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Der eine Gott und sein Christus – Die Trinität aus biblischer Sicht.

Heute geht es weiter, mit unserem Serien-Thema. Diese Serie führt uns anhand der Heiligen Schrift in die Unterscheidung zwischen göttlicher Wahrheit und menschlichem Irrtum.

DER EINE GOTT UND SEIN CHRISTUS - DIE TRINITÄT AUS BIBLISCHER SICHT.

TEIL A – DAS FUNDAMENT:
Kapitel 5: Der Geist Gottes – Gottes Kraft, Gegenwart und Wirken.

Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel:
  1. Warum dieses Thema entscheidend ist.
  2. Der Geist Gottes ist Gottes eigener Geist.
  3. Der Geist Gottes ist nicht ein anderer Gott neben Gott.
  4. Der Geist Gottes wirkt, redet und offenbart.
  5. Gott wirkt durch seinen Sohn in der Kraft seines Geistes.
  6. Der Geist verherrlicht den Sohn – und der Sohn verherrlicht den Vater.
  7. Der Geist wohnt in den Gläubigen.
  8. Die Gefahr menschlicher Vorstellungen.
  9. Schlussgedanke – Der Geist führt immer zu Gott und seinem Christus.

1. Warum dieses Thema entscheidend ist.

Nachdem wir im vierten Kapitel gesehen haben, dass der Christus nicht aus einer Person, sondern vielmehr aus dem Haupt und seinem Leib besteht, nämlich dem Herrn Jesus und seiner Gemeinde - und dass dies ein Geheimnis war, wollen wir nun das nächste entscheidende Kapitel betrachten:

Der Geist Gottes – Gottes Kraft, Gegenwart und Wirken.

Auch hier ist unsere Erfahrung, dass der Heilige Geist in den unterschiedlichen Denominationen - also in den christlichen Glaubensgemeinschaften - ganz unterschiedlich verstanden und verkündigt wird.

Nachdem wir gesehen haben, dass die Heilige Schrift den Vater als den einen wahren Gott offenbart und den Herrn Jesus Christus als den Erstgeborenen Sohn Gottes, stellt sich nun die nächste wichtige Frage:

  • Wer ist der Heilige Geist?
Gerade hier herrscht ebenfalls große Verwirrung.

Viele Menschen sprechen vom Heiligen Geist als eigenständige göttliche Person, während andere ihn lediglich als eine unpersönliche Kraft betrachten.

Doch weder menschliche Traditionen noch philosophische Überlegungen dürfen unser Verständnis bestimmen. Entscheidend ist allein die Frage:
  • Was sagt die Heilige Schrift?
Dabei fällt sofort auf: Die Schrift spricht überwiegend nicht von einem „dritten Gott" oder einer „dritten göttlichen Person", sondern vom:
  • Geist Gottes,
  • Geist des Vaters,
  • Geist des Herrn,
  • Geist Christi.
  • Geist der Sohnschaft.
Schon diese Bezeichnungen weisen darauf hin, dass der Geist der Geist Gottes ist und von Gott ausgeht. Wir wissen aus der Heiligen Schrift, dass Gott Geist ist und durch seinen Geist allgegenwärtig wirkt. Durch seinen Geist erfüllt er Himmel und Erde und wirkt in seiner gesamten Schöpfung.
  • Joh 4,24 „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“
  • Jer 23,24 „Oder kann sich jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde? spricht der HERR.“
  • Ps 139,7-10 „Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Führe ich zum Himmel hinauf, so bist du da; bettete ich mir im Totenreich, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“
  • Eph 4,6 „Ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“
  • Und besonders passend zu dieser Erkenntnis:
    Eph 1,23 „Die sein Leib ist (die Gemeinde), die Fülle dessen (dem Vater), der alles in allen erfüllt.“

Diese Stellen zeigen übereinstimmend:
  • Gott ist Geist.
  • Gottes Geist ist nicht von Gott getrennt.
  • Gott ist durch seinen Geist allgegenwärtig.
  • Gott erfüllt Himmel und Erde.
  • Gott wirkt durch seinen Geist in allem.
  • Gott erfüllt alles in allem.
Damit wird bereits die grundlegende biblische Ausgangslage gelegt: Der Heilige Geist wird zunächst nicht als Teil der dreieinigen Gottheit vorgestellt, sondern als der Geist Gottes, durch den Gott gegenwärtig ist, wirkt, offenbart und alles erfüllt.

Dadurch entsteht ein natürlicher Übergang zu 1. Korinther 2,11, wo der Apostel Paulus den Geist Gottes mit dem Geist des Menschen vergleicht.
"Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes."

