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Durch seine Wunden sind wir geheilt. Teil 2

Bist Du frei oder bist Du ein Knecht?

letzten Sonntag haben wir erkannt, dass sich die Zusagen der Heilung und Errettung auf die geistliche und nicht auf die leibliche Erlösung beziehen.

Ja, unser Leib wird auch erlöst werden. Aber nicht, solange wir noch in diesem Leib der Niedrigkeit wohnen. Das geschieht erst bei der Entrückung, wenn uns der Herr Jesus in das Haus des Vaters holt und wir einen neuen, verherrlichten Leib bekommen.

Weiter haben wir erkannt, dass das griechische Wort sozo, sowohl „retten“ als auch „heilen“ bedeutet.

Wir gliedern die heutige Botschaft wie folgt auf:

  1. Rückschau
  2. Die Verführungsstrategie des Satans
  3. Verantwortung der Seele gegenüber dem Leib
  4. Verantwortung der Seele gegenüber dem Heiligen Geist
  5. Warnung vor falschen Lehren
  6. Unsere Hoffnung

1. Rückschau

Nachdem der Opfertod Jesu, seine Auferstehung, die Sendung des Heiligen Geistes und die Offenbarung des Evangeliums des Christus vollzogen wurden, wissen wir nun: Die Zusage „durch seine Wunden sind wir geheilt“ bezieht sich in dieser irdischen Existenz nicht auf unseren Leib.

Der natürliche Mensch ist 2-teilig, ist eine Seele, die in einem Leib wohnt.
Der gläubige (geistliche) Mensch ist 3-teilig, ist eine Seele, die in einem Leib wohnt und in der der Heilige Geist wohnt.

Durch den Glauben wirkt Gott durch seinen Sohn Jesus Christus das Folgende:
  • die Seele wird durch das Wasserbad im Wort gereinigt, geheilt bzw. erneuert.
  • Das in der Seele wohnende Gewissen wird durch das Blut Jesu gereinigt.
  • Unsere Seele empfängt den Geist der Sohnschaft, als Versiegelung und Anzahlung auf das ewige Erbe im Himmel, so dass sie in der Lage ist, Abba Vater zu rufen.
Der Apostel Paulus betet in 1.Thess 5,23, dass unser ganzes Wesen untadelig bewahrt werden möge bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus.

Die Verantwortung dafür liegt bei unserer Seele, in der sich die Willensfunktion befindet.

Die Seele wird in der Schrift auch wie folgt bezeichnet: der inwendige Mensch, der menschliche Geist, das Herz. Sie ist unsichtbar und lebt ewig.
Der Leib an sich besitzt eine sündige Natur und kann sich selbst nicht reinigen.

Der irdische Leib wird in der Schrift auch wie folgt bezeichnet: der äußere Mensch. Er ist sichtbar und vergänglich.

Das Gewissen fungiert lediglich als Richter, der auf Grundlage unseres Lebenswandels reagiert. Es kann durch unser Verhalten verunreinigt oder sogar so gebrandmarkt werden, dass es schließlich gar nicht mehr in der Lage ist, richtig zu urteilen – wenn überhaupt.

Der Geist Gottes ist für immer und ewig heilig, kann aber über unsere Seele und unseren Willen nicht verfügen. Er kann durch unsere Seele betrübt werden.

Dadurch beginnt der geistliche Kampf um die Seele:
  • Einerseits durch den sündigen Leib, der unsere Seele dazu verleiten möchte, den Willen des Satans zu erfüllen,
  • und andererseits durch den Geist Gottes, der unsere Seele dazu führen möchte, den Willen Gottes, unseres himmlischen Vaters, zu erfüllen.


2. Die Verführungsstrategie des Satans

Der Satan benutzt seine Diener, um die Menschen - und wenn möglich - auch die Auserwählten zu verführen.
Mt 24,24 „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“

Die Verführungsstrategie des Satans hat sich seit Adam und Eva nicht verändert.

Zunächst appelliert der Satan an die Begierden des Menschen.
Jak 1,14-15 „Sondern jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

Adam und Eva wurden vor dem Sündenfall von ihrer Begierde fortgezogen und gelockt, so dass ihre Begierde das Angebot des Satans empfangen hat.

