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GJC-Zeichen_800

Der Herr Jesus und die Ehebrecherin.

heute studieren wir anhand des Wortes Gottes folgende Begebenheit:

Der Herr Jesus und die Ehebrecherin.

Diese Begebenheit analysieren wir über folgende Stationen:
  1. Die Situation.
  2. Das Schweigen des Herrn Jesus.
  3. Der entscheidende Satz.
  4. Das Weggehen der Ankläger.
  5. Die Vergebung.
  6. Gesetz, Gericht und Gnade zur Zeit Jesu:
  7. Heilsgeschichtliche Unterscheidung.
  8. Das Geheimnis des Christus – das Evangelium für die Gemeinde.

1. Die Situation:

Eine Frau – benutzt als Mittel zum Zweck
Die Schrift berichtet, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau vor den Herrn Jesus schleppten, die im Ehebruch ergriffen worden war und sie stellten sie in die Mitte.
Joh 8,3 "Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte 
4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 
5 Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du?"

1.1 Ein Vorwand zur Anklage Jesu:
Ihr Ziel ist nicht die Verurteilung oder Steinigung der Frau, sondern die Anklage des Herrn Jesus.

Der Apostel Johannes schreibt ausdrücklich:
Joh 8,6 „Das aber sagten sie, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen könnten“.

Biblische Erkenntnis: Religiöse Gesetzlichkeit kann sich des Wortes Gottes bedienen, ohne Gott und seine Gerechtigkeit wirklich zu suchen.

1.2 Scheinheiligkeit und böse Absicht:
Nach dem Gesetz Mose hätte auch der Mann gebracht werden müssen.
3. Mose 20,10 "Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn er Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so sollen [beide], der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unbedingt getötet werden."

Doch der Mann fehlt. Das zeigt: Es geht nicht um Gerechtigkeit, sondern um Neid, Macht, Bloßstellung und religiöse Selbsterhöhung und schließlich darum, den Sohn Gottes als Gotteslästerer und Gesetzesbrecher zu überführen.

2. Das Schweigen des Herrn Jesus.

Gott handelt anders als Menschen.
Der Herr Jesus antwortet zunächst nicht. Er bückt sich und schreibt mit dem Finger auf die Erde.

2.1 Das Schweigen als Spiegel:
Dieses Schweigen ist kein Ausweichen, sondern ein Spiegel. Die Ankläger hören plötzlich sich selbst. Die Spannung steigt. Gott zwingt niemanden, aber er legt das Gewissen frei.

Verständnis: Gott offenbart die Sünde oft nicht durch laute Anklage, sondern durch stilles Gewissen.

2.2 Der Finger Gottes – eine alttestamentliche Tiefendimension:
Dass der Herr Jesus mit dem Finger auf die Erde schreibt, ist kein zufälliges Detail. Im Alten Testament gibt es eine auffällige Parallele:
Jeremia 17,13 „HERR, du Hoffnung Israels! Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden! Ja, die, welche von mir weichen, werden auf die Erde geschrieben werden; denn sie haben den HERRN verlassen, die Quelle lebendigen Wassers!“

Diese Stelle ist höchst relevant für Johannes 8:
  • Der Herr Jesus offenbart sich dort als die Quelle lebendigen Wassers.
  • Kurz zuvor hatte der Herr Jesus nämlich von sich gesagt:
    Joh 7,37 "Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!"

Das Schreiben in die Erde wird so zu einem stummen Gericht:
  • Nicht die Frau wird öffentlich bloßgestellt,
  • sondern die, die den Sohn Gottes versuchen, um ihn zu verwerfen.
Tiefe geistliche Bedeutung: Wer den Herrn Jesus verleugnet oder verlässt, bleibt nicht im Buch des Lebens, sondern wird „in die Erde geschrieben“.

2.3 Verbindung zum Gesetz Gottes:
Zugleich erinnert der „Finger Gottes“ an:
  • Die Gesetzestafeln
    2. Mose 31,18 "Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes."
  • Die göttliche Autorität, die allein Gott zusteht.
Doch hier schreibt der Sohn Gottes nicht auf Stein, sondern in den Staub – ein Bild für die Vergänglichkeit menschlicher Anklage und Selbstgerechtigkeit.

Der Herr Jesus zeigt:
  • Das Gesetz ist heilig.
  • Der Mensch ist Staub.
  • Gnade kommt nur von Gott.
Der Herr Jesus handelt hier in vollkommener Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, des Vaters.