2. Der Geist Gottes ist Gottes eigener Geist.

Die einfachste Erklärung liefert die Schrift selbst. Das haben wir gerade gesehen im 1.Kor 2,11 ...

Der Apostel Paulus verwendet hier einen Vergleich.
  • Jeder Mensch besitzt seinen eigenen Geist.
  • Dieser Geist ist keine zweite Person neben dem Menschen.
  • Er gehört zu ihm.
Genauso kennt der Geist Gottes die Tiefen Gottes.
  • Der Geist Gottes ist Gottes eigener Geist.
Darum lesen wir:
Matt 10,20 „Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters ist's, der durch euch redet."

Nicht: eine dritte Gott-Person. Sondern: „der Geist eures Vaters."
Ebenso: Eph 4,30 „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes."

Die Schrift nennt ihn immer wieder:
  • Geist Gottes,
  • Geist des Vaters.

3. Der Geist Gottes ist nicht ein anderer Gott neben Gott.

Die Schrift kennt nur einen Gott.
1.Kor 8,6 „So ist doch für uns nur ein Gott, der Vater, von welchem alle Dinge sind."

Wenn der Geist Gottes eine weitere eigenständige Gott-Person wäre, müsste die Schrift dies klar lehren.

Doch stattdessen lesen wir:
Röm 8,11 „Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt ..."

Hier wird der Geist ausdrücklich dem zugeordnet, der Jesus auferweckt hat: Gott, dem Vater. Der Geist erscheint nicht als ein zweiter oder dritter Gott. Vielmehr wirkt Gott - der Vater selbst - durch seinen Geist.


4. Der Geist Gottes wirkt, redet und offenbart.

Manche schließen daraus, dass der Heilige Geist eine eigenständige Person neben Gott sein müsse, weil die Schrift davon spricht, dass der Geist redet, lehrt, bezeugt, offenbart und führt.

Doch die entscheidende Frage lautet nicht:
  • Spricht der Geist?
    Die Schrift bezeugt eindeutig, dass er spricht.
Die eigentliche Frage lautet:
  • Spricht der Geist unabhängig von Gott oder ist er das Mittel, durch das Gott selbst redet und wirkt?
    Die Heilige Schrift zeigt durchgehend Letzteres.
Der Geist Gottes wird niemals als eine von Gott unabhängige Quelle eigener Gedanken, eigener Pläne oder eines eigenen Willens vorgestellt. Vielmehr offenbart der Geist stets das, was von Gott ausgeht.

So lesen wir:
  • Apg 13,2 „Da sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe!“
    Der Heilige Geist spricht.
Doch die Schrift zeigt an vielen anderen Stellen, dass Gott seine Diener durch seinen Geist beruft, sendet und leitet. Der Geist handelt dabei nicht unabhängig von Gott, sondern ist das Werkzeug göttlicher Offenbarung.

Dies wird besonders deutlich durch die Worte des Herrn Jesus:
  • Joh 16,13 „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden.“
Beachte diese wichtige Aussage:
  • Der Geist redet nicht aus sich selbst.
  • Er spricht das, was er empfängt.
Der Herr Jesus beschreibt den Geist also nicht als unabhängigen Ursprung göttlicher Offenbarung, sondern als denjenigen, der das offenbart, was Gott beschlossen hat.

Dasselbe Muster finden wir bei den Propheten. Dazu schreibt der Apostel Petrus:
  • 2.Petr 1,21 „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“
Die Erkenntnis daraus:
  • Die Propheten redeten.
  • Der Heilige Geist wirkte.
  • Doch letztlich war es Gott, der sprach.
Deshalb lesen wir im Alten Testament immer wieder: „So spricht der HERR.“
Obwohl die Worte durch Menschen und durch den Geist Gottes übermittelt wurden.

Der Geist ist also nicht eine zweite Quelle göttlicher Offenbarung neben Gott, sondern Gott offenbart seine Gedanken durch seinen Geist.

Dies erklärt auch die Worte des Apostels Paulus:
1.Kor 2,10-11 „Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist ... Denn wer von den Menschen kennt die Gedanken des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die Gedanken Gottes als nur der Geist Gottes.“

So wie der Geist eines Menschen nicht unabhängig von dem Menschen existiert oder eigene Gedanken neben ihm entwickelt, so offenbart auch der Geist Gottes die Gedanken Gottes.
  • Darum redet der Geist Gottes.
  • Darum offenbart der Geist Gottes.
  • Darum führt der Geist Gottes.
Doch in all diesem Reden, Offenbaren und Wirken begegnen wir letztlich dem einen Gott selbst - dem Vater - der durch seinen Geist redet und handelt.

