Diese E-Mail teilenKopiere den öffentlichen Link oder teile ihn auf deinem Lieblingskanal.
GJC-Zeichen_800

Der Reichtum des Christus - Teil 1.

Die Gebote Gottes in den verschiedenen Heilszeiten

heute studieren wir anhand des Wortes Gottes folgendes Thema:

Der Reichtum des Christus - Teil 1.

Gottes ewiger Vorsatz im Christus.

Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel:
  1. Der Apostel und die Offenbarung des Geheimnisses.
  2. Die Empfänger: die Heiligen in Christus.
  3. Gnade und Friede aus zwei Quellen.
  4. Die himmlischen Segnungen – nicht irdisch, sondern ewig.
  5. Auserwählt vor Grundlegung der Welt.
  6. Die Stellung vor Gott: heilig und untadelig in Liebe.
  7. Der Anfang einer neuen Heilskörperschaft.

1. Der Apostel und die Offenbarung des Geheimnisses.

Der Epheserbrief beginnt nicht einfach mit einer Begrüßung – er beginnt mit einer göttlichen Autorität.
Der Apostel Paulus stellt sich vor als jemand, der nicht durch Menschen, sondern durch Gottes Willen ein Apostel ist.
Eph 1,1 „Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, den Heiligen und Treuen in Christus Jesus, die in Ephesus sind:“

Das ist entscheidend.
Denn das, was nun folgt, ist keine Weiterführung des bereits bekannten Evangeliums vom Reich, das der Herr Jesus dem Haus Israel verkündigt hat. Es ist auch keine Erweiterung jüdischer Verheißungen.
Es ist ein Geheimnis, das vorher verborgen war.
Dieses Geheimnis hat Gott durch den Sohn dem Apostel Paulus offenbart.

Was ist überhaupt „das Geheimnis“?
Im Neuen Testament – besonders in den Briefen des Apostels Paulus – bedeutet „Geheimnis“ nicht etwas Rätselhaftes, sondern: eine Wahrheit, die vorher verborgen war und jetzt offenbart wurde
Eph 3,3–5 „… dass mir durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden ist … das in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden ist, wie es jetzt offenbart worden ist …“

Das heißt:

  • Dieses Geheimnis war nicht im Alten Testament offenbart
  • Es war nicht Bestandteil des Evangeliums vom Reich
  • Es war in Gott verborgen
Eph 3,9 „… das Geheimnis, das von den Zeitaltern her verborgen war in Gott …“

Wichtig:

  • nicht verborgen in der Schrift
  • nicht verborgen in Gleichnissen
  • sondern in Gott selbst
Das bedeutet:
Kein Mensch, kein Prophet, kein Engel konnte es kennen.
Wer hat dieses Geheimnis offenbart?
Gal 1,12 „Denn ich habe es weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.“

Wie ist der Ablauf zu verstehen?

  • Gott (der Vater) ist die Quelle des Geheimnisses.
  • Der Sohn (der Herr Jesus) ist der Offenbarer.
  • Der Apostel Paulus ist der Empfänger und Verwalter.
Hier beginnt etwas Neues. Nicht ein verbessertes Israel. Nicht eine Ausweitung des alten Bundes. Sondern eine neue Heilskörperschaft – der Leib Christi.


2. Die Empfänger: die Heiligen in Christus.

Eph 1,1 „… den Heiligen und Treuen in Christus Jesus …“
Hier sehen wir sofort einen fundamentalen Unterschied.

Die Empfänger sind nicht:

  • ein Volk auf der Erde
  • nicht eine Nation
  • nicht Israel
Sondern: Heilige im Christus. Das ist eine völlig neue Stellung.
„In Christus“ bedeutet:
  • verbunden mit dem Erstgeborenen
  • hineingestellt in seine Stellung vor dem Vater
  • Teil seines Leibes
Diese Heiligkeit ist keine Leistung. Sie ist eine Stellung, die Gott gegeben hat.


3. Gnade und Friede aus zwei Quellen.

Eph 1,2 „Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Hier begegnen uns zwei Quellen:

  • Gott, der Vater → Ursprung
  • der Herr Jesus Christus → der Mittler
Die Gnade kommt vom Vater. Der Zugang geschieht durch den Sohn. Das zeigt: Alles, was wir empfangen, ist nicht verdient, sondern geschenkt.

