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Leben als Kinder Gottes.
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heute geht es weiter mit unserer neuen Lehrserie unter dem Titel:
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„Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung.“
Kapitel 7: Die Frucht des Geistes im Alltag.
Die heutige Botschaft gliedern wir wie folgt:
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- Einleitung – Der Alltag macht unser inneres Leben sichtbar.
- Eine Frucht in neun Ausprägungen.
- Frucht wächst aus dem Bleiben in Christus.
- Liebe – der Grundton der Frucht.
- Freude und Friede – unsere innere Ausrichtung.
- Langmut, Freundlichkeit und Güte – unser Umgang miteinander.
- Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit – Festigkeit ohne Härte.
- Der Alltag ist Gottes Wachstumsfeld.
- Wie geben wir dem Geist Gottes Raum?
- Schlussgedanke – An unserer Frucht soll Christus erkannt werden.
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1. Einleitung – Der Alltag macht unser inneres Leben sichtbar.
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In unserer Lehrserie „Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung“ haben wir einen zusammenhängenden Weg betrachtet. Wir sind aus Gott geboren, haben den Geist der Sohnschaft empfangen und sind Kinder und Erben Gottes.
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Als Glieder des Leibes Christi leben wir nicht für uns selbst. Unser himmlischer Vater erzieht und formt uns. Wir sind berufen, im Geist statt im Fleisch zu wandeln. Und zuletzt haben wir gesehen, dass die Gesinnung Christi in uns Gestalt gewinnen soll.
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Damit kommen wir heute zu der sichtbaren Seite dieses inneren Wirkens.
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Wenn der Geist Gottes in uns wohnt und die Gesinnung Christi unser Denken prägt, bleibt dieses innere Wirken nicht verborgen. Die Frucht des Geistes wird in unserem Leben sichtbar.
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Es wird Frucht sichtbar. Nicht nur in besonderen geistlichen Augenblicken, sondern gerade dort, wo unser gewöhnliches Leben stattfindet:
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- in der Ehe,
- in der Familie,
- am Arbeitsplatz,
- in der Gemeinde,
- im Straßenverkehr,
- beim Warten,
- in Gesprächen und im Umgang mit Menschen, die uns enttäuschen oder verletzen.
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Gal 5,22–23 „Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht gerichtet.“
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Der Alltag ist der Ort, an dem sichtbar wird, wovon unser innerer Mensch tatsächlich lebt.
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2. Eine Frucht in neun Ausprägungen.
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Der Apostel Paulus spricht bewusst von der Frucht des Geistes in der Einzahl. Er beschreibt nicht neun voneinander unabhängige Leistungen, aus denen wir uns einige auswählen können. Die neun Eigenschaften gehören zusammen. Sie ergeben ein einheitliches Bild: den Charakter des Herrn Jesus Christus.
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Das ist ein wichtiger Unterschied zu den Werken des Fleisches. In Galater 5 werden diese in der Mehrzahl genannt:
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Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsucht, Zwistigkeiten und vieles andere.
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Das Fleisch zertrennt, macht unruhig und stellt das eigene Ich in die Mitte. Die Frucht des Geistes dagegen hat eine gemeinsame Richtung:
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Sie führt weg von der Selbstbezogenheit und hinein in die Gesinnung Christi.
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Darum ist die Frucht kein Schmuck für besonders reife Christen. Sie ist das sichtbare Ergebnis des neuen Lebens, das Gott jedem wiedergeborenen Kind gegeben hat.
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Sie darf klein beginnen, sie muss wachsen und reifen; aber sie soll vorhanden sein. Es geht dabei nicht darum, andere zu beurteilen.
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Die erste Frage lautet immer: Welche Frucht bringt mein Reden, mein Verhalten und meine Haltung hervor?
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3. Frucht wächst aus dem Bleiben in Christus.
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Joh 15,5 „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“
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Eine Rebe bringt keine Frucht hervor, indem sie sich anstrengt, wie eine Rebe auszusehen.
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Sie trägt Frucht, weil sie mit dem Weinstock verbunden ist und aus ihm Leben empfängt.
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Ebenso ist die Frucht des Geistes kein religiöses Trainingsprogramm und keine christliche Selbstoptimierung.
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Wir können Liebe, Frieden oder Sanftmut nicht dauerhaft aus unserem Fleisch hervorbringen. Die Quelle ist das Leben Christi, das der Geist Gottes in uns wirksam macht. Dennoch geschieht Wachstum nicht ohne unsere Beteiligung.