Insbesondere der Verweis auf Johannes 16,13 ist sehr wertvoll, weil der Herr Jesus dort ausdrücklich sagt:
  • „Denn er wird nicht aus sich selbst reden.“
Das ist genau die Schriftstelle, die die Aussage „Der Geist spricht niemals unabhängig von Gott“ klar begründet. Sie verbindet Apostelgeschichte 13,2, 2. Petrus 1,21 und 1. Korinther 2,11 zu einer logischen Argumentationskette.


5. Gott wirkt durch seinen Sohn in der Kraft seines Geistes.

Von der ersten bis zur letzten Seite der Heiligen Schrift begegnet uns dieselbe göttliche Ordnung:
  • Der Vater ist Ursprung aller Dinge.
  • Der Sohn ist der von Gott eingesetzte Mittler seines Handelns.
  • Der Heilige Geist ist Gottes wirkende Gegenwart und Kraft.
Der eine Gott handelt also durch seinen Sohn in der Kraft seines Geistes.
Diese Ordnung finden wir bereits bei der Schöpfung.
  • 1.Kor 8,6 „so ist doch für uns nur ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“
Beachte die Reihenfolge:
  • von dem Vater,
  • durch den Sohn.
Der Vater ist die Quelle. Der Sohn ist der Ausführende.

Ebenso lesen wir:
  • Kol 1,15 Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. 
    16 „Denn in ihm (Christus) ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist ... alles ist durch ihn (vom Vater-durch den Sohn) und für ihn (für den Vater) geschaffen.“
Gott erschuf alle Dinge durch seinen Sohn, für sich selbst.

Doch gleichzeitig wirkte dabei auch der Geist Gottes.
  • 1.Mose 1,2 „Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“
So erkennen wir bereits bei der Schöpfung:
  • Der Vater beschließt.
  • Der Sohn führt aus.
  • Der Geist wirkt die Kraft Gottes.
Dieselbe Ordnung finden wir bei der Menschwerdung des Herrn Jesus.
Lk 1,35 „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“
  • Der Vater wirkt.
  • Der Sohn wird gesandt.
  • Der Heilige Geist vollbringt das Werk Gottes.
Auch im Dienst des Herrn Jesus erkennen wir diese Ordnung.
Apg 10,38 „Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat.“
  • Der Sohn wirkte niemals unabhängig vom Vater.
  • Der Vater wirkte durch seinen Sohn.
  • Und der Sohn wirkte in der Kraft des Geistes Gottes.
Selbst die Bildung des Christus, des Hauptes und des Leibes, geschieht nach derselben göttlichen Ordnung.
Eph 1,22-23 „Und alles hat er (der Vater) seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“
  • Der Vater setzt den Sohn als Haupt ein.
  • Der Sohn leitet den Leib.
  • Der Geist verbindet Haupt und Leib zu einer lebendigen Einheit.
    1.Kor 12,13 „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden.“
Auch die Leitung der Gläubigen geschieht nach dieser Ordnung.
Röm 8,14 „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“
  • Der Geist spricht nicht aus sich selbst.
  • Er offenbart die Gedanken Gottes.
  • Er verherrlicht den Sohn.
Und der Sohn offenbart und verherrlicht den Vater.
Joh 16,14 „Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“

Aber es ist wichtig, auch den nächsten Vers zu lesen, sonst könnte man meinen, alles geht vom Sohn aus ...
  • Joh 16,15 "Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, dass er von dem Meinen nehmen und euch verkündigen wird." 
So führt das gesamte Wirken Gottes immer zu derselben wunderbaren Erkenntnis:
  • Der Vater ist Ursprung aller Dinge.
  • Der Sohn ist der von Gott eingesetzte Herr, Mittler und Ausführende seines Willens.
  • Der Heilige Geist ist Gottes wirkende Gegenwart und Kraft.


6. Der Geist verherrlicht den Sohn – und der Sohn verherrlicht den Vater.

Der Herr Jesus sagt über den Heiligen Geist:
Joh 16,13-14 „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“

Der Geist richtet die Aufmerksamkeit also nicht auf sich selbst.
  • Er verherrlicht den Sohn.
  • Er offenbart den Sohn.
  • Er macht die Herrlichkeit des Sohnes sichtbar.
Doch damit endet die göttliche Ordnung nicht.
  • Denn der Sohn selbst verherrlicht nicht sich selbst, sondern seinen Vater.
Während seines gesamten Dienstes auf der Erde suchte der Herr Jesus niemals seine eigene Ehre.
Joh 8,50 „Ich aber suche nicht meine Ehre; es ist einer, der sie sucht und der richtet.“

Wir haben oben gesehen, dass Gott, der Vater, durch seinen Geist den Sohn verherrlicht, doch die Herrlichkeit Gottes bleibt nicht beim Haupt stehen. Der Vater führt durch seinen Sohn viele Söhne zur Herrlichkeit und verherrlicht mit dem Haupt auch dessen Leib.

