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Der eine wahre Gott, der Vater – und der Sohn?

Aufstieg und Fall des gesalbten Cherubs


heute geht es um das Thema: "Der eine wahre Gott, der Vater – und der Sohn?"

Diese wichtige Botschaft gliedern wir in folgende Themen:
  1. Einleitung.
  2. Der Ursprung des Sohnes: Der Erstgeborene aller Schöpfung.
  3. Gezeugt, geboren, geschaffen, gemacht – ein und derselbe Anfang.
  4. Die Rolle des Sohnes im Heilsplan Gottes.
  5. Der Glaube an den Sohn ist entscheidend für das ewige Leben.
  6. Schlussgedanken.

1. Einleitung.

Viele Menschen reden von „Gott“, aber sie meinen Unterschiedliches. Auch wenn Juden, Muslime und Christen alle bekennen, an „einen Gott“ zu glauben, so unterscheidet sich das Verständnis dessen, wer dieser Gott ist, grundlegend.

Sogar die meisten sogenannten Christen kennen den Sohn leider nicht so, wie er im Wort Gottes offenbart ist. Der entscheidende Prüfstein ist immer dieselbe Frage: Was sagen sie über den Sohn?

Denn das Wort Gottes bezeugt unmissverständlich:
1.Kor 8,6 „so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.“

Diese eine Aussage fasst die göttliche Ordnung zusammen:
  • Unser einziger Gott ist der Vater – von ihm sind alle Dinge.
  • Unser Herr ist Jesus Christus, der Sohn – durch ihn sind alle Dinge.
Der Vater ist der Ursprung, der Sohn ist der Werkmeister, die Instanz, durch die der Vater handelt. Der Sohn ist nicht der Vater und nicht ohne Anfang, wie der Vater, sondern aus dem Vater hervorgegangen – der Erstgeborene vor aller Schöpfung.

Diese Wahrheit offenbart nicht eine Dreieinigkeit, sondern eine göttliche Ordnung: Der Vater ist unser Gott, der Sohn ist aus IHM.

2. Der Ursprung des Sohnes: Der Erstgeborene aller Schöpfung

Kol 1,15 „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“

Dieser Vers offenbart zwei grundlegende Wahrheiten über den Sohn:
  • Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes – das heißt:
    Gott selbst ist unsichtbar, aber der Sohn macht ihn sichtbar. Niemand hat Gott jemals gesehen, aber in dem Sohn wurde Gott offenbart.
  • Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung – das heißt:
    Der Sohn ist der Erste, der vom Vater hervorgebracht wurde, noch bevor irgendetwas anderes erschaffen war.

Offb 3,14 „Dies sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes.“

Hier spricht der Sohn selbst und nennt sich „der Anfang der Schöpfung Gottes“.

Nicht der Ursprung, sondern der Anfang – der Erste, der aus Gott hervorgegangen ist, bevor Himmel, Erde, Engel oder Menschen existierten. Damit ist er der Erste in der Ordnung der Schöpfung, aber nicht der Schöpfer.

Der Vater allein ist der Ursprung allen Seins. Der Sohn ist das erste Werk, das erste Hervorgebrachte Gottes – durch ihn hat Gott dann alles Weitere geschaffen.
Joh 1,3 „Alles ward durch ihn, und ohne ihn ward auch nicht eines, das geworden ist.“

Der Vater hat durch seinen Sohn alles ins Dasein gerufen. Der Sohn ist also der Werkmeister der Schöpfung, aber nicht der Ursprung der Schöpfung.
Der Vater ist der Schöpfer – der Sohn ist die Instanz, durch das der Schöpfer handelt.

Der Herr Jesus ist damit zugleich einzigartig:
Er ist nicht ein Geschöpf wie die anderen, sondern der Erstgeborene, der vom Vater unmittelbar hervorgebrachte Sohn, in dem das Wesen Gottes sichtbar wird.