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Wir bleiben in Christus, indem wir
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- sein Wort aufnehmen und
- die Gemeinschaft des Heiligen Geistes pflegen. Das bedeutet: Wir leben
- in Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater,
- mit unserem erstgeborenen Bruder Jesus Christus und
- miteinander – unter der Führung des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.
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Das Wort Gottes soll nicht nur Information bleiben. Es soll unser Denken, Wollen und Reagieren innerlich durchdringen.
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Wie ein Same aufgenommen und beständig begossen wird, so entsteht Wachstum:
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- Das Wort wird gehört,
- im Herzen bewegt,
- im Alltag befolgt –
- und daraus wächst Frucht.
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Auch die Erziehung des Vaters gehört dazu. Der Herr Jesus sagt, dass der Vater die fruchttragende Rebe reinigt, damit sie mehr Frucht bringt.
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Manches Schwierige in unserem Alltag ist deshalb nicht nur eine Störung. Es kann ein Werkzeug des Vaters sein, durch das Ungeduld, Stolz oder Eigenwille sichtbar werden und wir lernen, seinem Geist Raum zu geben.
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4. Liebe – der Grundton der Frucht.
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Röm 5,5 „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“
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Die Liebe steht an erster Stelle, weil sie alle anderen Ausprägungen durchdringt. Gemeint ist nicht nur Zuneigung zu Menschen, die uns sympathisch sind.
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Die göttliche Liebe sucht das Wohl des anderen, dient und gibt, ohne ständig nach dem eigenen Vorteil zu fragen. Sie ist nicht bloß ein Gefühl, sondern eine Entscheidung und ein Verhalten.
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Im Alltag zeigt sich diese Liebe sehr konkret.
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- Sie hört zu, obwohl wir selbst reden möchten.
- Sie trägt die Schwachheit eines Angehörigen, ohne ihn immer wieder daran zu erinnern.
- Sie freut sich über den Erfolg eines anderen, statt sich zu vergleichen.
- Sie spricht die Wahrheit, aber nicht mit dem Ziel, zu verletzen.
- Sie vergibt, weil auch uns vergeben wurde.
- Und sie betet für einen schwierigen Menschen, statt im Herzen immer neue Anklagen gegen ihn zu sammeln.
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Liebe bedeutet dabei nicht, Unrecht gutzuheißen oder notwendige Klarheit zu vermeiden.
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Aber selbst eine klare Grenze kann ohne Hass, Verachtung und Rache gezogen werden.
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Die entscheidende Frage lautet:
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Suche ich das Gute des anderen und die Ehre Gottes – oder nur meinen eigenen Vorteil und mein Recht?
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5. Freude und Friede – unsere innere Ausrichtung.
Die Freude des Geistes ist mehr als gute Stimmung. Sie hat ihre Wurzel darin, dass wir
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- unserem himmlischen Vater gehören,
- seine Gnade empfangen haben und
- eine lebendige Hoffnung besitzen.
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Darum kann Freude auch dann vorhanden sein, wenn nicht alles angenehm ist.
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Phil 4,4 „Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!“
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Im Alltag wächst diese Freude, wenn wir unseren Blick nicht nur auf das richten, was fehlt, sondern auf das, was der Vater uns geschenkt und verheißen hat.
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Dankbarkeit bewahrt uns davor, dass Klage und Unzufriedenheit unsere innere Atmosphäre bestimmen. Ein dankbares Kind Gottes kann Lasten sehen und dennoch Hoffnung ausstrahlen.
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Auch der Friede des Geistes hängt nicht davon ab, dass alle Umstände ruhig sind. Der Herr Jesus sagt: „Meinen Frieden gebe ich euch.“
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Dieser Friede bewahrt unser Herz, wenn
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- Nachrichten uns beunruhigen,
- Entscheidungen offen sind oder
- ein Konflikt noch nicht gelöst ist.
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Im Alltag zeigt er sich darin, dass wir Sorgen im Gebet dem Vater übergeben, nicht jedes beunruhigende Gerücht weitertragen und in angespannten Gesprächen nicht noch mehr Unruhe verbreiten.
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Freude und Friede bedeuten nicht, Probleme zu leugnen. Sie bedeuten, dass die Probleme nicht die Herrschaft über unser Herz erhalten.
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6. Langmut, Freundlichkeit und Güte – unser Umgang miteinander.
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Langmut ist geduldige Liebe.
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Sie wird sichtbar, wenn Menschen nicht so schnell verstehen, sich nicht so schnell ändern oder uns wiederholt Mühe machen.
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Langmut hält nicht deshalb aus, weil alles unwichtig wäre, sondern weil sie dem Vater Zeit lässt, an Menschen und Situationen zu wirken.