Dies hat sie zur Sünde geführt, in dem sie von dem verbotenen Baum gegessen haben. Die Sünde führte schließlich zu ihrem Tod.

Das gleiche hat der Satan beim Herrn Jesus versucht, nachdem der Herr Jesus 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte.

Als Mensch hatte er die natürlichen Bedürfnisse und Empfindungen, die alle Menschen haben, z. B. Hunger, Durst, Müdigkeit und Schmerz. An diese natürlichen Bedürfnisse hat der Teufel appelliert.

Der Herr Jesus widerstand dem Teufel, indem er Gottes Wort benutzte, um die Lügen und Täuschungen Satans zu entlarven. Er zeigte vollkommenes Vertrauen auf Gott und stellte sich entschieden gegen jede Versuchung (Mt 4):

Hunger
Satan forderte ihn auf, Steine in Brot zu verwandeln. Der Herr Jesus antwortete:
„Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“
Der Herr Jesus zeigte, dass er sich auf Gott und nicht auf seine eigene Macht verließ, um seine Bedürfnisse zu stillen.

Macht und Ehre
Satan bot ihm alle Reiche der Welt an, wenn er ihn anbeten würde. Der Herr Jesus antwortete:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“
Der Herr Jesus lehnte jede Ehre und Macht ab, die durch Kompromisse mit dem Teufel gewonnen werden könnte, und stellte die Herrschaft Gottes über alles.

Prüfung Gottes
Satan forderte ihn auf, sich vom Tempel zu stürzen und Gottes Schutz zu testen. Der Herr Jesus antwortete:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“
Der Herr Jesus ließ sich nicht auf eine selbstsüchtige Demonstration seiner Macht ein, sondern zeigte vollkommenes Vertrauen in Gottes Plan.
Lasst uns dem Beispiel unseres Herrn Jesus folgen.


3. Verantwortung der Seele gegenüber dem Leib

Unsere Seele ist durch das Wort Gottes und durch den Heiligen Geist erneuert, gereinigt, gerettet und geheilt und beginnt den Prozess der Heiligung, sodass wir dem Herrn Jesus immer ähnlicher werden.

Dabei trägt unsere Seele auch die Verantwortung dafür, wie wir mit unserem Leib umgehen, denn unser Leib ist mittelbar der Tempel des Heiligen Geistes und ein Glied am Leib Christi.
1.Kor 6,19-20 „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott in eurem Leib!“

1.Kor 6,15 (Glied des Christus) „Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne!“

Alles, was in unserer Macht liegt in Bezug auf unseren Leib, steht somit in unserer Verantwortung – sei es in Fragen der Ernährung, Bewegung, des Lebenswandels oder insbesondere der Heiligung unserer Leiber, die wir als ein wohlgefälliges Opfer darbringen sollen.
Rö 12,1 „Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“

1.Kor 10,31 „Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.“

Dennoch müssen wir uns bewusst sein, dass unsere Leiber der sündigen Natur teilhaftig und daher Krankheiten sowie letztlich dem Tod unterworfen sind. Dies soll uns jedoch nicht entmutigen, auch, wenn wir sehen, wie unser Leib verfällt.
2.Kor 4,16 „Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.“

Sehen wir den Unterschied? Während unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.

Die vollständige Heilung unseres Leibes wird erst bei der Entrückung stattfinden.
Phil 3,20-21 „Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird mit seinem Leib der Herrlichkeit.“

Bei der Wiederkunft des Herrn Jesus werden unsere sterblichen Leiber verwandelt, und wir werden einen verherrlichten Leib erhalten, der frei von Krankheit, Schmerz und Tod ist.
1.Kor 15, 42-44 „So ist auch die Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Vergänglichkeit und auferweckt in Unvergänglichkeit; es wird gesät in Unehre und auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib und auferweckt ein geistlicher Leib.“

Diese künftige Verwandlung ist Teil unserer Hoffnung und ein zentraler Bestandteil der Verheißung Gottes.


