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Der eine Gott und sein Christus – Die Trinität aus biblischer Sicht.

heute geht es weiter mit unserem Serien-Thema. Diese Serie führt uns anhand der Heiligen Schrift in die Unterscheidung zwischen göttlicher Wahrheit und menschlichem Irrtum.

DER EINE GOTT UND SEIN CHRISTUS - DIE TRINITÄT AUS BIBLISCHER SICHT.

TEIL B – DIE SCHLÜSSELVERSE IM KONTEXT:
Kapitel 2: Danken und Bitten – an wen richten sich unsere Gebete?

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:
  1. Einleitung
  2. Darf man Jesus danken?
  3. Darf man Jesus bitten?
  4. Den Herrn anrufen.
  5. Der Unterschied zwischen danken, bitten und beten.
  6. Das Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift.
  7. Schlussgedanke.

1 Einleitung.

Bisher haben wir gesehen, dass die Heilige Schrift den Vater als den einen wahren Gott offenbart und den Herrn Jesus Christus als den Sohn Gottes, den Mittler, den Erstgeborenen unter vielen Brüdern und das Haupt des Christus.

Nun kommen wir zu einer ganz praktischen Frage des Glaubenslebens:


An wen richten sich Dank, Bitten und Gebete der Gläubigen?


Viele Christen gehen davon aus, dass man sich gleichermaßen an den Vater und an den Sohn wenden könne.

Aber das Wort Gottes sagt uns eindeutig, dass alle Gebete, Bitten, Danksagungen, Anbetung und jeder Gottesdienst ausschließlich Gott, dem Vater, gebühren und dass wir durch den Sohn zum Vater kommen. Ja, dass der Sohn der Weg ist zum Vater, aber der Vater ist das Ziel. Und der Geist Gottes hilft uns, dieses Ziel in Christus zu erreichen.

Deshalb wollen wir heute zwei häufig angeführte Schlüsselverse sorgfältig untersuchen:

  • 1. Timotheus 1,12
und
  • Johannes 14,14
Dabei wollen wir nicht von menschlichen Theologien oder Traditionen ausgehen, sondern die Schrift selbst sprechen lassen.


2. Darf man Jesus danken?

Zunächst lesen wir:
1. Timotheus 1,12 „Und darum danke ich dem, der mir Kraft verliehen hat, Christus Jesus, unserem Herrn, dass er mich treu erachtet und in den Dienst eingesetzt hat.“

Auf den ersten Blick scheint die Sache eindeutig zu sein. Der Apostel Paulus sagt, dass er Christus Jesus dankt.

Deshalb wird diese Stelle häufig als Beleg dafür angeführt, dass Christen ihren Dank und auch ihre Gebete grundsätzlich an den Herrn Jesus richten können.

Doch schauen wir etwas genauer hin.
Im griechischen Urtext steht hier die Wendung:
  • χάριν ἔχω (charin echō)
Wörtlich bedeutet dies:
  • „Dank haben“ oder „dankbar sein“.
Die einzelnen Wörter bedeuten:
  • χάρις (charis) = Gnade, Gunst, Dank, Dankbarkeit
  • ἔχω (echō) = haben
Man könnte die Wendung daher sehr wörtlich wiedergeben als:
  • „Ich habe Dank gegenüber Christus Jesus.“
Oder:
  • „Ich bin Christus Jesus dankbar.“
Die übliche Übersetzung „ich danke“ gibt den Sinn dieser griechischen Redewendung wieder und ist daher grundsätzlich nicht falsch.

Dasselbe kann man auch gegenüber anderen Menschen äußern, denen man begegnet oder die einem in einer besonderen Situation vor Augen stehen. Man kann ihnen dankbar sein, unabhängig davon, ob sie sich auf der Erde befinden oder bereits diese Erde verlassen haben. Das hat mit Gebet zu diesen Menschen überhaupt nichts zu tun.