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Wie wirkt sich das praktisch aus, wenn sich folgendes ergibt:
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- eine langsame Warteschlange,
- ein unpünktlicher Mitarbeiter,
- ein Kind, dem man etwas zum wiederholten Mal erklären muss,
- ein älterer Mensch, der mehr Zeit braucht,
- oder ein Bruder, dessen Schwäche uns schon lange bekannt ist.
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Gerade hier entscheidet sich, ob wir aus dem Fleisch reagieren oder der Langmut des Geistes Raum geben.
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Freundlichkeit ist mehr als ein höfliches Lächeln. Sie prägt die Atmosphäre, die wir um uns herum schaffen. Unsere Stimme, unser Gesichtsausdruck und die Wahl unserer Worte können einem Menschen Würde geben oder ihn kleinmachen. Freundlichkeit grüßt, dankt, hört Ausreden und behandelt auch denjenigen respektvoll, von dem wir nichts erwarten.
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Güte geht noch einen Schritt weiter: Sie tut das Gute. Sie sieht eine Not und handelt. Vielleicht hilft sie praktisch, übernimmt eine Aufgabe, schützt einen Schwächeren oder spricht ein ermutigendes Wort.
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Güte fragt im Alltag nicht nur: Was ist erlaubt?, sondern: Was entspricht dem Wesen meines Vaters und meinem Herrn Jesus und dient meinem Nächsten?
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Eph 4,32 „Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat!“
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7. Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit – Festigkeit ohne Härte.
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Treue macht uns zu Menschen, auf deren Wort Verlass ist.
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- im Ehebund,
- in Freundschaften,
- im Beruf,
- im Umgang mit anvertrautem Geld
- und in unserem Dienst in der Gemeinde.
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Treue erscheint oft unspektakulär. Sie hält Zusagen, erledigt eine Aufgabe gewissenhaft und bleibt auch dann zuverlässig, wenn niemand lobt.
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Gerade die kleinen Dinge offenbaren, ob wir nur von Hingabe sprechen oder sie leben.
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Sanftmut ist keine Schwäche. Sie ist Kraft unter der Herrschaft Gottes. Der Sanftmütige muss sich nicht durch Lautstärke, Schärfe oder Demütigung des anderen durchsetzen. Er kann klar sein, ohne hart zu werden.
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Wenn wir angegriffen werden, zeigt sich Sanftmut darin, dass wir nicht sofort zurückschlagen, sondern zunächst prüfen:
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Welche Antwort entspricht der Gesinnung Christi?
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Enthaltsamkeit bedeutet, dass Begierden, Gefühle und Impulse nicht über uns herrschen.
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Das betrifft unsere Zunge, unseren Zorn, Essen und Trinken, Einkäufe, Medien, Sexualität und die Nutzung unserer Zeit.
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Auch hier geht es nicht um menschliche Selbstbeherrschung als stolze Leistung. Der Geist Gottes stärkt uns, Nein zu sagen, wo das Fleisch fordert, und Ja zu sagen, wo der Vater uns ruft.
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Gal 5,24–25 „Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln!“
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8. Der Alltag ist Gottes Wachstumsfeld.
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Wir wünschen uns manchmal, geistlich in großen Augenblicken zu wachsen. Doch der Vater formt uns meistens in vielen kleinen Situationen.
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Wenn eine Nachricht uns kränkt, eine Arbeit unterbrochen wird, ein Plan nicht aufgeht, jemand undankbar reagiert oder wir müde sind, kommt ans Licht, was unser Herz bestimmt.
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Gerade Druck macht Frucht sichtbar.
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Eine Frucht muss nicht erklären, was sie ist; man erkennt sie an Geschmack und Wirkung.
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Ebenso zeigt sich geistliches Leben nicht zuerst an unseren Erklärungen über Liebe, sondern daran, wie wir mit einem Menschen umgehen, der uns nichts zurückgeben kann.
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Nicht an unseren Worten über Frieden, sondern an unserer Reaktion in einer angespannten Lage.
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Nicht an unserem Bekenntnis zur Sanftmut, sondern an unserem Ton, wenn uns widersprochen wird.
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Darum sollten wir alltägliche Herausforderungen nicht nur als Ärgernis ansehen. Sie sind Gelegenheiten, in denen das Wort Gottes unser Reagieren durchdringen und der Geist Gottes die Gesinnung Christi sichtbar machen kann.
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Jeder gewöhnliche Tag ist damit Teil unserer himmlischen Berufung.
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9. Wie geben wir dem Geist Gottes Raum?
