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Der Heilige Geist - Teil 14

in dieser Botschaftsserie studieren wir anhand des Wortes Gottes auf praktische Weise, welche zentrale Bedeutung der Heilige Geist im Leben der Kinder Gottes hat.

Unser Ziel ist es, sein Wirken tiefer zu verstehen, um dadurch in unsere Berufung und Bestimmung hineinzuwachsen und den Platz einzunehmen, den Gott für uns vorbereitet hat.

Wir gliedern diese Botschaft in folgende Kategorien:
A - Die Grundlagen unseres Glaubens (Teil 1 bis Teil 6)
B - Die Aufgaben des Heiligen Geistes (Teil 7 bis Teil 14)
C - Die Gaben des Heiligen Geistes
D - Die Frucht des Heiligen Geistes

Hier die Übersicht:
Kategorie B - Die Aufgaben des Heiligen Geistes.
Diese Kategorie gliedern wir in folgende Kapitel:
  • Kapitel 7 am 11.5.2025
    Der Heilige Geist als Anzahlung oder Unterpfand unseres himmlischen Erbes.
  • Kapitel 8 am 18.5.2025
    Der Heilige Geist als Freisetzer zur Freiheit von der Sünde und zum Leben aus Gottes Kraft.
  • Kapitel 9 am 25.5.2025
    Der Heilige Geist als Siegel zum Besitztum für Gott.
  • Kapitel 10 am 1.6.2025
    Der Heilige Geist als Wegbegleiter in der Gemeinschaft mit dem Vater in Christus.
  • Kapitel 11 am 8.6.2025
    Der Heilige Geist als Offenbarer und Lehrer zur Kenntnis des Ratschluss Gottes.
  • Kapitel 12 am 15.6.2025
    Der Heilige Geist als Fürsprecher und Helfer in unserer Schwachheit und im Gebet.
  • Kapitel 13 am 22.6.2025
    Der Heilige Geist als Versicherer der Sohnschaft und Verbinder zum Vater.
  • Kapitel 14 am 29.6.2025
    Der Heilige Geist als Quelle der geistlichen Frucht in uns.
Heute nun weiter mit Kategorie B - Die Aufgaben des Heiligen Geistes.
Kapitel B-14: Der Heilige Geist als Quelle der geistlichen Frucht in uns.

Wir wollen dieses Thema heute wie folgt studieren:
  1. Einleitung: Der Geist – Gottes Gabe an die Seinen
  2. Die Frucht des Geistes – Das Wesen Christi in uns
  3. Der Geist als Kraftquelle – In der Schwachheit mächtig
  4. Warnung vor „geistlicher“ Kraft ohne geistliche Frucht
  5. Kraft zum Dienst – Nicht aus uns, sondern durch den Geist
  6. Der Geist wirkt durch das Wort – Kein Widerspruch
  7. Nicht nur im Geist leben, sondern auch im Geist wandeln
  8. Fazit: Ohne den Geist – kein Leben, keine Frucht, keine Kraft

1. Einleitung: der Geist - Gottes Gabe an die Seinen.

Der Heilige Geist ist der Geist Gottes, der auch der Geist des Christus genannt wird.
Röm 8,9-10 „9 Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.
10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.“

Die Gegenwart des Geistes in einem Menschen ist das Zeichen, dass er zu Gott gehört. Ohne den Geist Christi ist niemand sein.

Wer also den Geist Gottes hat,
  • hat den Geist des Christus,
  • gehört zum Christus,
  • ist im Christus und
  • Christus ist in ihm.

Wer zum Christus gehört, hat diesen Geist empfangen – als:
  • Siegel (Eph 1,13),
  • Unterpfand des Erbes (Eph 1,14),
  • Geist der Sohnschaft (Röm 8,15),
  • Helfer in der Schwachheit (Röm 8,26) und als
  • Quelle aller göttlichen Frucht und Kraft.

Gott hat uns nicht einfach das Gesetz gegeben, um uns zu sagen, was gut und böse ist.
Gott hat uns nicht nur Vergebung geschenkt, sondern sich selbst – durch seinen Geist.