3. Der entscheidende Satz:

Wahrheit ohne Kompromiss:

3.0 Gnade und Wahrheit in der Person des Herrn Jesus
Johannes bezeugt zu Beginn seines Berichtes:
Joh 1,17 „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden.

Hier liegt ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis dieser Begebenheit. Durch Mose gab Gott dem Volk das Gesetz, um Sünde offenbar zu machen, zu überführen und die Heiligkeit Gottes sichtbar werden zu lassen.
Römer 3,20 "... weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde."

Durch den Herrn Jesus wird Gnade und Wahrheit nicht nur gelehrt, sondern von Gott in diese Welt gebracht und gelebt.

In der Begegnung mit der Ehebrecherin sehen wir diese göttliche Wirklichkeit bereits vor der Kreuzigung:
  • Die Wahrheit bleibt bestehen: Ehebruch ist Sünde.
  • Die Gnade greift voraus: Der Sünder wird nicht vernichtet, sondern zur Umkehr gerufen.
Der Herr Jesus handelt hier nicht gesetzlos, sondern heilsgeschichtlich vorausschauend. Das Gericht über die Sünde wird nicht aufgehoben, sondern auf Golgatha verlagert.

Erkenntnis der Barmherzigkeit Gottes und der Liebe Christi: Die Gnade, die der Herr Jesus hier schenkt, kostet ihn später sein Leben.

Die alles entscheidende Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes kommt in folgenden Worten zum Ausdruck:
Joh 8,7 Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!

3.1 Kein Aufheben des Gesetzes:
Der Herr Jesus sagt nicht: Ehebruch ist keine Sünde. Er relativiert das Gesetz nicht. Er richtet es aber zuerst auf das Herz der Ankläger.

3.2 Gleiche Maßstäbe für alle:
Die Ankläger wollten richten, ohne sich selbst richten zu lassen. Doch das Wort Gottes ist nicht in erster Linie ein Werkzeug zur Beurteilung anderer, sondern vor allem zunächst ein Spiegel für uns selbst.

3.3 Die Weisheit Gottes:
Aus der Sicht der heuchlerischen Pharisäer hatten sie nun diesen "Gotteslästerer" in eine scheinbar ausweglose Situation gebracht. Egal, wie er nun entscheiden würde, in jedem Fall könnten Sie ihn anklagen:
  • Würde er der Steinigung zustimmen, so würde er sich zwar an das Gesetz Gottes halten, würde aber gegen die Besatzungsmacht der Römer rebellieren, die den Juden verboten hatten, jemanden zu töten.
    Das wussten die Juden ganz genau (Johannes 18,31).
  • Würde er die Gnade und Liebe walten lassen, die er für die gesamte Zeit seines Wirkens hier auf Erden praktizierte, würde er dem Gesetz Gottes widersprechen und müsste von daher nach dem jüdischen Gesetz verurteilt werden.
Zentrale Wahrheit: Wer richten will, muss selbst im Licht Gottes stehen und die Gnade der Gerechtigkeit Gottes in Christus Jesus empfangen haben.


4. Das Weggehen der Ankläger.

Das Schweigen des Gewissens.
Joh 8,9 „Als sie aber das hörten, gingen sie — von ihrem Gewissen überführt — einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten; und Jesus wurde allein gelassen, und die Frau, die in der Mitte stand."

4.1 Die Ältesten zuerst:
Gerade jene mit der größten religiösen Erfahrung erkennen zuerst ihre Schuld. Nähe zur Religion ersetzt nicht Reinheit des Herzens.

4.2 Allein mit dem Herrn Jesus:
Am Ende stehen sich zwei gegenüber:
  • eine schuldige Frau
  • ein sündloser Herr

5. Die Vergebung:

Keine Verurteilung – aber klare Umkehr.
Joh 8,10 "Da richtete sich Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt? 
11 Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!"

5.1 Keine Verurteilung:
Der Herr Jesus ist der Einzige, der hätte richten dürfen, da er der Einzige ohne Sünde war – und tut es nicht. Das ist Gnade.
  • Gnade bedeutet nicht: Sünde wird verharmlost.
  • Gnade bedeutet: Schuldigen wird vergeben und sie bekommen einen neuen Anfang vor Gott.

5.2 Der Auftrag zur Veränderung:
„Sündige nicht mehr“ ist kein Vorschlag, sondern ein Ruf zur Umkehr.
Evangelium in Kurzform: Gnade rettet – Wahrheit heiligt.


