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Vom Kreuz zur Herrlichkeit.

Hier ist ein Bild, das die bewegende Reise vom Kreuz zur Auferstehung visualisiert: der Weg vom Tod zum Leben, von der Dunkelheit zum Licht. Es zeigt Jesus Christus, der das Kreuz hinter sich lässt und in strahlendem Glanz aufersteht. Dieses Licht ist ein Symbol für uns heute, die wir durch Ihn erlöst sind und unsere wahre Identität in Seiner Herrlichkeit finden.
Möge dieses Bild dich in dieser Karwoche tief berühren und dich an die unendliche Kraft Seiner Liebe erinnern.

heute studieren wir anhand des Wortes Gottes folgendes Thema:

Vom Kreuz zur Herrlichkeit.

Was wirklich geschehen ist und wer wir jetzt sind,

Diese Botschaft gliedern wir über folgende Kapitel:
  1. Einleitung.
  2. Was ist am Kreuz geschehen?
  3. Was geschah zwischen Freitag und Sonntag?
  4. Die Auferstehung - Gottes Antwort.
  5. Unsere Stellung heute.
  6. Wie sollen wir leben?
  7. Unsere Hoffnung.
  8. Zum Schluss.

1. Einleitung.

In dieser Karwoche richten wir unseren Blick auf das größte Geschehen der Menschheitsgeschichte: auf das Kreuz, auf das Grab und auf die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.

Doch es geht heute nicht nur darum, diese Ereignisse zu betrachten wie etwas Vergangenes. Es geht um die entscheidende Frage:
Was ist dort wirklich geschehen – und was bedeutet das heute für uns, die wir zu Christus gehören?

Denn nur wenn wir das verstehen, werden wir auch erkennen, wer wir jetzt sind und wie wir leben sollen.


2. Was ist am Kreuz geschehen?

Das Kreuz ist kein tragisches Ende. Es ist der Ort, an dem Gott selbst gehandelt hat.

Der Prophet sagt:
Jesaja 53,5 „Er aber ist um unserer Übertretungen willen durchbohrt … die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten

Der Herr Jesus hing dort nicht wegen eigener Schuld. Er hing dort anstelle von uns. Unsere Sünde, unsere Schuld, unsere Verlorenheit – alles wurde auf ihn gelegt.

Und die Schrift geht noch weiter:
2. Korinther 5,21 „Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht

Das bedeutet: Er hat nicht nur Sünden getragen – er wurde in die Stellung der Sünde selbst gebracht, damit das Gericht Gottes vollständig über ihn kommen konnte. Und dieses Gericht war real.

Nicht Menschen haben letztlich das Entscheidende getan – Gott hat gerichtet. Darum ruft der Herr Jesus:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Hier geschieht das, was wir nie hätten tragen können. Und genau darin liegt die Liebe Gottes:
Römer 5,8 „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren

Am Kreuz wurde also:
  • unsere Schuld getragen,
  • das Gericht vollzogen,
  • und die Grundlage für unsere Versöhnung gelegt.
Aber noch mehr:
  • Kolosser 2,15 „… hat die Fürstentümer und Gewalten entwaffnet
  • Und weiterhin bekommen alle wahren Gläubigen in Christus eine neue Natur, sodass sie keine Sünder mehr in Adam sind sondern vielmehr Kinder Gottes in Christus.
    2Petr 1,4 "... durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht,"
Der Feind hat seine rechtliche Grundlage verloren. Die Macht der Sünde ist gebrochen. Das Kreuz ist nicht Niederlage – es ist Sieg.


Warum ist es ein Sieg?


Durch die Sünde wurde der Mensch unwiderruflich von der Beziehung zu Gott getrennt und war damit dem geistlichen Tod ausgeliefert, was die ewige Bestrafung in der Hölle zur Folge hatte.

Satan hatte die Macht und die Herrschaft - sowohl über die Menschen als auch über die Schöpfung Gottes - durch seine dreisten Lügen, mit denen er sich an die Begierden des Menschen wandte, an sich gerissen.

Nun war - zumindest aus seiner Sicht - der Mensch für immer verloren, so wie er selbst und seine gefallenen Engel.

Aber die Weisheit Gottes ist um so viel höher als die Weisheit Satans. Der Sohn Gottes wurde Mensch und hat sein heiliges Leben für die Sünden der Menschen hingegeben. Ja, er hat die Strafe am Kreuz auf sich genommen, sodass der Mensch, der diese Gnade Gottes und des Sohnes für sich in Anspruch nimmt, aus der Verdammnis gerettet ist.

Nun ist der errettete Mensch frei von der Macht und dem Einfluss Satans, sodass er mit der Kraft des Heiligen Geistes für Gott ein geheiligtes Leben führen und einmal in die Herrlichkeit des ewigen Lebens bei Gott eingehen kann.