2. Die Frucht des Geistes – Das Wesen Christi in uns.

In Gal 5,22-23 lesen wir:
„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.“

Diese Frucht ist nicht das Ergebnis menschlicher Anstrengung. Sie ist nicht eine Liste von Tugenden, die wir mit Disziplin antrainieren könnten. Sie ist das Leben Christi in uns – hervorgebracht durch den Geist.
Der Herr Jesus sagt in Joh 15,5-8: „5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.
7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden.
8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.“

Das bedeutet: Die Rebe ist völlig abhängig vom Weinstock. Der Lebenssaft, die Kraft und alles, was zur Frucht nötig ist, kommt vom Weinstock. Ohne diese Verbindung bleibt die Rebe kraftlos und fruchtlos.

Übertragen auf das geistliche Leben heißt das:
  • Ein Gläubiger – eine Rebe – bringt nur dann Frucht für Gott, wenn er in lebendiger Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus bleibt.
  • Diese Verbindung ist nicht äußerlich, sondern innerlich – durch den Heiligen Geist, der unser Lebenssaft ist.

3. Der Geist als Kraftquelle – In der Schwachheit mächtig.

Der Gläubige braucht die Kraft des Heiligen Geistes, weil er aus sich selbst heraus nicht fähig ist, das Leben zu führen, zu dem Gott ihn berufen hat.

Die Kraft des Heiligen Geistes ist unverzichtbar, um:

Ein Leben zu führen, das Gott wohlgefällt

Ohne den Geist Gottes kann niemand in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes leben. Nur der Geist bewirkt das neue Leben, die Gesinnung und die Kraft, die Gott gefallen.

Die Begierden des Fleisches zu überwinden
Gal 5,16-17 „16 Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des
Fleisches nicht erfüllen.
17 Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch.“
Der Gläubige steht in einem täglichen Kampf. Die Kraft, das Fleisch zu überwinden, kommt nicht aus Selbstdisziplin, sondern aus dem Wirken des Heiligen Geistes.

Im Gebet durchzuhalten und richtig zu beten:
Röm 8,26 „Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern.“
Auch im Gebet ist der Mensch auf die Hilfe des Geistes angewiesen – besonders dann, wenn Worte fehlen oder die Not groß ist.

Frucht zu bringen
Nicht Werke des Menschen, sondern Frucht des Geistes! Der Gläubige bringt nur dann Frucht für Gott, wenn er durch den Geist lebt.

In der Hoffnung festzubleiben und zu überwinden
Eph 3,16 „dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen.“
Der Heilige Geist stärkt den Gläubigen innerlich, wenn er durch Prüfungen geht, angefochten wird oder im Glauben ermüdet. Nur durch die Kraft des Geistes kann man standhalten, ausharren und überwinden.


4. Warnung vor „geistlicher“ Kraft ohne geistliche Frucht.

Gerade in unserer Zeit ist es wichtig, wachsam zu sein. Es gibt viele, die große Worte sprechen, große Veranstaltungen organisieren – aber keine Frucht des Geistes aufweisen.

Sie sind laut, stolz, fordernd, hochmütig – das ist nicht der Geist des Christus. So darf ein Kind Gottes, das vom Heiligen Geist geleitet wird, nicht sein.

Der Heilige Geist wird nie etwas wirken, was im Gegensatz zu seinem Wesen steht. Er ist der Geist der Liebe, des Friedens, der Sanftmut. Wer geistlich ist, der ist demütig, barmherzig, voller Liebe zur Wahrheit und zum Bruder. Der Geist treibt uns nicht zur Selbstdarstellung, nicht zur Selbstverwirklichung, sondern zur Selbstverleugnung.