6. Gesetz, Gericht und Gnade zur Zeit Jesu:

6.1 Geltung des Gesetzes:
Zur Zeit des Herrn Jesus galt für Israel immer noch das Gesetz des Mose. Ehebruch war eindeutig als Sünde benannt und mit der Todesstrafe belegt:
3 Mo 20,10 "Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn er Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so sollen [beide], der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unbedingt getötet werden."

Der Herr Jesus hat dieses Gesetz nie infrage gestellt. Er bestätigt vielmehr dessen bleibende Heiligkeit, indem er sagte: "wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."

6.2 Fehlende Vollstreckungsgewalt:
Trotzdem konnten jüdische Autoritäten zur Zeit Jesu keine Todesurteile vollstrecken, da Judäa unter römischer Herrschaft stand:
„... Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.“ (Johannes 18,31)

Das erklärt, warum die Ehebrecherin zwar gebracht, aber nicht unmittelbar gesteinigt wurde. Der Fall dient nicht der Rechtsprechung, sondern der Versuchung des Herrn Jesus.

6.3 Keine biblischen Belege für reguläre Steinigungen:
Das Neue Testament berichtet von keiner einzigen rechtmäßigen Steinigung eines Ehebrechers zur Zeit Jesu vor dem Kreuz.

Selbst die spätere Steinigung des Stephanus (Apostelgeschichte 7) ist kein ordentliches Gerichtsverfahren, sondern ein Akt religiöser Gewalt.

6.4 Heilsgeschichtliche Bedeutung von Johannes 8:
Der Herr Jesus hebt das Gesetz nicht auf, sondern offenbart Gottes Geduld:
Römer 3,25 "Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren“

Die Sünde der Frau wird nicht verharmlost, sondern auf das Kreuz hin vergeben. Die Gnade, die hier sichtbar wird, ist eine Vorauswirkung des kommenden Opfers.

6.5 Zentrale Wahrheit:
  • Das Gesetz deckt Sünde auf, aber es rettet nicht.
  • Der Herr Jesus rettet den Sünder, weil er selbst das Gericht tragen wird.
Dieser Abschnitt zeigt: Johannes 8 ist keine Abschwächung des Gesetzes, sondern eine Offenbarung der rettenden Liebe und Geduld Gottes.

6. Die Kernaussage der Begebenheit:
Nun wollen wir uns diese Begebenheit noch etwas genauer anschauen und biblisch betrachten:

6.1 Für die Ankläger:
  • Religiöse Härte ohne Demut ist Gott zuwider.
  • Wer andere richtet, stellt sich selbst unter das Gericht Gottes.

6.2 Für die Frau:
  • Schuld wird nicht geleugnet, aber vergeben.
  • Umkehr ist möglich.
  • Ein neues Leben beginnt.

6.3 Für uns heute:
a) Für unser persönliches Leben:
  • Niemand ist zu sündig für die Gnade Gottes.
  • Aber niemand darf in der Sünde bleiben.
b) Für die Gemeinde:
  • Wahrheit ohne Gnade wird hart.
  • Gnade ohne Wahrheit wird beliebig.
  • Beides zusammen (Gnade und Wahrheit) ist die Lehre Jesu Christi durch seine Apostel und Propheten in den 21 Lehrbriefen.
c) Für unser Gottesbild
  • Gott, der Vater, ist heilig.
  • Er schenkt Gnade durch seinen Sohn.
  • Er ruft zur Heiligung durch seinen Geist.


7. Heilsgeschichtliche Unterscheidung:

Mose – Christus – Gemeinde:

7.1 Mose: Das Gesetz offenbart die Sünde:
Dazu lesen wir folgende Schriftstelle:
Röm 3,20 "... weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde."

Das Gesetz Gottes ist heilig, gerecht und gut.
Es zeigt dem Menschen nicht den Weg zur Rettung, sondern seine Verlorenheit.
Es überführt, aber es heilt nicht.
Mose steht damit für eine Haushaltung Gottes - DAS GESETZ - in der die Heiligkeit Gottes offenbar wird – und zugleich die Unfähigkeit des Menschen, aus eigener Kraft gerecht zu werden.

7.2 Christus: Gnade und Wahrheit werden Person:
Joh 1,17 „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit sind durch Jesus Christus geworden“.

