: „Nimm diese Situation weg.“ Und vielleicht antwortet er nicht so, wie wir es uns vorstellen, weil er etwas anderes tun möchte. Vielleicht möchte er nicht zuerst die Situation verändern. Vielleicht möchte er uns in dieser Situation verändern.
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Das ist ein großer Unterschied. Unser Blick richtet sich häufig auf unsere Umstände. Der Blick des Vaters richtet sich auf unseren Charakter.
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4. Josef – Gott formt zuerst den Menschen.
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Kaum eine Lebensgeschichte der Heiligen Schrift zeigt diesen Grundsatz eindrucksvoller als die Geschichte Josefs.
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Josef war noch jung, als Gott ihm durch Träume zeigte, dass eine besondere Zukunft vor ihm lag. Man könnte erwarten, dass Gott nun Türen öffnete und Josef unmittelbar in diese Aufgabe führte.
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Doch zunächst geschah genau das Gegenteil. Seine Brüder hassten ihn.
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- Sie warfen ihn in eine Grube.
- Sie verkauften ihn als Sklaven.
- Josef verlor seine Familie, seine Heimat und seine Freiheit.
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In Ägypten kam er in das Haus Potifars. Dort blieb er treu. Doch gerade seine Treue führte dazu, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde. Schließlich landete er im Gefängnis.
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Wenn Josef nur seine Umstände betrachtet hätte, hätte er zu dem Schluss kommen können: Gott hat mich vergessen. Aber Gott hatte ihn nicht vergessen. Ganz im Gegenteil. Gott bereitete ihn vor.
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Im Haus seines Vaters war Josef der geliebte Sohn gewesen. Im Haus Potifars lernte er zu dienen und Verantwortung zu übernehmen. Im Gefängnis lernte er auszuharren. In der Ungerechtigkeit lernte er, nicht bitter zu werden. In den Jahren des Wartens lernte er, Gottes Zeit zu vertrauen. Und dann kam der Tag, an dem Gottes Vorbereitung sichtbar wurde.
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1. Mose 41,40 „Du sollst über mein Haus sein, und deinem Befehl soll mein ganzes Volk gehorchen; nur um den Thron will ich höher sein als du.“
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Plötzlich wurde aus dem Gefangenen der zweite Mann Ägyptens. Aber Josef war jetzt ein anderer Mann als der junge Josef, der Jahre zuvor die Träume empfangen hatte. Gott hatte nicht nur seine Umstände verändert.
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Gott hatte Josef verändert.
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Und genau darin liegt der Schlüssel. Gott wollte Josef nicht einfach eine hohe Stellung geben. Er wollte einen Menschen formen, der mit dieser Stellung verantwortungsvoll umgehen konnte.
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Wir könnten es in einem Satz zusammenfassen:
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Gott bereitet zuerst den Menschen vor und überträgt ihm dann die Aufgabe.
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5. Gottes Schule findet häufig im Verborgenen statt.
Diesen Grundsatz sehen wir an vielen Menschen der Heiligen Schrift.
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- Mose verbrachte vierzig Jahre in der Wüste, bevor Gott ihn gebrauchte, um Israel aus Ägypten herauszuführen.
- David wurde bereits als junger Mann zum König gesalbt. Doch bevor er tatsächlich auf dem Thron saß, lagen Jahre der Bewährung vor ihm.
- Der Apostel Paulus wurde zu einem außergewöhnlichen Dienst berufen. Doch auch sein Leben war geprägt von Widerstand, Leiden, Verfolgung und Gefängnis.
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Warum handelt Gott so? Weil für Gott unser Sein wichtiger ist als unser Tun. Ein Mensch kann große Begabungen besitzen und trotzdem geistlich unreif sein.
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Er kann viel wissen und schließlich darauf stolz sein. Er kann große Aufgaben erfüllen und dennoch wenig Liebe besitzen.
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Aber Gott möchte nicht nur unsere Fähigkeiten gebrauchen. Er möchte uns verändern.