Wichtig ist jedoch eine andere Beobachtung:
Der Apostel Paulus verwendet hier nicht das übliche Wort für Gebet. Das schriftgemäße Wort für Beten lautet:
  • προσεύχομαι (proseuchomai)
Dieses Wort kommt in 1. Timotheus 1,12 überhaupt nicht vor. Der Apostel Paulus sagt also nicht: „Ich bete zu Christus Jesus und danke ihm.“

Vielmehr bringt er seine Dankbarkeit darüber zum Ausdruck, dass Christus ihn berufen, gestärkt und in den Dienst gestellt hat.

Die eigentliche Frage lautet deshalb:
Lehrt Paulus hier die allgemeine Gebetspraxis der Gemeinde?
  • Die Antwort lautet: Nein.
Paulus beschreibt hier seine persönliche Dankbarkeit für das Wirken des Herrn Jesus in seinem Leben.

Wenn Paulus dagegen die allgemeine Gebets- und Danksagungspraxis der Gemeinden beschreibt, spricht er bemerkenswert eindeutig.

  • Epheser 5,20 „Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“
Hier wird der Dank ausdrücklich an den Vater gerichtet.

Ebenso:
  • Kolosser 3,17 „Und alles, was ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“
Auch hier bleibt die Ordnung dieselbe:
  • Gott, der Vater, ist der Empfänger des Dankes.
  • Der Herr Jesus ist der Mittler, durch den wir danken.
Diese Ordnung entspricht dem gesamten Zeugnis der Schrift.


3. Darf man Jesus bitten?

Nun kommen wir zur wohl meistzitierten Stelle:
  • Johannes 14,14 „Wenn ihr etwas in meinem Namen bitten werdet, so werde ich es tun.“
Viele verstehen diesen Vers so, als würde der Herr Jesus seine Jünger auffordern, ihre Bitten direkt an ihn zu richten. Doch wie immer müssen wir den Zusammenhang beachten.

Bereits der vorhergehende Vers sagt:

  • Johannes 14,13 „Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.“
Wir beachten das Ziel:
  • damit der Vater verherrlicht werde.
Der Herr Jesus lenkt die Aufmerksamkeit nicht auf sich selbst, sondern auf den Vater.

Noch deutlicher wird dies wenige Kapitel später.

  • Johannes 15,16 „... damit der Vater euch gebe, was ihr ihn bitten werdet in meinem Namen.“
Hier wird ausdrücklich gesagt: Die Jünger bitten den Vater.

Ebenso:
  • Johannes 16,23 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben.“
Und nochmals:
  • Johannes 16,26 „An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will“

Der Zusammenhang ist eindeutig:

  • Die Jünger bitten den Vater.
  • Sie tun dies im Namen Jesu.
  • Der Sohn wirkt als Mittler und Vollstrecker des Willens Gottes.
    Die Kapitel 14 bis 16 lehren durchgehend:
    • Die Gläubigen bitten den Vater im Namen Jesu.


    4. Den Herrn anrufen.

    Eine weitere häufig angeführte Stelle ist Römer 10. Viele sehen darin einen Beleg für Gebete zum Herrn Jesus. Doch schauen wir genauer hin.
    Römer 10,9 „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden.“

    Für „bekennen" verwendet der Apostel Paulus hier das griechische Wort: ὁμολογέω (homologeō)

    Dieses Wort bedeutet:
    • bekennen
    • zustimmen
    • öffentlich anerkennen
    • dieselbe Aussage treffen
    • sich zu jemandem stellen
    Wenige Verse später verwendet der Apostel Paulus jedoch ein anderes Wort.
    Römer 10,13 „Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“
    Hier steht: ἐπικαλέομαι (epikaleomai). Und genau hier beginnt die Diskussion.