So wird der Christus – Haupt und Leib – in Herrlichkeit vollendet werden, zur Ehre Gottes, des Vaters.
  • Röm 8,17 „Sind wir aber Kinder, so auch Erben – Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mit leiden, damit wir auch mit verherrlicht werden.“
  • Röm 8,29-30 „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; die er aber berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.“
  • Hebr 2,10 „Denn es geziemte ihm, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen.“
So erkennen wir die Größe des Heilsplanes Gottes: Der Vater verherrlicht seinen Erstgeborenen Sohn nicht für sich allein, sondern führt durch ihn viele Brüder zur gleichen Herrlichkeit, damit der Christus als Haupt und Leib vollendet werde und Gott, der Vater, alles in allem sei.

Ebenso lesen wir über die Vollendung aller Dinge:
1.Kor 15,27-28 „Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei.“

Hier sehen wir das endgültige Ziel des gesamten Heilsplanes Gottes.
  • Nicht der Geist steht im Mittelpunkt.
  • Nicht einmal der Sohn steht als Endziel im Mittelpunkt.
Sondern:
  • Gott wird alles in allem sein.
Damit wäre die Wirkungskette des Wortes Gottes und seines Ratschlusses konsequent:
Geist → Sohn → Vater
oder anders formuliert:
Der Geist offenbart den Christus. Der Christus offenbart den Vater. Der Vater bleibt Ursprung, Ziel und Vollendung aller Dinge.


7. Der Geist wohnt in den Gläubigen.

Eine gewaltige Wahrheit der Gemeinde ist:
  • Gott wohnt durch seinen Geist in seinen Kindern.
    1.Kor 3,16 „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt?"
  • Durch den Geist ist Gott gegenwärtig.
    Eph 2,22 „... zu einer Wohnung Gottes im Geist."
Die Gemeinde wird nicht Wohnung einer dritten Gott-Person genannt. Sie wird Wohnung Gottes genannt.


8. Die Gefahr menschlicher Vorstellungen.

Seit Jahrhunderten versuchen Menschen, das Wesen Gottes mit philosophischen Begriffen zu erklären.
  • Doch die Schrift fordert uns nicht auf, philosophische Modelle zu entwickeln.
  • Sie fordert uns auf, dem zu glauben, was geschrieben steht.
Der Geist Gottes wird uns nicht gegeben, damit wir über Gottes Wesen spekulieren, sondern damit wir:
  • Gott erkennen,
  • Christus erkennen,
  • und Gottes Willen tun.


9. Schlussgedanke - der Geist führt immer zu Gott und seinem Christus.

Wenn wir den Geist Gottes richtig verstehen, erkennen wir:
  • Er kommt von Gott.
  • Er offenbart Gott.
  • Er verherrlicht Christus - und Christus verherrlicht den Vater.
  • Er wirkt in der Gemeinde.
  • Er verbindet den Leib mit seinem Haupt.
  • Und den gesamten Christus mit Gott.
Und letztlich führt sein ganzes Wirken immer zu dem einen Ziel: zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.
  • Eph 1,17 „... damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst."
Der Geist Gottes lenkt die Gläubigen nicht von Gott weg, sondern immer tiefer hinein in die Erkenntnis Gottes und seines Christus.

Der eine Gott wirkt durch seinen Sohn in der Kraft seines Geistes.

Diese Wahrheit ist ein hervorragender Schlussgedanke des gesamten Kapitels, weil er die biblische Ordnung sehr schön zusammenfasst:
  • Vom Vater — durch den Sohn — im Heiligen Geist.
Oder mit den Worten des Apostels:
Röm 11,36 „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.“

Alles bezieht sich auch hier auf Gott, den Vater, der alles durch seinen Sohn und in der Kraft seines Geistes wirkt. Dadurch entsteht eine harmonische Verbindung zwischen Kapitel 4 (Das Geheimnis des Christus) und Kapitel 5 (Der Geist Gottes – Gottes Kraft, Gegenwart und Wirken)

AMEN!

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Reinhold Thalhofer
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Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.