Und der Friede ist die Folge:

  • Friede mit Gott
  • Friede in der Stellung
  • Friede im Gewissen


4. Die himmlischen Segnungen - nicht irdisch, sondern ewig.

Eph 1,3 „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern im Christus.“

Hier öffnet sich eine gewaltige Wahrheit.
Nicht:
  • Land
  • Wohlstand
  • irdische Herrschaft
Sondern: jede geistliche Segnung in den himmlischen Örtern
Das ist der entscheidende Unterschied zum Evangelium des Reiches.
Israel erwartete:
  • ein Reich auf der Erde
  • Segnungen im Land
  • sichtbare Herrschaft
Die Gemeinde hingegen:
  • hat himmlische Segnungen
  • eine himmlische Stellung
  • ein himmlisches Erbe
Diese Segnungen sind:
  • vollständig („jede“)
  • geistlich
  • in Christus
Das bedeutet: Uns fehlt nichts.


5. Auserwählt vor Grundlegung der Welt.

Eph 1,4 „wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und untadelig vor ihm seien in Liebe.“

Zwei göttliche Linien: vor und seit Grundlegung der Welt.
Die Schrift zeigt uns zwei unterschiedliche Linien im Handeln Gottes:
1. Die Linie „seit Grundlegung der Welt“
Diese betrifft das irdische Volk Gottes – Israel
2. Die Linie „vor Grundlegung der Welt“
Diese betrifft die himmlische Berufung in Christus

Israel – erwählt in Verbindung mit der Schöpfung. Israel steht immer in Verbindung mit:
  • der Erde
  • der Geschichte
  • der Zeit
Matt 25,34 „Kommt her, Gesegnete meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an.“

Das Reich:

  • ist seit Grundlegung der Welt bereitet
  • gehört zur Schöpfungsordnung
  • ist sichtbar und irdisch
Auch die Erwählung Israels:
  • geschieht innerhalb der Zeit
  • innerhalb der Geschichte
  • innerhalb der Schöpfung
Die Gemeinde – auserwählt vor Grundlegung der Welt, Eph 1,4 zeigt etwas völlig anderes: vor Grundlegung der Welt.

Das bedeutet:

  • bevor die Erde existierte
  • bevor Zeit begann
  • bevor Sünde eintrat
  • bevor es überhaupt eine Schöpfungsordnung gab
Gott hatte bereits einen Vorsatz: eine himmlische Familie in Christus

Der Unterschied ist nicht klein – er ist grundlegend.
Israel:
  • gehört zur Erde
  • hat Verheißungen im Land
  • lebt innerhalb der Zeit
Die Gemeinde:
  • gehört zum Himmel
  • hat ihre Stellung im Christus
  • ist im ewigen Vorsatz Gottes gegründet
Das eine ist schöpfungsbezogen - das andere ist ewigkeitsbezogen.

Der Erstgeborene und die Seinen
Der Erstgeborene – der Sohn Gottes – steht selbst vor aller Schöpfung.
Kol 1,15 „… der Erstgeborene aller Schöpfung.“

Das bedeutet:

  • Ursprung vor allem Geschaffenen
  • Vorrang über allem
Und nun geschieht etwas Gewaltiges: Wir sind in ihm auserwählt
Eph 1,4 „… in ihm … vor Grundlegung der Welt …“

Das heißt:

  • unsere Erwählung ist an ihn gebunden
  • unsere Stellung ist in seiner Stellung
Eine gemeinsame Herkunft im Vorsatz Gottes. Hier liegt eine tiefe Wahrheit:
So wie der Sohn seinen Ursprung im Vater hat, so haben auch wir unseren Ursprung im Vorsatz Gottes. Nicht als eigenständige Quelle – sondern in Verbindung mit dem Sohn.

Das bedeutet:

  • nicht ein später hinzugefügtes Volk
  • nicht eine „Plan B“-Lösung
Sondern: von Anfang an im Herzen Gottes

Keine Reaktion – sondern ewiger Vorsatz
Oft wird gedacht: die Gemeinde ist eine Reaktion auf Israels Versagen ...
Aber Eph 1 zeigt: Das ist einfach falsch.

Denn:

  • unsere Erwählung liegt vor der Schöpfung,
also auch vor:
  • dem Fall des Menschen
  • dem Gesetz
  • Israel
Das bedeutet:
Die Gemeinde ist kein Notplan. Sie ist ein ewiger Vorsatz Gottes.