    Was bedeutet epikaleomai? Das haben wir letzten Sonntag ausführlich studiert. Es bedeutet - je nach Zusammenhang:
    • anrufen
    • sich auf jemanden berufen
    • jemanden als Autorität in Anspruch nehmen
    • jemanden als Herrn anerkennen
    • seine Zugehörigkeit zu jemandem bekennen
    Zur Erinnerung: der Apostel Paulus beruft sich auf dem Kaiser - hier steht ebenfalls epikaleomai!

    Wenn wir das Kapitel 10 des Römerbriefes aufmerksam lesen, fällt etwas interessantes auf. Der Apostel Paulus schreibt:
    • Römer 10,9 „Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst ..."
      Hier steht: homologeō
    Danach:
    • Römer 10,13 „Jeder, der den Namen des Herrn anruft ..."
      Hier steht: epikaleomai
    Der Apostel Paulus benutzt also bewusst zwei verschiedene Wörter. Warum? Weil er offenbar zwei verschiedene Aspekte beschreibt.

    Das erste Wort beschreibt:
    • das öffentliche Bekenntnis.
    Das zweite Wort beschreibt:
    • die Berufung auf den Herrn als rettende Autorität.

    Der Zusammenhang mit Joel

    Der Apostel Paulus zitiert hier: Joel 3,5 (2,32) „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden."

    Hier ist zunächst wichtig, dass der Vers nicht im Griechischen, sondern im Hebräischen geschrieben wurde. Das verwendete hebräische Verb lautet: קָרָא (qārāʾ)

    Dieses Wort ist im hebräischen wie epikaleō im griechischen nicht absolutiv, also nicht ausschließlich gegenüber Gott dem Vater dem allmächtigen Schöpfer und hat hat einen breiten Bedeutungsumfang:
    • rufen
    • ausrufen
    • den Namen nennen
    • jemanden ansprechen
    • sich an jemanden wenden
    • jemanden herbeirufen
    • öffentlich bekennen
    Joel beschreibt den kommenden Tag des HERRN. Es geht um Menschen, die sich in ihrer Not dem HERRN zuwenden und ihn als ihren Gott anerkennen. Der Ausdruck: „den Namen des HERRN anrufen“ ist im Alten Testament eine feste Wendung. Sie bedeutet häufig:
    • sich zum HERRN bekennen,
    • seine Hilfe suchen,
    • ihn als seinen Gott anerkennen,
    • unter seinem Namen stehen.
    Warum zitiert Petrus diesen Vers? In Apg 2,21 zitiert der Apostel Petrus Joel:
    „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.“ Hier verwendet der griechische Text tatsächlich epikaleō.
    Das zeigt: Das griechische epikaleō ist die Übersetzung des hebräischen qārāʾ. Beide Wörter besitzen einen ähnlichen Bedeutungsumfang.

    Bedeutet Joel 3,5 deshalb automatisch „beten“?
    Sprachlich lautet die Antwort: Nein. Der Ausdruck ist weiter als das eigentliche Gebet. Er beschreibt das öffentliche Sich-zum-HERRN-Wenden, das Anerkennen seines Namens und das Suchen seiner Rettung.

    Ob dies in einer konkreten Situation auch ein Gebet einschließt, entscheidet der Zusammenhang. Aber das verwendete Wort selbst bedeutet nicht dasselbe wie das griechische proseuchomai, das im Neuen Testament das eigentliche Beten bezeichnet.

    Gerade Joel 3,5 zeigt sehr schön den Unterschied: Im Alten Testament bedeutete diese Formulierung nicht grundsätzlich ein persönliches Gebet. Sie bezeichnete häufig die Hinwendung zu Gott, ja, die Unterstellung unter seine Autorität - als Retter und damit Gottes Schutz, die Inanspruchnahme seiner Hilfe und Herrschaft.

    Der Apostel Paulus überträgt diesen Gedanken nun auf den Herrn Jesus als den von Gott eingesetzten Herrn und Christus.

    Zusammenfassung

    Was bedeutet „den Namen des HERRN anrufen" im Alten Testament?
    Bereits bei Abraham lesen wir:
    1. Mose 12,8 „... und er baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an."