4. Verantwortung der Seele gegenüber dem Heiligen Geist

Als Gläubige haben wir eine neue Identität und Berufung in Christus erhalten. Gott hat uns den Geist der Sohnschaft gegeben, sodass wir nicht länger in Furcht leben, sondern „Abba, Vater“ rufen können. Diese Gabe bringt eine Verantwortung mit sich, sowohl für unseren Leib als auch für den Geist Gottes in uns.

Der Geist Gottes wohnt in uns, und unsere Seele muss sich ihm unterstellen. Der Geist Gottes möchte uns führen, trösten und lehren. Doch wir haben die Wahl, ob wir seinem Wirken gehorchen oder es missachten.
Eph 4,30 „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin.“

Wenn unsere Seele sich den Begierden des Fleisches hingibt, missachten wir den Geist Gottes.

Das führt zur Betrübnis des Heiligen Geistes und befleckt sowohl unsere Seele als auch unser Gewissen.

Wir lasen in Jak 1,15 „die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

Deshalb sollen wir, sobald wir sündigen, unverzüglich umkehren und nicht in der Sünde verharren. Der Apostel Paulus warnt eindringlich davor.
1.Thess 5,19 „Den Geist löscht nicht aus!.“


5. Warnung vor falschen Lehren

Die Lehre, dass die vollständige Heilung des Leibes bereits hier und jetzt garantiert ist, ist eine Lüge, die den natürlichen Menschen anspricht.

Sie entspringt nicht der Wahrheit Gottes, sondern ist ein Werkzeug des Satans, um sowohl Ungläubige als auch unreife Gläubige zu täuschen.
2.Kor 4,16-18 „Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.
Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine über die Maßen gewichtige und ewige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.“

Nirgendwo in allen 21 Apostelbriefen an die Gemeinden finden wir die Zusage, dass wir in diesem Leben die vollständige Heilung unseres Leibes empfangen werden.

Im Gegenteil: Wir werden immer wieder erinnert, dass wir innerlich noch seufzen, weil die volle Verwirklichung dessen noch aussteht, wozu wir als Gottes Söhne und Töchter bestimmt sind: Wir warten darauf, dass auch unser Körper erlöst wird.
Rö 8,23 „Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes.“

Dieser Vers zeigt, dass die vollständige Heilung und Erlösung unseres Leibes ein zukünftiges Ereignis ist, das bei der Wiederkunft des Herrn Jesus stattfindet, und nicht eine Verheißung für dieses irdische Leben ist.

Selbstverständlich hat Gott in seiner Weisheit unserem Leib Selbstheilungskräfte gegeben. Ebenso hat er der Menschheit die Gabe der Medizin geschenkt, die uns bei der leiblichen Heilung helfen kann. Und natürlich dürfen wir Gott im Gebet um eine übernatürliche Heilung bitten; und wenn es seinem Willen entspricht, wird er handeln.

Der natürliche Mensch richtet seinen Fokus nur auf das Sichtbare und legt Heilung nur auf den Leib aus.

Doch wir als geistliche Menschen wissen, dass die wahre Heilung zunächst in unserer Seele, ja in unserem menschlichen Geist geschieht, gefolgt von der täglichen Erneuerung unserer Sinne und schließlich der Verwandlung des Leibes bei der Wiederkunft unseres Herrn.
Rö 12,2 „Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“


6. Unsere Hoffnung

Gott hat uns durch seinen Geist der Sohnschaft eine wunderbare Gabe und Berufung geschenkt.

Unsere Seele hat die Verantwortung:
  1. Sich selbst reinzuhalten
  2. Den Leib als heiliges Opfer darzubringen,
  3. Dem Geist Gottes in uns zu gehorchen und ihn nicht zu betrüben,
  4. In Gemeinschaft mit Gott zu leben und „Abba, Vater“ zu rufen.
Lasst uns unser Leben so gestalten, dass wir Gott in allem verherrlichen und die Gnade seiner Gegenwart durch seinen Geist in uns bewahren, damit wir mit Paulus voller Freude und Zuversicht sagen können:
2.Tim 2,7-8 „7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.
8 Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“


AMEN!

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Reinhold Thalhofer
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Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.