Diese Frucht wächst nicht durch eine äußere Checkliste. Dennoch zeigt uns die Schrift einen Weg, auf dem wir dem Wirken des Geistes Raum geben können:
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- Wir beginnen den Tag in der Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater und lassen sein Wort reichlich in uns wohnen.
- Wir halten vor einer schnellen Reaktion inne und fragen: Kommt das jetzt aus dem Fleisch oder entspricht es der Gesinnung Christi?
- Wir gehorchen dem Hinweis des Geistes in den kleinen Dingen: schweigen, wenn ein Wort verletzen würde; reden, wenn Ermutigung nötig ist; vergeben, helfen und Verantwortung übernehmen.
- Wenn wir versagen, rechtfertigen wir uns nicht. Wir bekennen unsere falsche Haltung, bitten nötigenfalls einen Menschen um Vergebung und kehren zum Wandel im Geist zurück.
- Wir bleiben in der Gemeinschaft mit Geschwistern. Andere können uns ermutigen, korrigieren und auf blinde Flecken hinweisen.
Wachstum braucht Zeit. Eine unreife Frucht wird nicht dadurch reif, dass man an ihr zieht. Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass der Vater sein Werk fortsetzt, wenn wir in Christus bleiben und uns seinem Geist gehorsam zur Verfügung stellen.
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10. Schlussgedanke – An unserer Frucht soll Christus erkannt werden.
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Liebe Geschwister, geistliches Leben wird nicht zuerst an außergewöhnlichen Erfahrungen, an vielen Worten oder an großer Erkenntnis erkannt.
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Der Herr Jesus sagt: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Die Frucht zeigt, aus welcher Quelle ein Mensch lebt.
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Unser himmlischer Vater verfolgt mit uns ein herrliches Ziel:
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Wir sollen dem Bild seines Erstgeborenen gleichgestaltet werden. Darum wirkt sein Geist an unserem Charakter.
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Die Liebe des Herrn Jesus soll in unserer Liebe sichtbar werden, seine Freude in unserer Freude, sein Friede in unserem Frieden, seine Langmut in unserer Geduld, seine Freundlichkeit und Güte in unserem Umgang, seine Treue in unserer Zuverlässigkeit, seine Sanftmut in unseren Reaktionen und seine Enthaltsamkeit in unserer Lebensführung.
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Fragen wir uns deshalb nicht nur: Was glaube ich?
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Fragen wir auch: Was bringt mein Glaube in meinem Alltag hervor?
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- Wie reagiere ich, wenn ich warten muss oder mir widersprochen wird?
- Welche Atmosphäre entsteht durch meine Worte in meiner Familie, am Arbeitsplatz und in der Gemeinde?
- Bin ich treu, freundlich und gütig, auch wenn niemand zusieht?
- Wird in meinem Verhalten immer mehr mein eigenes Wesen oder immer mehr Christus sichtbar?
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Liebe Geschwister, Wir müssen diese Frucht nicht aus eigener Kraft hervorbringen! Der Geist Gottes wohnt in uns und wirkt an unserem inneren Menschen. Unsere Aufgabe ist es, in Christus zu bleiben, sein Wort reichlich in uns aufzunehmen und uns Tag für Tag durch den Geist Gottes führen zu lassen.
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Dann wird unser himmlischer Vater keinen einzigen Tag unseres Lebens ungenutzt lassen. Er wird gerade die gewöhnlichen Situationen unseres Alltags gebrauchen – jede Begegnung, jede Herausforderung und sogar manche Enttäuschung –, damit das Wesen seines geliebten Sohnes immer mehr in uns Gestalt gewinnt.
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Der Geist Gottes wirkt in uns! Die Gesinnung Christi gewinnt Gestalt, und die Frucht des Geistes wird in unserem Reden, Handeln und Reagieren sichtbar.
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Schritt für Schritt werden Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit unser Leben immer stärker prägen.
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Was für eine herrliche Berufung! Menschen sollen in unserem Leben immer weniger das Wesen des alten Menschen und immer mehr den Charakter des Herrn Jesus Christus erkennen. Sie sollen durch unseren Umgang miteinander etwas von seiner Liebe, seiner Freundlichkeit, seinem Frieden und seiner Sanftmut erfahren.
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Darum wollen wir voller Zuversicht in die kommende Woche gehen. Bleiben wir in Christus, hören wir auf sein Wort und geben wir der Führung des Heiligen Geistes Raum! Dann wird unser ganz gewöhnlicher Alltag zu einem lebendigen Zeugnis dafür, dass Gott seine Kinder verändert und dem Bild seines Erstgeborenen gleichgestaltet.
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Das ist unsere himmlische Berufung – und der Vater selbst wird sein Werk in uns vollenden!
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AMEN.
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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