    Der Name steht für die Person und Autorität

    In der Schrift bedeutet der „Name" häufig nicht nur die Anrede, sondern die Person selbst, ihre Stellung und Autorität.

    Wenn jemand „den Namen des HERRN anruft", stellt er sich unter die Autorität Gottes und nimmt ihn als seinen Retter und Herrn in Anspruch.

    Deshalb lesen wir:
    Psalm 20,8 „Diese denken an Wagen und jene an Rosse; wir aber gedenken des Namens des HERRN, unseres Gottes."
    Hier wird der Name Gottes als Ausdruck seiner Macht und seines Eingreifens verstanden.

    Joel spricht von Rettung

    Nun kommen wir zu der Stelle, die der Apostel Paulus zitiert:
    Joel 3,5 (2,32) „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden."
    Der Zusammenhang handelt von Gottes kommendem Gericht und von der Rettung seines Volkes. Die Aussage bedeutet:
    • Wer sich zu Gott wendet,
    • wer auf ihn vertraut,
    • wer ihn als Retter anerkennt,
    • wer seine Hilfe in Anspruch nimmt,
    • der wird gerettet werden.
    Der Schwerpunkt liegt auf der Rettung und Zugehörigkeit zu Gott.

    Der Apostel Paulus verwendet in Römer 10 bewusst zwei unterschiedliche Begriffe:
    • ὁμολογέω (homologeō)
      bekennen, öffentlich anerkennen
    • ἐπικαλέομαι (epikaleomai)
      anrufen, sich berufen auf, als Autorität in Anspruch nehmen, sich zu jemandem stellen
    Der Text selbst zwingt daher nicht zu der Schlussfolgerung, dass der Apostel Paulus hier von Gebeten zum Herrn Jesus spricht.

    Vielmehr beschreibt er den rettenden Glauben, der Jesus als Herrn bekennt und sich auf ihn als den von Gott eingesetzten Retter und Herrn beruft.
    Das steht vollkommen im Einklang mit der durchgehenden Gebetsordnung der Schrift:
    Wir kommen durch den Sohn zum Vater, in der Kraft des Heiligen Geistes.

    Auch der Apostel Petrus zitiert Joel:
    Apostelgeschichte 2,21 „Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden."

    Was fordert Petrus anschließend? Nicht: „Betet jetzt zu Jesus."
    Sondern:
    Apostelgeschichte 2,36 „So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat ..."
    Der Schwerpunkt liegt darauf, Jesus als den von Gott eingesetzten Herrn anzuerkennen.

    Fazit: Wenn die Schrift hier lehren wollte, dass Gläubige direkt zum Herrn Jesus beten sollen, dann entsteht ein nicht mehr zu überwindendes Spannungsfeld zu den zahlreichen Lehrstellen, in denen die Apostel die Gläubigen lehren, ausschließlich zum Vater zu beten, in Christus, durch den Heiligen Geist!
    • Johannes 16,23 „Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen ..."
    • Epheser 5,20 „Sagt dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus."
    • Kolosser 3,17 „... und dankt Gott, dem Vater, durch ihn."
    • Epheser 2,18 „Denn durch ihn haben wir beide den Zugang zu dem Vater in einem Geist."


    5. Der Unterschied zwischen Danken, Bitten und Beten.

    Ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis liegt in den verwendeten Begriffen.
    Die Schrift unterscheidet sorgfältig zwischen verschiedenen Handlungen:
    • εὐχαριστέω (eucharisteō) = danken
    • αἰτέω (aiteō) = bitten
    • ἐπικαλέομαι (epikaleomai) = anrufen
    • προσεύχομαι (proseuchomai) = beten
    Diese Begriffe dürfen nicht einfach miteinander gleichgesetzt werden.
    Deshalb genügt es nicht, eine Stelle mit „danken“, „bitten“ oder „anrufen“ zu finden und daraus automatisch ein Gebet zum Herrn Jesus abzuleiten.
    Jeder Begriff muss im Zusammenhang untersucht werden.