5. Kraft zum Dienst – Nicht aus uns, sondern durch den Geist.

Kein Mensch ist von sich aus fähig, Gott wohlgefällig zu dienen. Unsere natürlichen Fähigkeiten, unsere Klugheit oder unsere Willenskraft genügen nicht, um das zu tun, was vor Gott Bestand hat. Auch die Apostel selbst, obwohl sie vom Herrn Jesus berufen und vorbereitet worden waren, waren ohne die Kraft des Heiligen Geistes nicht imstande, ihren Dienst zu tun.

Sie waren schwach, furchtsam und unbeständig – bis zu dem Tag, an dem sie mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden.

Erst nachdem der Heilige Geist auf sie gekommen war, begannen sie, mit Vollmacht zu predigen, zu lehren, das Evangelium zu verkündigen, zunächst das Evangelium vom Reich und später nach der Offenbarung des Geheimnisses Gottes das Evangelium des Christus, Leiden zu ertragen und in der Kraft Gottes zu dienen.

Es war nicht ihre eigene Kraft, sondern die Kraft des Geistes Gottes, die in ihnen wirkte. Von diesem Moment an geschah alles in Abhängigkeit von Gott – nicht aus ihnen, sondern durch den Geist.

Der Heilige Geist ist es, der uns befähigt zu einem Dienst, der Ewigkeitswert hat.

Werke, die in eigener Kraft getan werden – mögen sie äußerlich noch so eindrucksvoll erscheinen –, haben vor Gott keinen Bestand. Sie tragen den Stempel des Fleisches, nicht den des Geistes.
1.Kor 3,13 „so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben.“

Nur das, was aus Gott, durch den Geist, gewirkt ist, hat bleibenden Wert.
1.Kor 15,10 „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle – nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.“

Der Apostel Paulus war sich bewusst, dass nicht er selbst der Ursprung seiner Wirksamkeit war, sondern dass alles aus der Gnade Gottes hervorging – durch den in ihm wirkenden Geist. Seine Arbeit war nicht eigenmächtig, sondern Gnade in Aktion.

Wir dürfen uns daher nicht auf unser Können, unsere Erfahrung oder unsere Hingabe verlassen. Unser Dienst ist nur dann wirksam, wenn er aus der Verbindung mit dem Herrn und in der Kraft des Geistes geschieht.

Die Frucht, die Gott sucht, entsteht nicht aus eigener Anstrengung, sondern durch Bleiben am Weinstock – durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes in uns.


6. Der Geist wirkt durch das Wort – Kein Widerspruch.

Manche Menschen stellen den Geist gegen das Wort. Sie behaupten, vom Heiligen Geist geleitet zu werden, und meinen deshalb, das geschriebene Wort Gottes nicht mehr zu brauchen. Doch ein solcher Gedanke stammt nicht vom Geist Gottes, sondern offenbart den Einfluss eines anderen Geistes.

Der Heilige Geist hat das Wort inspiriert. Er offenbart es, erklärt es, wirkt durch es.
Eph 6,17 „und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist,“

Wer geistlich sein will, muss ein Mensch des Wortes sein. Der Geist gebraucht das Wort, um unsere Gesinnung zu verändern, unsere Herzen zu reinigen, unsere Wege zu leiten.
Der Herr Jesus betete in Joh 17,17: „Heilige sie durch die Wahrheit – dein Wort ist Wahrheit.“


7. Nicht nur im Geist leben, sondern auch im Geist wandeln.

Der Apostel Paulus schreibt in Gal 5,25 „Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.“

Diese Aussage richtet sich an Menschen, die durch den Heiligen Geist neu geboren wurden. Sie leben nicht mehr nach dem Fleisch, sondern aus dem Geist Gottes.

Das neue Leben ist nicht ein Ergebnis eigener Anstrengung, sondern ein göttliches Geschenk – gewirkt durch den Geist.

Doch der Apostel Paulus macht deutlich:
Es genügt nicht, dieses neue Leben zu besitzen – wir sollen darin auch wandeln. Das bedeutet, dass unser Alltag, unsere Entscheidungen, unser Verhalten, unsere Worte, unser Dienst und unsere Beziehungen vom Geist Gottes bestimmt und geführt sein sollen.

