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Leben als Kinder Gottes.
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heute geht es weiter mit unserer neuen Lehrserie unter dem Titel:
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„Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung.“
Kapitel 3: Der Christus – Haupt und Leib: Unsere Verantwortung im täglichen Leben.
Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel:
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- Einleitung.
- Der Herr Jesus – das Haupt, wir aber sind die Glieder.
- Die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes.
- Abel und Kain – zwei Herzen, zwei Lebensweisen.
- Gott den ersten Platz geben.
- Unsere Verantwortung füreinander im Leib Christi.
- Schlusswort.
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1. Einleitung:
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In den vergangenen beiden Botschaften haben wir gesehen, welch wunderbaren Heilsplan unser himmlischer Vater mit uns verfolgt.
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Im ersten Kapitel haben wir die Frage behandelt:
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Wie werden wir überhaupt Kinder Gottes?
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Wir haben gesehen, dass niemand durch seine natürliche Geburt ein Kind Gottes wird. Der Herr Jesus sagte zu Nikodemus:
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Joh 3,5 „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen.“
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Gott schenkt neues Leben durch sein Wort und seinen Geist. Durch diese neue Geburt werden wir Kinder Gottes.
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Im zweiten Kapitel haben wir uns gefragt:
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Unsere Sohnschaft – Kinder und Erben Gottes
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Wir haben gesehen, dass Gott uns nicht lediglich die Sünden vergeben wollte. Sein ewiger Vorsatz war es, eine Familie zu haben. Er wollte Menschen, die ihm gehören, seinen Sohn widerspiegeln und eines Tages seine Herrlichkeit mit ihm teilen.
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Paulus fasst diesen wunderbaren Gedanken in Römer 8,29 zusammen:
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„Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“
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Heute kommen wir zu einer weiteren entscheidenden Frage.
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Wie lebt nun ein Kind Gottes?
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Bleibt ein Kind Gottes für sich allein? Nein. Mit unserer neuen Geburt beginnt zugleich etwas völlig Neues.
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Der Vater hat uns nicht nur zu seinen Kindern gemacht. Er hat uns zugleich in einen lebendigen Organismus hineingestellt: den Leib Christi.
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Keines seiner Kinder lebt für sich selbst. Jedes einzelne Kind Gottes ist ein Glied am Leib Christi. Der Herr Jesus ist das Haupt. Wir aber sind die Glieder.
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Und genau daraus erwächst unsere tägliche Verantwortung.
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2. Der Herr Jesus - das Haupt, wir aber sind die Glieder.
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Der Apostel Paulus beschreibt diese wunderbare Wahrheit in mehreren Briefen.
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Eph 1,22–23 „Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt."
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Kol 1,18 „Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde."
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Hier erkennen wir eine göttliche Ordnung.
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- Der Vater ist der Urheber seines ganzen Heilsplanes.
- Der Herr Jesus ist das Haupt dieses Leibes.
- Und wir alle sind Glieder dieses einen Leibes.
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Diese Wahrheit verändert unseren Blick auf das christliche Leben grundlegend.
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Viele Menschen verstehen Christsein lediglich als eine persönliche Beziehung zu Gott.
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Doch die Schrift geht weit darüber hinaus.
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- Wer von Gott geboren wurde, gehört nicht nur dem Vater.
- Er gehört zugleich zu einer Familie.
Und innerhalb dieser Familie hat jeder seinen Platz. Niemand ist überflüssig. Niemand ist unwichtig. Niemand lebt für sich selbst.
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So wie der menschliche Körper aus vielen unterschiedlichen Gliedern besteht, so besteht auch der Leib Christi aus vielen Gliedern mit unterschiedlichen Aufgaben.
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1.Kor 12,18 „Nun aber hat Gott die Glieder bestimmt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte."
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Nicht wir haben unseren Platz gewählt. Nicht wir haben unsere Aufgabe bestimmt. Gott selbst hat jedes Glied an den Platz gestellt, den ER für richtig hält. Deshalb gibt es im Leib Christi weder Neid noch Stolz.
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- Das Auge darf nicht auf die Hand herabschauen.
- Die Hand darf den Fuß nicht geringschätzen.
- Und der Fuß darf sich nicht wünschen, lieber Auge zu sein.
- Jedes Glied besitzt seine eigene Aufgabe.
- Jedes Glied ist notwendig.
- Jedes Glied ist wertvoll.
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Der Leib funktioniert nur dann gesund, wenn jedes Glied seinen Platz ausfüllt.
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Leben aus der Verbindung mit dem Haupt durch den Leib
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Dabei dürfen wir eine wichtige Wahrheit niemals vergessen. Ein Glied besitzt kein Leben aus sich selbst. Eine Hand lebt nur, solange sie mit dem Körper verbunden ist. Würde sie vom Körper getrennt werden, könnte sie nichts mehr tun. Sie hätte noch dieselbe Form, dieselben Finger und dennoch wäre sie tot.