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Deshalb schreibt der Apostel Paulus:
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2. Korinther 3,18 „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“
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Das ist das gegenwärtige Werk Gottes an seinen Kindern. Er verwandelt uns. Schritt für Schritt. Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Christus soll in uns Gestalt gewinnen.
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Darum ist die entscheidende Frage unseres Lebens nicht zuerst:
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- Was kann ich für Gott tun?
- Zu welchem Menschen formt Gott mich?
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Denn der Mensch, der wir werden, ist für unsere zukünftige Aufgabe von entscheidender Bedeutung.
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6. Unsere Treue heute bereitet uns auf unsere Aufgabe morgen vor.
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Hier schließt sich der Kreis zu dem, was wir bereits über unser Erbe gesehen haben. Wir sind Erben Gottes und Miterben Christi.
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Das bedeutet nicht nur, dass uns eine wunderbare Zukunft erwartet.
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Es bedeutet auch, dass der Vater seinen Kindern Verantwortung anvertrauen wird.
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Lukas 16,10 „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu.“
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Das Kleine von heute kann die Vorbereitung auf das Größere von morgen sein. Josef wusste im Haus Potifars nicht, wofür er dort Treue lernte. Er wusste im Gefängnis nicht, warum er dort Verantwortung übernehmen sollte.
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David wusste bei seinen Schafen nicht, dass er dort Eigenschaften entwickelte, die er später als König brauchen würde. Mose wusste während seiner Jahre in der Wüste nicht, dass gerade diese Wüste später der Ort sein würde, durch den er ein ganzes Volk führen musste. Und genauso wissen auch wir heute noch nicht vollständig, welche Bedeutung manche Erfahrungen unseres Lebens für unsere zukünftige Aufgabe haben.
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Aber wir dürfen wissen: Bei Gott ist Treue niemals bedeutungslos. Wie gehen wir heute mit dem um, was er uns anvertraut?
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- Mit unserer Zeit?
- Mit unseren Fähigkeiten?
- Mit unseren Beziehungen?
- Mit unserem Besitz?
- Mit unserer Aufgabe im Leib Christi?
- Mit unseren Brüdern und Schwestern?
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Vielleicht erscheint manches klein und unscheinbar. Doch unser himmlischer Vater sieht es. Und er gebraucht gerade auch die kleinen Dinge, um unseren Charakter zu formen.
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7. Unsere zukünftige Aufgabe gibt unserem heutigen Leben Bedeutung.
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Warum ist diese Vorbereitung überhaupt notwendig? Weil unser Leben als Kinder Gottes nicht mit dieser Erde endet. Der Vater hat uns zu ewigen Erben gemacht. Wir sind Miterben Christi.
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Unsere Zukunft besteht nicht darin, untätig in der Herrlichkeit zu existieren. Gott bereitet seine Kinder darauf vor, gemeinsam mit seinem Erstgeborenen Verantwortung zu tragen und das ihnen anvertraute Erbe in seinem Sinne zu verwalten.
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Deshalb ist unser heutiges Leben eine Schule. Nicht im Sinne einer Prüfung, bei der wir uns Gottes Liebe verdienen müssten. Wir sind bereits seine Kinder. Aber weil wir seine Kinder sind, erzieht uns der Vater. Und weil wir Erben sind, bereitet er uns auf Verantwortung vor.
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Das ist ein entscheidender Unterschied.
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- Wir werden nicht erzogen, damit wir Kinder werden.
- Wir werden erzogen, weil wir Kinder sind.
Wir bemühen uns nicht um ein Erbe, um angenommen zu werden. Wir sind Erben, weil wir aus Gott geboren und seine Kinder geworden sind. Und deshalb formt der Vater uns heute für das, was er uns morgen anvertrauen wird.
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So bekommt selbst unser gewöhnlicher Alltag eine ewige Bedeutung.
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- Treue in der Familie.
- Treue in der Gemeinde.
- Treue im Beruf.
- Liebe zu unseren Geschwistern.
- Vergebung.
- Geduld.
- Demut.
- Dienen.
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All diese Dinge sind nicht nebensächlich. Durch sie formt der Vater den Charakter seines Erstgeborenen in uns.