„Im Geist leben“ – was heißt das?
Ein Mensch lebt dann „im Geist“, wenn er durch die Wiedergeburt ein neues Leben aus Gott empfangen hat. Dieses Leben ist geistlich, ewig und unvergänglich – es stammt nicht aus dem natürlichen Menschen, sondern aus dem Geist Gottes (Joh 3,5-6).
Dieses Leben ist ein Geschenk, kein Verdienst. Es verbindet uns mit Gott als unseren Vater, mit dem Herrn Jesus als unserem Haupt und mit der Gemeinde als dem Leib Christi. Es ist ein Leben aus Gott, aber in uns.

„Im Geist wandeln“ – was meint das?
Wenn wir „im Geist wandeln“, heißt das:
  • wir lassen uns vom Geist Gottes leiten,
  • wir richten uns nach seinem Willen,
  • wir geben IHM Raum in unseren Gedanken und Entscheidungen,
  • wir unterstellen uns SEINER Führung – bewusst und täglich.
Wandeln im Geist ist also praktisch gelebtes Glaubensleben in der Kraft und unter der Leitung des Heiligen Geistes. Das Leben aus dem Geist ist das Fundament, der Wandel im Geist ist der Lebensstil, der darauf aufbaut.

Warum ruft uns der Apostel Paulus dazu auf?
Weil der Wandel im Geist keine automatische Folge der Wiedergeburt ist.
Der Gläubige hat zwar den Geist, aber er muss bewusst dem Geist Raum geben. Es ist möglich, dass ein wiedergeborener Mensch im Fleisch handelt, eigenwillig lebt, dem Geist widersteht oder die eigene Kraft gebraucht.
Deshalb ruft der Apostel Paulus dazu auf:
  • Wenn ihr im Geist lebt – lasst euch auch vom Geist leiten!
  • Wenn der Geist euch neues Leben geschenkt hat – folgt ihm nun auch in eurem Alltag!
  • Vertraut nicht eurer eigenen Kraft – lebt aus seiner Kraft!

Die entscheidende Frage: Willst du dich dem Geist unterstellen?
Wenn du erkannt hast, dass der Geist die Quelle von Frucht, Kraft, Erkenntnis, Gebet, Liebe und Wahrheit ist – dann bleibt die Frage:
  • Willst du dich ihm ganz anvertrauen?
  • Willst du dich nicht mehr auf dich selbst verlassen?
  • Willst du lernen, seine Stimme zu hören?
  • Willst du innehalten, wo er dich warnt, und handeln, wo er dich drängt?
  • Willst du in Abhängigkeit leben – nicht aus Gesetzlichkeit, sondern aus der Beziehung zum Geist Gottes?
Gott der Vater zwingt niemanden. Der Geist drängt sich nicht auf. Aber er führt bereitwillige Herzen – und befähigt sie, Frucht zu bringen und Gott zu dienen in einer Weise, die bleibenden Wert hat.


8. Fazit: Ohne den Geist – kein Leben, keine Frucht, keine Kraft.

Darum lasst uns den Heiligen Geist nicht als Theorie sehen, sondern als das lebendige Geschenk Gottes – als seinen Geist, der in uns wohnt, wirkt und uns verändert.

Der Heilige Geist ist:
  • die Quelle unseres neuen Lebens,
  • die Kraft zu jedem guten Werk,
  • die Leitung in jeder Entscheidung und
  • der Trost in aller Schwachheit.
Er macht uns fähig zu glauben, zu lieben, zu dienen – und Frucht zu bringen, die bleibt.

Was für ein Vorrecht, was für eine Hoffnung, was für eine Realität: Gott selbst lebt in uns – durch seinen Geist!

Lasst uns also nicht nur im Geist leben, sondern auch im Geist wandeln – Tag für Tag, Schritt für Schritt, mit ganzem Herzen.

Dadurch verherrlichen wir unseren Gott und Vater, in uns, durch uns und für immer.


AMEN!

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Reinhold Thalhofer
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Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.