    6. Das Gesamtzeugnis der Schrift.

    Wenn wir alle klaren Lehrstellen der Apostel zusammennehmen, ergibt sich eine bemerkenswert einheitliche Linie.

    Der Herr Jesus lehrte:
    • Matthäus 6,9 „Darum sollt ihr so beten: Unser Vater, der du bist im Himmel ...“
    Und später:
    • Johannes 16,23 „Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben.“
    Der Apostel Paulus bestätigt dieselbe Ordnung:
    • Epheser 2,18 „Denn durch ihn haben wir beide den Zugang zu dem Vater in einem Geist.“
    Hier sehen wir die göttliche Ordnung:
    • Im Heiligen Geist
    • durch den Sohn
    • zum Vater
    Der Vater ist der eine wahre Gott. Nur zu ihm wird gebetet, nur mit ihm wird geredet, er ist der Ursprung aller Dinge, von ihm kommt alles.

    Der Sohn ist der von Gott eingesetzte Herr, Mittler und Hohepriester.
    Er ist der Erstgeborene vieler Brüder und durch ihn kommen wir zum Vater. Er ist das Haupt des Christus und wir sind der Leib des Christus. Zusammen sind wir der Christus Gottes.

    Der Geist Gottes ist Gottes Gegenwart und Wirken in den Gläubigen. Es ist der Geist der Sohnschaft, den sowohl der Erstgeborene, als auch alle seine Brüder von Gott bekommen haben.

    7. Schlussgedanke.

    Die Größe des Herrn Jesus wird nicht dadurch geschmälert, dass wir die biblische Gebetsordnung achten.

    Im Gegenteil.

    Gerade weil Gott ihn erhöht, verherrlicht und zum Mittler eingesetzt hat, kommen wir durch ihn zum Vater.
    Der Herr Jesus führt die Menschen niemals von seinem Gott und Vater weg, sondern immer zu ihm hin.

    Deshalb wollen auch wir der Lehre Jesu Christi durch seine Apostel und Propheten folgen:
    • Wir danken dem Vater durch den Sohn.
    • Wir bitten den Vater im Namen des Sohnes.
    • Und wir tun dies alles in der Kraft des Heiligen Geistes.
    Epheser 2,18 „Denn durch ihn haben wir beide den Zugang zu dem Vater in einem Geist.“

    Dabei sollten wir noch eine wichtige geistliche Wahrheit bedenken:
    Von Anfang an gibt es nur ein Wesen, das die Anbetung, die Verehrung und die Aufmerksamkeit, die allein Gott gebühren, auf sich selbst lenken wollte: den Satan.

    Schon durch den Propheten Jesaja wird sein Begehren beschrieben:
    Jesaja 14,13–14 „Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen ... ich will mich dem Allerhöchsten gleichmachen!“

    Dasselbe sehen wir bei der Versuchung des Herrn Jesus in der Wüste.
    Matthäus 4,9 „Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.

    Der Satan begehrte Anbetung. Er wollte sich Gott gleichstellen. Er wollte empfangen, was allein dem einen wahren Gott zusteht.

    Der Sohn Gottes dagegen tat dies niemals. Nirgendwo finden wir, dass der Herr Jesus die Menschen von seinem Vater wegführte oder die Ehre des Vaters auf sich selbst lenkte.

    So führt der Sohn durch den Geist immer zum Vater. Und darin besteht die vollkommene Harmonie des Heilsplanes Gottes:
    Alles kommt vom Vater, geschieht durch den Sohn und wird gewirkt in der Kraft des Heiligen Geistes – zur Ehre Gottes, des Vaters.


    AMEN!

    RT_Rund_neu_431x431
    Reinhold Thalhofer
    AK_rund
    Adnan Krikor
    Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

    Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

    Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.