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8. Wir dürfen dem Vater vertrauen, auch wenn wir seinen Weg nicht verstehen.
Am Ende seines Lebens konnte Josef auf seinen Weg zurückblicken. Er sah die Grube. Er sah die Sklaverei. Er sah die falsche Anklage. Er sah das Gefängnis.
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Aber hinter all diesen Stationen erkannte er schließlich etwas Größeres: Die Hand Gottes. Deshalb sagte er zu seinen Brüdern:
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1. Mose 50,20 „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“
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Das Böse seiner Brüder wurde dadurch nicht gut. Aber ihre Bosheit konnte Gottes guten Plan nicht verhindern.
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Vielleicht gibt es auch in unserem Leben Dinge, die wir heute noch nicht verstehen. Vielleicht gibt es Gebete, deren Antwort wir noch nicht sehen. Vielleicht gibt es verschlossene Türen. Vielleicht gibt es Enttäuschungen.
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Vielleicht fragen wir: Warum lässt mein Vater das zu?
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Dann dürfen wir uns an Josef erinnern.
Wir sehen einen einzelnen Abschnitt.
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- Der Vater sieht den ganzen Weg.
- Er sieht die Vorbereitung.
Wir sehen unsere Schwachheit.
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- Er sieht das Bild seines Sohnes, das in uns Gestalt gewinnen soll.
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Darum müssen wir Gottes Wege nicht immer verstehen, um seinem Herzen vertrauen zu können.
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9. Schlussgedanke – Alle Dinge dienen seinem Ziel.
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vielleicht verstehen wir jetzt einen bekannten Vers noch etwas tiefer.
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Der Apostel Paulus schreibt:
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Römer 8,28–29 „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“
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Wir zitieren Römer 8,28 häufig allein: „Alle Dinge dienen zum Besten.“
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Doch unmittelbar davor lesen wir, dass es nur für diejenigen gilt, die Gott lieben.
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Unmittelbar danach erklärt Paulus, worauf Gottes Handeln hinausläuft:
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„dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden.“
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Das „Beste“ bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass unsere Umstände angenehmer werden. Es bedeutet nicht, dass jede Krankheit sofort verschwindet. Es bedeutet nicht, dass jede Schwierigkeit beseitigt wird.
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Gottes Ziel geht tiefer. Er gebraucht alle Dinge, um seine Kinder dem Erstgeborenen gleich zu gestalten.
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Und genau deshalb dürfen wir unserem himmlischen Vater vertrauen.
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- Er hat uns nicht nur gerettet.
- Er hat uns zu seinen Kindern gemacht.
- Er hat uns zu Erben Gottes und Miterben Christi bestimmt.
- Er hat uns heute schon als Glieder in den Leib des Christus hineingestellt.
- Und nun erzieht und formt er uns für unsere zukünftige Aufgabe.
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Darum ist kein Tag unseres Lebens bedeutungslos. Keine verborgene Treue wird übersehen. Keine Prüfung wird verschwendet sein. Keine Wartezeit ist für Gott nutzlos. Josef verstand viele Jahre nicht, warum sein Weg so verlief. Aber am Ende erkannte er: Gott hatte keinen einzigen Schritt verschwendet.
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Und genauso dürfen auch wir wissen:
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- Der Vater erzieht uns nicht, um uns kleinzumachen.
- Er formt uns, weil er etwas mit uns vorhat.
- Sein Ziel ist nicht nur, dass wir für ihn leben.
- Sein Ziel ist, dass wir Christus gleichgestaltet werden.
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Und während er uns heute seinem Erstgeborenen immer ähnlicher macht, bereitet er uns zugleich auf das vor, was er seinen Kindern einmal anvertrauen wird.
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Deshalb dürfen wir auch dann, wenn wir seinen Weg nicht verstehen, unserem himmlischen Vater vertrauen. Denn wir kennen vielleicht nicht immer den Weg.
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Aber wir kennen den Vater. Und wir wissen, wohin er uns führt.
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Zur Gleichgestaltung mit seinem Erstgeborenen und zur Erfüllung unserer zukünftigen Aufgabe als seine Kinder und Erben.
AMEN.
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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