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Weil sie vom Leib getrennt ist und dadurch auch die Verbindung zum Haupt verloren hat.
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Genauso verhält es sich im geistlichen Leben. Der Herr Jesus ist das Haupt seines Leibes, und wir sind die einzelnen Glieder. Ein Glied kann nicht unabhängig vom Leib in Gemeinschaft mit dem Haupt leben.
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Wer sich vom Leib Christi löst, verliert auch die lebendige Verbindung zu seinem Haupt.
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Darum gehören diese beiden Wahrheiten untrennbar zusammen:
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- Je enger wir mit unserem Haupt, verbunden sind, desto inniger wird auch unsere Gemeinschaft mit seinen Gliedern.
- Und je mehr wir in Liebe und Gemeinschaft mit dem Leib Christi leben, desto deutlicher zeigt sich unsere Verbindung mit dem Haupt.
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Erst in dieser lebendigen Verbindung empfängt jedes Glied Leben, Kraft, Weisheit und Leitung, damit es seinen Dienst zur Auferbauung des ganzen Leibes erfüllen kann.
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Genau so verhält es sich auch geistlich. Wir können viele Fähigkeiten besitzen. Wir können viel Wissen haben. Wir können vielleicht sogar viele Aufgaben übernehmen. Aber wenn die tägliche Gemeinschaft mit unserem Herrn fehlt, verliert unser Dienst seine geistliche Kraft.
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Joh 15,5 „Getrennt von mir könnt ihr nichts tun."
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Darum beginnt jeder fruchtbare Dienst nicht mit Aktivität.
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- in der Gemeinschaft mit unserem Herrn,
- im Gebet,
- im Hören auf sein Wort,
- darin, dass wir uns vom Geist Gottes leiten lassen.
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Erst wenn das Haupt führt, können die Glieder richtig handeln.
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3. Die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes.
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Nachdem der Apostel Paulus den Herrn Jesus als Haupt vorgestellt hat, beschreibt er die Aufgabe der einzelnen Glieder.
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Eph 4,16 „Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe."
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Hier sehen wir, dass das Wachstum des ganzen Leibes nicht allein von einigen wenigen Menschen abhängt. Paulus spricht ausdrücklich von der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes. Jeder besitzt Fähigkeiten, Gaben und Möglichkeiten. Niemand kann sagen: „Ich habe nichts beizutragen."
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Das wäre nicht Demut. Es wäre ein Widerspruch zu Gottes Wort.
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Die eigentliche Frage lautet vielmehr:
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- Setze ich das ein, was Gott mir anvertraut hat?
- Oder vergrabe ich es?
- Oder beschäftige ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Interessen?
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Gott kennt unsere Fähigkeiten viel besser als wir selbst.
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- welche Aufgaben wir übernehmen können,
- welche Gaben wir besitzen,
- welche Menschen wir erreichen können,
- wo unser Platz im Leib Christi ist.
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Vielleicht stellt sich deshalb heute jeder von uns eine ehrliche Frage:
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Will ich überhaupt wissen, welche Aufgabe Gott mir gegeben hat?
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Oder verschließe ich mich der Stimme Gottes, weil ich befürchte, dass sie mein bequemes Leben verändern könnte?
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Vielleicht sagt jemand: „Wenn ich mich ganz dem Herrn zur Verfügung stelle, verlangt er womöglich Dinge von mir, die ich gar nicht möchte."
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Ist das nicht manchmal unser verborgenes Denken? Doch genau darin liegt ein großer Irrtum. Unser himmlischer Vater fordert niemals etwas von uns, was uns letztlich schadet. Im Gegenteil.
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- Er kennt uns besser als wir uns selbst kennen.
- Er weiß, wo wir ihm am besten dienen können.
- Und gerade dort erfahren wir die größte Freude.
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Denn nichts erfüllt ein Kind Gottes tiefer, als dort zu dienen, wo sein Vater es haben möchte.
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Darum sollten wir täglich beten:
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- Vater, zeige mir heute, wo mein Platz ist.
- Öffne mir die Augen für die Aufgaben, die du mir anvertraut hast.
- Schenke mir ein hörendes Herz und die Bereitschaft, dir ohne Vorbehalte zu dienen.
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Denn der Leib Christi wächst nicht dadurch, dass einige wenige sehr viel tun. Er wächst dadurch, dass jedes Glied treu das tut, was ihm sein Haupt aufgetragen hat.
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4. Abel und Kain - 2 Herzen, zwei Lebensweisen.