3. Was geschah zwischen Freitag und Sonntag?
Im Licht von Lukas 16

Der Herr Jesus ist wirklich gestorben. Es war kein Übergang, kein Schein, kein Symbol.
1. Korinther 15,4 „… er wurde begraben

Sein Leib lag im Grab. Sein Geist aber ging zum Vater:
Lukas 23,46 „Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist

Die Klärung zu 1. Petrus 3,19
Eine Stelle wird oft missverstanden:
… ist hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis verkündigt

Wenn wir den Zusammenhang genau betrachten, erkennen wir:
Petrus spricht von der Zeit Noahs. Er sagt, dass die Menschen damals ungehorsam waren, während Gott in seiner Langmut wartete.

Das Entscheidende ist:
Christus hat durch seinen Geist in Noah gepredigt. Die Verkündigung geschah also:
  • nicht im Totenreich
  • sondern damals auf der Erde - zur Zeit Noahs.
Die Menschen hörten die Botschaft, lehnten sie ab – und ihre Geister sind heute im Gefängnis.

Das bedeutet klar:
  • keine zweite Chance nach dem Tod
  • keine nachträgliche Evangeliums-Verkündigung im Totenreich
Was geschah wirklich nach dem Tod des Herrn?
Der Herr Jesus ging nicht in den Hades (das Totenreich), um zu predigen, sondern aus einem ganz anderen Grund.

Der Herr Jesus selbst hat uns einen tiefen Einblick gegeben in das, was nach dem Tod geschieht. In der Begebenheit von Lazarus und dem reichen Mann (Lukas 16) beschreibt er den Hades – das Totenreich.

Er zeigt uns, dass der Tod kein Ende ist. Der Mensch hört nicht auf zu existieren – er ist sich des Lebens bewusst- auch ohne Leib!

In diesem Totenreich schildert der Herr Jesus zwei klar getrennte Bereiche:
  • Auf der einen Seite ist der Ort des Trostes, den der Herr als den „Schoß Abrahams“ bezeichnet.
    Dort befindet sich Lazarus – ein Mann, der auf dieser Erde arm und verachtet war, aber Gott gehörte.
  • Auf der anderen Seite ist der Ort der Qual.
    Dort ist der reiche Mann – nicht wegen seines Reichtums verloren, sondern weil er ohne Gott lebte.
Und der Herr zeigt uns etwas sehr Ernstes: Zwischen diesen beiden Orten besteht eine unüberwindbare Kluft. Niemand kann von der einen Seite zur anderen gelangen.

Der Zustand nach dem Tod ist endgültig festgelegt.
  • Der reiche Mann leidet Qual,
  • Lazarus wird getröstet.
Die Bedeutung für die Zeit vor dem Kreuz
Diese Darstellung zeigt uns auch: Die Gläubigen des Alten Bundes waren noch nicht in der unmittelbaren Gegenwart Gottes, sondern am Ort des Trostes im Hades – sie warteten. Sie warteten auf das, was noch geschehen musste: auf das vollkommene Erlösungswerk.

Was geschah dann durch das Kreuz?
Als der Herr Jesus am Kreuz ausrief: „Es ist vollbracht“ – da wurde der Weg zu Gott geöffnet.

Und als er starb, geschah Folgendes:
  • Er ging nicht, um im Totenreich zu predigen,
  • sondern er ging dorthin, wo die Gläubigen waren – an den Ort des Trostes.
Und wir hören seine Verheißung an den Schächer:
Lukas 23,43 „Heute wirst du mit mir im Paradies sein

Das bedeutet:
Mit dem vollbrachten Werk wurde etwas grundlegend verändert:
  • Der Ort der Gläubigen ist nicht mehr der „Ort des Trostes“ im Hades,
  • sondern das Paradies – die unmittelbare Gegenwart Gottes, der dritte Himmel.
Die herrliche Konsequenz
Der Herr Jesus hat die Erlösten nicht im Wartestand gelassen. Er hat sie – auf Grundlage seines Blutes – in die Gegenwart Gottes geführt.

Dort sind sie jetzt.
  • Nicht mehr getrennt.
  • Nicht mehr wartend im Hades.
  • Sondern bei Gott.
Und sie warten auf den großen Tag, an dem sie den Auferstehungsleib empfangen werden. Dies wird am Ende der sieben Jahre Drangsal stattfinden, wenn der Herr Jesus mit allen seinen Heiligen für alle sichtbar in Macht und Herrlichkeit erscheint, um Gericht zu halten und das tausendjährige Reich aufzubauen.

Im Gegensatz dazu bekommen alle lebenden wahren Gläubigen, die in Christus sind, ebenso wie diejenigen, die in Christus schon verstorben sind, ihren Auferstehungsleib bei der Entrückung der Gemeinde.