Im Herrn Jesus begegnet uns nicht ein neues Gesetz, sondern:
  • gelebte Gnade,
  • offenbarte Wahrheit,
  • göttliche Barmherzigkeit ohne Aufweichung der Heiligkeit.
In Johannes 8 sehen wir diese Wirklichkeit exemplarisch in einer Begebenheit zwischen dem Herrn Jesus, den anklagenden Pharisäern und der schuldigen Frau:
  • Die Wahrheit nennt die Sünde beim Namen.
  • Die Gnade schenkt einen neuen Anfang.
Heilsgeschichtlicher Übergang vom Gesetz zur Gnade:
Die Gnade, die der Herr Jesus hier schenkt, ist eine Gnade auf die Zukunft – eingelöst am Kreuz von Golgatha.

Nachdem wir nun das Gesetz und die Gnade studiert haben, wollen wir noch das Geheimnis der Gemeinde - das Geheimnis des Christus - verstehen ...

8. Das Geheimnis des Christus – das Evangelium für die Gemeinde.

1. Das „Geheimnis“, das früher nicht offenbart war.

Die Schrift bezeugt eindeutig, dass es Wahrheiten gibt, die in früheren Heilszeiten nicht bekannt waren – auch nicht unter Mose, den Propheten oder im Evangelium vom Reich.

Der Apostel Paulus schreibt:

Epheser 3,4–5 „… das Geheimnis des Christus, das in früheren Geschlechtern den Menschenkindern nicht kundgemacht worden ist, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geist geoffenbart worden ist.“

Dieses Geheimnis ist nicht:
  • das Gesetz,
  • nicht das Evangelium vom Reich,
  • und nicht die Wiederherstellung Israels.
2. Inhalt des Geheimnisses: Christus und sein Leib:
Das Geheimnis besteht darin:
Epheser 3,6 „dass die Heiden Miterben sind und zum selben Leib gehören
und Mitteilhaber seiner Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium.“

Die Gemeinde ist:
  • der Leib des Christus (Eph 1,22–23),
  • in Christus in himmlische Örter versetzt (Eph 2,6),
  • nicht irdisch, sondern himmlisch berufen.
Das ist eine völlig neue Heilsstellung:
nicht Volk – nicht Reich – sondern Leib.

3. Abgrenzung zum Evangelium vom Reich:
Der Herr Jesus verkündigte während seines irdischen Dienstes das Evangelium vom Reich:

Matthäus 4,17 „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!

Dieses Evangelium vom Reich:
  • richtet sich an Israel,
  • ist irdisch ausgerichtet,
  • zielt auf die messianische Königsherrschaft.
Dieses Reich wird erst im tausendjährigen Reich realisiert
(vgl. Offenbarung 20).

Die Gemeinde dagegen:
  • gehört nicht zum Reich, sondern regiert mit Christus,
  • wartet nicht auf ein irdisches Königreich,
  • sondern auf die Entrückung und die Vereinigung mit Christus im Himmel.
4. Die Gemeinde als Braut des Christus:
Die Schrift zeigt die Gemeinde nicht nur als Leib, sondern auch als Braut:

2. Korinther 11,2 „Denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.

Die Hochzeit des Lammes (Offb 19):
  • findet im Himmel statt,
  • vor der Offenbarung des Reiches auf Erden,
  • und führt zur ewigen Vereinigung von Christus und seiner Gemeinde.
Die Gemeinde ist nicht Untertan des Reiches, sondern die Braut des Königs.

5. Berufung zur Herrschaft – jetzt verborgen, dann offenbar:
Die Gemeinde ist bestimmt zur Mitregierung:
2. Timotheus 2,12 „Wenn wir ausharren, so werden wir auch mitherrschen.

1. Korinther 6,2–3 „Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? … Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden?“

Das bedeutet:
  • Mitverwaltung im tausendjährigen Reich,
  • und Herrschaft in der neuen Schöpfung,
  • über das gesamte von Gott geschaffene Universum.
Das ist kein Reichsevangelium, sondern das Evangelium des Christus.

6. Zusammenfassung:
Das Evangelium des Christus offenbart ein Geheimnis, das in früheren Heilszeiten verborgen war:
  • Gott ruft sich eine himmlische Familie aus dieser Welt heraus,
  • den Leib und die Braut seines Sohnes,
  • die ewig mit Christus vereint ist
  • und mit ihm über das gesamte Universum herrschen wird –
  • im tausendjährigen Reich und in der Ewigkeit.


AMEN!

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Reinhold Thalhofer
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Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.