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Nachdem wir gesehen haben, dass jedes Kind Gottes seinen Platz im Leib Christi hat, stellt sich nun eine wichtige Frage:
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Wie gehen wir mit dem um, was Gott uns anvertraut hat?
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Die Heilige Schrift zeigt uns dazu zwei Brüder, die äußerlich vieles gemeinsam hatten, innerlich aber völlig verschieden waren. Es sind Kain und Abel. Beide waren von Gott geschaffen. Beide kannten Gott. Beiden hatte Gott Fähigkeiten anvertraut.
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Abel war Schafhirte. Kain war Ackerbauer. Beide waren also leistungsfähig. Beide konnten Gott dienen. Doch entscheidend war nicht ihre Begabung. Entscheidend war ihr Herz.
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1.Mo 4,3–5 „Und es geschah nach geraumer Zeit, dass Kain dem HERRN ein Opfer darbrachte von den Früchten des Erdbodens.
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Und auch Abel brachte [ein Opfer] dar von den Erstlingen seiner Schafe und von ihrem Fett.
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Und der HERR sah Abel und sein Opfer an; aber Kain und sein Opfer sah er nicht an. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich."
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Der Unterschied liegt nicht darin, dass Abel Tiere und Kain Feldfrüchte opferte. Gott hatte später sowohl Tieropfer als auch Speisopfer angeordnet.
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Der Unterschied liegt in der Herzenshaltung.
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- Von Abel lesen wir ausdrücklich, dass er von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett opferte. Er brachte Gott das Erste und das Beste.
- Von Kain lesen wir das nicht. Es heißt lediglich: „Kain brachte dem HERRN ein Opfer dar von den Früchten des Erdbodens."
Der Heilige Geist beschreibt dies bewusst unterschiedlich. Abel glaubte, dass alles, was er besaß, letztlich von Gott kam. Darum gehörte Gott selbstverständlich das Erste.
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Kain dagegen gab Gott etwas. Aber Gott stand nicht an erster Stelle. Hebräer 11 erklärt uns den eigentlichen Grund:
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Hebr 11,4 „Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain."
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Abel brachte nicht durch sein Opfer Glauben hervor, sondern sein Glaube brachte das Opfer hervor.
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Ein lebendiger Glaube bringt lebendige Werke hervor. Ein Herz, das Gott liebt, wird Gott ehren. Darum schreibt der Apostel Johannes:
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1.Joh 3,11–12 „Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, dass wir einander lieben sollen; nicht wie Kain, der aus dem Bösen war..."
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Kain wurde nicht deshalb böse, weil Gott sein Opfer verwarf. Sein Opfer wurde verworfen, weil sein Herz bereits böse war. Und anstatt sich zu demütigen, wurde er zornig. Gott warnte ihn sogar:
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1.Mo 4,7 „Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen."
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Welch eine Geduld Gottes! Noch bevor Kain seinen Bruder erschlug, rief Gott ihn zur Umkehr. Doch Kain hörte nicht.
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Hier stellt sich uns allen eine ernste Frage:
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Welchem Bruder gleichen wir?
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Sind wir bereit, Gott das Erste und Beste zu geben?
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Oder geben wir Gott nur das, was am Ende noch übrigbleibt?
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5. Gott den erstem Platz geben.
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Wenn wir für Gott erkauft sind, dann gehört Ihm unser ganzes Leben.
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1.Kor 6,19–20 „19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
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20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören!"
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Darum fragt ein Kind Gottes nicht zuerst:
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Diese Haltung zeigt sich im Alltag, nicht nur sonntags, nicht nur während einer Bibelstunde, sondern jeden Tag.
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- Wenn wir morgens die Augen öffnen, ist unser erster Gedanke der Gemeinschaft mit Gott gewidmet?
- Bevor wir abends einschlafen, bringen wir den Tag vor unseren Vater?
- Wenn wir unsere Zeit planen, fragen wir zuerst nach seinem Willen?
- Wenn wir wichtige Entscheidungen treffen, suchen wir zuerst seinen Rat?
- Wenn wir über unser Geld verfügen, denken wir zuerst daran, dass alles ihm gehört?
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Abel tat genau das. Er gab Gott nicht den Rest. Er gab Gott den ersten Platz.
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Vielleicht sagt nun jemand: „Ich habe überhaupt keine Zeit."
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Aber ist das wirklich wahr? Stellen wir uns einen Autofahrer vor, der mit Vollgas auf der Autobahn fährt. Plötzlich sagt er: „Zum Tanken habe ich leider keine Zeit." Jeder würde erkennen, wie widersprüchlich das ist. Gerade weil er fahren möchte, muss er tanken.
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Genauso verhält es sich geistlich. Wer keine Zeit für die Gemeinschaft mit Gott hat, wird bald merken, dass ihm Kraft, Weisheit, Frieden und geistliche Orientierung fehlen.