Ziel dieser Erwählung
Eph 1,4 „… dass wir heilig und untadelig vor ihm seien in Liebe.“

Das Ziel ist nicht:

  • ein Land
  • ein Reich
  • äußere Segnung
Sondern: eine Stellung vor Gott selbst
  • in seiner Gegenwart
  • in seiner Liebe
  • in Gemeinschaft mit ihm
Die Größe dieser Wahrheit: Wenn wir das erfassen, erkennen wir:
Unsere Berufung ist:
  • nicht zeitlich
  • nicht irdisch
  • nicht vergänglich
Sondern:
  • ewig
  • himmlisch
  • in Christus gegründet


6. Die Stellung vor Gott: heilig und untadelig in Liebe.

Eph 1,4 „… dass wir heilig und untadelig vor ihm seien in Liebe.“

Das ist unsere Stellung:

  • heilig → abgesondert für Gott
  • untadelig → ohne Makel vor ihm
Und das alles: vor ihm. Nicht vor Menschen. Nicht äußerlich. Sondern in Gottes Gegenwart. Und der Raum dieser Stellung ist: in Liebe!

Das bedeutet:

  • nicht unter Gesetz
  • nicht unter Druck
  • sondern in einer Beziehung


7. Der Anfang einer neuen Heilskörperschaft.

Was wir in Epheser 1,1–4 vor uns haben, ist nicht einfach eine lehrmäßige Einführung – es ist die Offenbarung eines göttlichen Anfangs, der alles übersteigt, was zuvor war.

Hier beginnt nicht eine Reform. Hier beginnt nicht eine Korrektur. Hier beginnt nicht eine Fortsetzung.
Hier beginnt etwas völlig Neues im Vorsatz Gottes.

Eine neue Berufung:

Nicht mehr eine Berufung auf die Erde, nicht mehr ein Leben im Rahmen einer irdischen Verheißung,
sondern eine Berufung, die ihren Ursprung im Himmel hat und ihr Ziel vor Gott selbst findet.

Eine neue Stellung:

Nicht mehr außerhalb, nicht mehr unter Geboten stehend, nicht mehr auf Distanz – sondern in Christus.

Hineingestellt in seine Stellung, angenommen in ihm, verbunden mit ihm.
Ein neues Verhältnis zu Gott: Nicht mehr als ein Volk unter vielen Nationen, nicht mehr als Knechte unter einem Gesetz – sondern als Söhne vor dem Vater, in Liebe, in Nähe, in Gemeinschaft.

Das ist keine Fortsetzung Israels. Das ist kein erweitertes irdisches Volk.
Das ist der Leib Christi.
  • Eine Einheit, die vorher nicht existierte.
  • Eine Verbindung, die kein Mensch erdenken konnte.
  • Ein Organismus, der aus dem Erstgeborenen und allen besteht, die in ihn hineingestellt sind.
Und nun geschieht das Gewaltige:
Alle, die dieses Evangelium hören und glauben, werden nicht nur belehrt – sie werden hineingestellt.
  • hineingestellt in den Christus
  • hineingestellt in seine Stellung vor dem Vater
  • hineingestellt in diese neue, lebendige Einheit
Sie werden nicht verbessert – sie werden neu gemacht. Sie werden nicht hinzugefügt – sie werden eingegliedert. Sie gehören nicht mehr sich selbst – sie gehören zu dieser himmlischen Körperschaft.

Zusammenfassung und Abschluss
Epheser 1,1–4 öffnet uns einen Blick in die Tiefen Gottes selbst:
  • Der Ursprung liegt nicht in der Zeit, sondern im ewigen Vorsatz Gottes.
  • Die Offenbarung kam nicht durch Menschen, sondern durch den Sohn an den Apostel Paulus.
  • Die Stellung ist nicht auf der Erde, sondern in Christus.
  • Die Segnungen sind nicht sichtbar, sondern himmlisch und vollständig.
  • Die Auserwählung geschah nicht später, sondern vor aller Zeit.
  • Und das Ziel ist nicht äußerlich, sondern: eine heilige und untadelige Stellung vor Gott – in Liebe.
Liebe Geschwister
  • das ist nicht Religion.
  • das ist nicht ein besseres Leben im Alten.
  • das ist nicht eine menschliche Entwicklung.
Das ist Gottes ewiger Plan in Christus. Und wenn wir das erfassen, dann verändert sich alles: Dann sehen wir uns nicht mehr als Menschen auf der Erde, die versuchen, Gott zu gefallen – sondern als solche, die in Christus vor Gott stehen. Dann leben wir nicht mehr aus Mangel – sondern aus der Fülle dessen, was uns bereits gegeben ist. Dann suchen wir nicht mehr unseren Platz – wir haben ihn längst empfangen.

Und so dürfen wir heute mit Gewissheit sagen:

  • Wir sind gewollt – vor Grundlegung der Welt.
  • Wir sind angenommen – im Christus.
  • Wir sind bestimmt – für die Herrlichkeit Gottes.
Und alles, was Gott begonnen hat, wird er auch vollenden.


AMEN!

RT_Rund_neu_431x431
Reinhold Thalhofer
AK_rund
Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.