3. Gezeugt, geboren, geschaffen, gemacht – ein und derselbe Anfang

In der Theologie wird seit Jahrhunderten gestritten und versucht, zwischen den Begriffen „gezeugt“, „geboren“ und „geschaffen“ zu unterscheiden.
Dabei wird behauptet, dass das „zeugen“ ewig sei, während „geschaffen“ ein zeitlicher Anfang wäre. Diese Unterscheidung ist jedoch nicht biblisch, sondern menschlich-philosophisch.

Das Wort Gottes verwendet diese Begriffe vielmehr synonym, um denselben Ursprung des Sohnes zu beschreiben – nämlich, dass er vom Vater hervorgebracht wurde.
Ps 2,7 „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

Dieser Vers, der in Hebr 1,5 auf den Herrn Jesus angewandt wird, zeigt deutlich, dass dieses „zeugen“ einen bestimmten Zeitpunkt beschreibt – ein „heute“. Es handelt sich also um ein reales Geschehen im Anfang.

Der Sohn hatte also einen Anfang, aber vor allem Geschaffenen. Er ist der Erste – nicht ohne Anfang, sondern vor-zeitlich, das heißt: noch bevor die Zeit existierte, wurde er vom Vater hervorgebracht.

Wenn die Schrift also sagt, der Sohn sei „gezeugt“ oder „geboren“, dann meint sie: "aus dem Vater hervorgegangen."
Hebr 1,5 „Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: »Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt«?, und wiederum: »Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein«?“

„gemacht“

Apg 2,36 „Das ganze Haus Israel soll nun zuverlässig erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“

„geschaffen“

Spr 8,22 „Der HERR hat mich geschaffen als Anfang seines Weges, als erstes seiner Werke von jeher.“

Der Sohn ist vom Vater hervorgegangen – nicht als zweiter Gott für uns, sondern als Abglanz seines Wesens (Hebr 1,3), als sichtbare Offenbarung des unsichtbaren Gottes.

Der Vater bleibt unsichtbar, der Sohn offenbart ihn. Der Sohn hat seinen Ursprung in Gott, aber Gott selbst bleibt der Ursprungslos-Ewige.

4. Die Rolle des Sohnes im Heilsplan Gottes

Der hervorgebrachte Sohn hatte im ewigen Ratschluss des Vaters eine einzigartige Aufgabe. Er sollte der Mittler werden – der Weg, durch den Gott sich den Menschen offenbart und sie mit sich versöhnt.
Joh 3,16 „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Der Vater sandte seinen Sohn – er selbst blieb im Himmel, während der Sohn Mensch wurde. Der Sohn war der Ausführende des göttlichen Heilsplans.
1.Tim 2,5 „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen,
der Mensch Christus Jesus.“

Hier wird erneut der Unterschied klar:
  • Ein Gott – der Vater.
  • Ein Mittler – der Sohn.
Der Herr Jesus selbst bezeugt diese Unterordnung und Abhängigkeit vom Vater:
Joh 14,28 „...denn der Vater ist größer als ich.“

Er nennt den Vater „größer“, weil der Vater der Ursprung und der Geber ist, während der Sohn der Empfangende und Ausführende ist.
  • Der Vater sendet – der Sohn gehorcht.
  • Der Vater will – der Sohn vollbringt.
  • Der Vater ist der Schöpfer – der Sohn ist der Werkmeister.
  • Der Vater ist der Erlöser im Ratschluss – der Sohn ist der Erlöser in der Ausführung.
In diesem Gehorsam hat der Sohn den Willen des Vaters vollkommen getan. Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz (Phil 2,8).

Deshalb hat Gott ihn erhöht und ihm den Namen gegeben, der über jeden Namen ist (Phil 2,9).

Er wurde also erhöht, nicht weil er von Natur unser Gott ist, sondern weil der Vater ihn zum Herrn und Christus gemacht hat, wie es Apg 2,36 sagt:
„So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!“

Hier ist klar: Der Sohn wurde gemacht zum Herrn und Christus. Das zeigt die göttliche Ordnung: Der Vater ist der Gebende, der Sohn ist der Empfangende.