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Wie viele Stunden verbringen Menschen damit, Probleme allein lösen zu wollen. Sie grübeln. Sie sorgen sich. Sie suchen ihren eigenen Weg. Und am Ende stellen sie fest, dass sie im Kreis gelaufen sind.
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Wie viel besser wäre es gewesen, gleich am Anfang den Vater zu fragen.
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Darum dürfen wir mit David sprechen:
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Psalm 37,5 „Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen."
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Unser Vater kennt den Weg bereits. Warum sollten wir ohne ihn losgehen?
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6. Unsere Verantwortung füreinander im Leib Christi.
Wer mit dem Haupt verbunden ist, ist zugleich mit allen Gliedern seines Leibes verbunden. Darum besteht christliches Leben niemals nur aus persönlicher Frömmigkeit.
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Der Vater möchte, dass wir füreinander Verantwortung übernehmen.
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Eph 4,16 „... das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe."
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Der Leib baut sich in Liebe auf. Wie geschieht das ganz praktisch?
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Die Schrift gibt uns viele Beispiele.
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- 1.Tim 4,13 „Bis ich komme, achte auf das Vorlesen, auf das Ermahnen, auf das Lehren!."
- 2.Tim 4,2 „Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen."
- Jak 5,20 „so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken."
- Hebr 12,12 „Darum richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie."
- Hebr 10,24 „Lasst uns aufeinander achtgeben und uns anspornen zur Liebe und zu guten Werken."
Der Leib Christi lebt davon, dass die Glieder einander dienen. Sie trösten. Sie ermutigen. Sie lehren. Sie korrigieren. Sie helfen. Sie beten füreinander. Sie tragen einander. Sie freuen sich miteinander. Sie leiden miteinander.
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Kein Glied lebt für sich. Kein Glied kämpft allein. Kein Glied ist bedeutungslos.
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Doch stellen wir uns folgende Frage.
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- Wie sollen wir aufeinander achtgeben, wenn wir kaum Gemeinschaft miteinander haben?
- Wie sollen wir einander stärken, wenn wir einander kaum kennen
- Wie sollen wir Lasten tragen, wenn wir gar nicht wissen, welche Last unser Bruder oder unsere Schwester trägt?
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Darum gehört lebendige Gemeinschaft untrennbar zum Leben im Leib Christi.
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Nicht als Pflicht. Sondern als Ausdruck der Liebe, die Gott durch seinen Geist in unsere Herzen gelegt hat.
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7. Schlusswort.
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Wenn wir heute auf die ersten drei Kapitel unserer Lehrserie zurückblicken, erkennen wir einen wunderbaren roten Faden.
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Im ersten Kapitel haben wir gesehen, wie Gott uns durch sein Wort und seinen Geist neues Leben schenkt. Im zweiten Kapitel haben wir erkannt, dass der Vater uns zu seinen Kindern gemacht hat, um uns seinem erstgeborenen Sohn gleichzugestalten. Heute haben wir gesehen, dass keines dieser Kinder für sich selbst lebt.
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Der Vater hat jedes seiner Kinder als Glied an den Leib Christi gesetzt. Der Herr Jesus ist unser Haupt. Von ihm empfangen wir Leben, Weisheit, Liebe und Kraft. Zu ihm wachsen wir hin. Und durch ihn dienen wir einander.
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Darum lasst uns unser eigenes Leben prüfen.
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- Steht Gott wirklich an erster Stelle?
- Ist der Herr Jesus tatsächlich das Haupt meines täglichen Lebens?
- Dient meine Zeit der Ehre Gottes?
- Setze ich meine Fähigkeiten zur Auferbauung des Leibes ein? Oder gleiche ich Kain, der Gott nur einen Teil seines Lebens gab? Oder gleiche ich Abel, dessen Glaube ihn dazu bewegte, Gott das Erste und Beste zu geben?
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Lasst uns Nachahmer Abels sein. Lasst uns in enger Gemeinschaft mit unserem Herrn leben. Lasst uns aufeinander achtgeben, einander lieben, ermutigen, ermahnen, tragen und dienen.
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Denn genau dazu hat uns unser himmlischer Vater berufen. So wird der Leib Christi wachsen. So wird der Herr Jesus in unserem Leben sichtbar werden.
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Und so wird der Vater verherrlicht, der uns aus seiner großen Liebe zu seinen Kindern gemacht hat.
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Möge Gott schenken, dass wir nicht nur Hörer seines Wortes sind, sondern Täter, die in lebendiger Verbindung mit dem Haupt leben und ihre von Gott geschenkten Gaben treu zum Wohl des ganzen Leibes einsetzen.
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AMEN!
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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