Die Gläubigen des Alten Testamentes erhalten bei der Entrückung der Gemeinde ihren Auferstehungsleib noch nicht, sondern erst bei der Wiederkunft des Christus nach den sieben Jahren, ebenso wie die Märtyrer die in dieser Zeit der großen Drangsal verfolgt und getötet wurden zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ihren Auferstehungsleib bekommen.

Einmal mehr müssen wir deutlich unterscheiden, zwischen den Gläubigen in Christus - der Gemeinde - und den Gläubigen des Alten Testamentes und der Gläubigen die aufgrund des Evangeliums und der Verheißung vom Reich errettet wurden.

Der Zustand vor dem Kreuz:

  • Die Gläubigen waren gerettet durch Glauben, aber das Erlösungswerk war noch nicht vollbracht
  • Deshalb waren sie nicht direkt in der Gegenwart Gottes
  • Sie waren am Ort des Trostes (Schoß Abrahams)
  • Die Ungläubigen waren im Ort der Qual
  • Zwischen beiden: unüberwindbare Kluft

Der Zustand nach dem Kreuz:

  • Der Ort des Trostes im Hades ist nicht mehr der Aufenthaltsort der Gläubigen
  • Der Herr Jesus hat die Erlösten in das Paradies geführt
Heute gilt:
  • Wer in Christus stirbt, ist sofort beim Herrn
Zusammenfassung:
  • „Vor dem Kreuz waren die Gläubigen am Ort des Trostes im Hades – sie warteten.
  • Am Kreuz hat der Herr Jesus alles vollbracht.
Und seitdem gilt:
  • Die Erlösten sind nicht mehr im Hades,
  • sondern im Paradies – bei Gott selbst.“


4. Die Auferstehung - Gottes Antwort.

Am dritten Tag geschieht das, was alles bestätigt:
Römer 4,25 „… der um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist

Die Auferstehung ist Gottes klares „Ja“ zum Werk seines Sohnes.
  • Der Tod konnte ihn nicht halten.
  • Die Sünde hatte keine Macht mehr.
  • Das Gericht war vollständig getragen.
Und damit gilt:
Wer an Christus glaubt, ist gerechtfertigt.
  • Nicht teilweise.
  • Nicht hoffentlich.
  • Sondern vollständig.

5. Unsere Stellung heute.

Hier müssen wir sehr klar unterscheiden. Viele Gläubige leben, als wären sie noch im Alten Bund. Oder als wären sie nur auf ein zukünftiges irdisches Reich ausgerichtet.

Aber die Schrift zeigt uns:
  • Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz.
    Römer 6,14 „Denn ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade
    Das Gesetz forderte – aber es gab keine Kraft zur Erfüllung.
Jetzt ist es anders:
  • Wir sind in Christus.
    2. Korinther 5,17 „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung
    Das bedeutet:
    Du bist nicht mehr der Alte, der sich bemüht besser zu werden. Du bist neu gemacht.
Deine Stellung ist:
  • gerecht vor Gott.
  • angenommen.
  • verbunden mit Christus.
Unsere Stellung ist himmlisch
Epheser 2,6 „… und hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen Regionen in Christus Jesus

Das ist nicht Zukunft – das ist Gegenwart.
  • Wir leben noch auf dieser Erde,
  • aber unsere Stellung ist im Himmel.

6. Wie sollen wir leben?

Nun stellt sich die Frage: Wie leben wir jetzt?
  • Bewusst in der neuen Identität.
    Römer 6,11 „… haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt
    Das ist eine Entscheidung des Glaubens.
  • Im Geist wandeln
    Galater 5,25 „Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns auch durch den Geist wandeln
    Nicht eigene Kraft – sondern Abhängigkeit vom Geist Gottes.
  • Nicht mehr für uns selbst.
    2. Korinther 5,15 „… damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben
    Unser Leben gehört jetzt IHM.
  • Mit himmlischer Ausrichtung
    Kolosser 3,1 „… so sucht das, was droben ist
    Unsere Prioritäten verändern sich.


7. Unsere Hoffnung.

Unsere Hoffnung ist nicht Verbesserung dieser Welt. Unsere Hoffnung ist:
  • Auferstehung.
    Johannes 14,19 „… weil ich lebe, sollt auch ihr leben
  • Verwandlung.
    1. Johannes 3,2 „… wir werden ihm gleich sein
  • Ewige Gemeinschaft
    1. Thessalonicher 4,17 „… und so werden wir allezeit beim Herrn sein


8. Zum Schluss.

Liebe Geschwister,
das Kreuz ist geschehen. Das Grab ist leer. Der Herr lebt. Und die entscheidende Frage ist:

Wo stehst du?
Noch in Adam? Oder schon in Christus? Denn nur in Christus gilt:
  • Vergebung
  • neues Leben
  • himmlische Stellung
  • ewige Hoffnung
Darum gilt uns das Wort:
Kol 3,1 „Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist


AMEN!

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Reinhold Thalhofer
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Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.