5. Der Glaube an den Sohn ist entscheidend für das ewige Leben

Joh 17,3 „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

Hier spricht der Herr Jesus selbst – und er unterscheidet klar zwischen „dem allein wahren Gott“ (dem Vater) und sich selbst als dem „Gesandten“.

Ewiges Leben besteht nicht darin, eine philosophische Dreieinigkeit zu bekennen, sondern darin, den Vater als den allein wahren Gott zu erkennen und den Sohn als den von ihm gesandten Mittler zu glauben.

Wer den Sohn ablehnt, kennt den Vater nicht. Wer den Sohn hat, hat das Leben.
1.Joh 5,12 „Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.“

Das ewige Leben hängt also an der Beziehung zum Sohn. Nicht, weil der Sohn selbst der Ursprung des Lebens ist, sondern weil der Vater alles Leben durch den Sohn gibt. Der Sohn ist der Kanal, durch den das ewige Leben zu uns fließt.
Joh 5,26 „Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst.“

Der Sohn empfängt das Leben vom Vater – er ist nicht selbst die Quelle, sondern der Träger. So erkennen wir: Der Sohn ist das sichtbare Abbild des unsichtbaren Vaters, der Mittler der Offenbarung, der Gehorsame und der Erhöhte.

Wer an ihn glaubt, tritt durch ihn in Gemeinschaft mit dem Vater.
Joh 14,6 „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“

Der Herr Jesus ist der Weg – nicht das Ziel. Das Ziel ist der Vater. Darum führt jeder Glaube, der den Sohn dem Vater gleichstellt oder ihn mit dem Vater vermischt, an der Wahrheit vorbei. Der wahre Glaube ehrt den Vater durch den Sohn.

6. Schlussgedanke

Der eine wahre Gott ist der Vater. Er allein ist der Ursprung, der Schöpfer, der ewig Seiende, aus dem, durch den und zu dem alle Dinge sind.

Der Herr Jesus Christus ist sein hervorgebrachter Sohn, der Erstgeborene aller Schöpfung, das lebendige Bild des unsichtbaren Gottes, durch den der Vater alles geschaffen hat – und durch den er sich uns offenbart hat in Gnade und Wahrheit.

Der Heilige Geist ist der Geist der Sohnschaft, den der Vater in unsere Herzen gesandt hat, damit wir in lebendiger Gemeinschaft mit ihm stehen,
damit wir „Abba, Vater!“ rufen und wissen, dass wir seine Kinder sind.

So erkennen wir unseren Gott nicht als „Drei-in-Eins“, sondern als den Einen, der sich offenbart hat durch seinen Sohn – zur Erlösung, und in seinem Geist – zur Gemeinschaft.

Diese Erkenntnis ist kein trockener Lehrsatz, sondern die lebendige Offenbarung der Liebe des Vaters, die in seinem Sohn sichtbar geworden ist und in unseren Herzen durch den Heiligen Geist brennt.

Wir sind Kinder des lebendigen Gottes, Teil des Christus, Erben Gottes und Miterben des Herrn Jesus Christus!

Bald wird der Vater seinen Erstgeborenen in Herrlichkeit wieder in den Erdkreis einführen, und wir werden mit ihm offenbar werden in derselben Herrlichkeit.

Dann wird die ganze Schöpfung erkennen, wer Gott wirklich ist – der eine Vater, und sein verherrlichter Sohn, und die durch den Geist der Sohnschaft geeinte Familie Gottes.

Darum:
  • Lasst uns feststehen in dieser Wahrheit,
  • freudig wandeln in dieser Hoffnung,
  • und treu bleiben in dieser Liebe –
  • bis der Herr Jesus kommt!
Ihm sei die Ehre, dem Vater, durch den Sohn, in der Kraft des Heiligen Geistes –in Ewigkeit!


AMEN!

    RT_Rund_neu_431x431
    Reinhold Thalhofer
    AK_rund
    Adnan Krikor
    Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

    Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

    Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.