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Der Heilige Geist - Teil 28
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in dieser Botschaftsserie studieren wir anhand des Wortes Gottes auf praktische Weise, welche zentrale Bedeutung der Heilige Geist im Leben der Kinder Gottes hat.
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Unser Ziel ist es, sein Wirken tiefer zu verstehen, um dadurch in unsere Berufung und Bestimmung hineinzuwachsen und den Platz einzunehmen, den Gott für uns vorbereitet hat.
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Wir gliedern diese Botschaft in folgende Kategorien:
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A - Die Grundlagen unseres Glaubens (Teil 1 bis Teil 6)
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B - Die Aufgaben des Heiligen Geistes (Teil 7 bis Teil 14)
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C - Die Gaben des Heiligen Geistes (Teil 15-19)
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D - Die Frucht des Heiligen Geistes (Teil 20 - 28)
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Hier die Übersicht: Kategorie D - Die Frucht des Heiligen Geistes.
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Diese Kategorie gliedern wir in folgende Kapitel:
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- Kapitel 20 am 10.8.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Liebe.
- Kapitel 21 am 17.8.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Freude.
- Kapitel 22 am 24.8.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Der Friede.
- Kapitel 23 am 31.8.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Langmut.
- Kapitel 24-1 am 7.9.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Freundlichkeit.
- Kapitel 24-2 am 14.9.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Freundlichkeit.
- Kapitel 25 am 28.9.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Güte.
- Kapitel 26 am 12.10.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Treue.
- Kapitel 27 am 19.10.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Sanftmut.
- Kapitel 28 am 26.10.2025
Die Frucht des Heiligen Geistes – Die Enthaltsamkeit.
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Heute nun weiter mit Kategorie D - Die Frucht des Heiligen Geistes.
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Kapitel D-28: Die Enthaltsamkeit.
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Wir wollen dieses Thema heute wie folgt studieren:
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- Einführung.
- Die Bedeutung der Enthaltsamkeit im Licht des Wortes Gottes.
- Enthaltsamkeit als Herrschaft über das Fleisch.
- Die Quelle wahrer Selbstbeherrschung – der Geist der Sohnschaft.
- Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes als Schutzraum für Enthaltsamkeit.
- Enthaltsamkeit in der himmlischen Gesinnung.
- Praktische Wege, in der Enthaltsamkeit zu wandeln.
- Abschluss: Der Siegeskranz der Enthaltsamkeit
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1. Einführung.
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Die Frucht der Enthaltsamkeit als Vollendung des geistlichen Wachstums.
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Mit der Enthaltsamkeit oder Selbstbeherrschung kommen wir heute zum Abschluss unserer Betrachtung über die Frucht des Heiligen Geistes. Diese neunfältige Frucht, wie sie in Gal 5,22–23 beschrieben ist, bildet den göttlichen Charakter in den Kindern Gottes ab.
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Sie ist nicht das Ergebnis menschlicher Anstrengung, sondern das sichtbare Wirken des Heiligen Geistes im Leben derer, die im Geist wandeln und nicht nach dem Fleisch.
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Gal 5,22–23 „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit; gegen solche ist das Gesetz nicht.“
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Diese Aufzählung beginnt mit der Liebe – der Wurzel und Quelle aller göttlichen Tugenden – und sie endet mit der Enthaltsamkeit, der Krone und Vollendung des geistlichen Lebens.
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Enthaltsamkeit ist das sichtbare Zeichen eines reifen Kindes Gottes, das gelernt hat, mit seinem Willen, seinen Gedanken, seinen Worten und Taten unter der Leitung des Geistes zu stehen.
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Enthaltsamkeit ist nicht Verzicht um des Verzichts willen, sondern geistliche Disziplin aus Liebe zu Gott dem Vater.
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Es bedeutet, den alten Menschen mit seinen Begierden ans Kreuz zu bringen und das neue Leben, das aus Gott geboren ist, in Reinheit zu bewahren.
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2. Die Bedeutung der Enthaltsamkeit im Licht des Wortes Gottes
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Das Wort „Enthaltsamkeit“ (griechisch: egkrateia) bedeutet Selbstbeherrschung, Selbstdisziplin, das Vermögen, das eigene Fleisch unter Kontrolle zu halten.
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Es bezeichnet die Kraft, fleischliche Begierden nicht regieren zu lassen, sondern sie in der Ordnung Gottes zu halten.
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1.Kor 9,25–27 „Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene nun, damit sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche.
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Ich laufe daher so, nicht wie aufs Ungewisse;
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ich kämpfe so, nicht wie einer, der in die Luft schlägt;
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sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.“
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Hier gebraucht der Apostel Paulus das Bild eines Läufers oder Athleten, der durch strenge Selbstdisziplin und Enthaltsamkeit sein Ziel erreicht.
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So ist auch unser Lauf als Kinder Gottes ein geistlicher Wettlauf – nicht um eine irdische Belohnung, sondern um den unvergänglichen Siegeskranz des ewigen Lebens.
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Die Enthaltsamkeit ist damit keine Nebenfrucht, sondern eine zentrale Tugend, die unser geistliches Leben trägt.
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Ohne Selbstbeherrschung können Liebe, Friede und Sanftmut nicht bestehen. Die Enthaltsamkeit ist der Wächter über alle anderen Eigenschaften der Frucht des Geistes – sie schützt und erhält sie.
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Spr 25,28 „Wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrscht.“
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Enthaltsamkeit ist also wie eine durch den Heiligen Geist gewirkte Mauer, die unsere Seele vor dem Einbruch der Begierden schützt. Wo sie fehlt, wird das Herz zur offenen Stadt, in die jeder Gedanke, jede Versuchung und jede Leidenschaft ungehindert eindringen kann.
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3. Enthaltsamkeit als Herrschaft über das Fleisch
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Wenn wir von Enthaltsamkeit reden, dann reden wir von der Herrschaft über das Fleisch. Das Fleisch steht in der Schrift für die sündige Natur des alten Menschen – für das Ich, das unabhängig von Gott leben will.
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Gal 5,17 „Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.“
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Das Fleisch hat Begierden, die immer gegen den Willen Gottes stehen. Diese Begierden äußern sich in vielen Formen: in Unreinheit, Zorn, Selbstsucht, Völlerei, Unbeherrschtheit, Habsucht, Sucht nach Anerkennung oder Lust. Sie alle entspringen demselben Ursprung – dem eigenwilligen Ich.
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Doch der Gläubige, der den Geist der Sohnschaft empfangen hat, ist nicht mehr unter der Herrschaft des Fleisches, sondern unter der Herrschaft des Geistes.
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Röm 8,13–14 „Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“
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Enthaltsamkeit bedeutet also, den alten Menschen täglich in den Tod zu halten – nicht aus eigener Kraft, sondern im Glauben an das vollbrachte Werk des Herrn Jesus am Kreuz. Wir haben durch ihn die Kraft empfangen, das Fleisch mit seinen Begierden zu kreuzigen.
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Gal 5,24 „Die aber des Christus sind, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.“
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Hier liegt das Geheimnis wahrer Enthaltsamkeit: Wir kämpfen nicht, um das Fleisch zu verbessern, sondern um es im Tod zu halten.
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Der Sieg liegt nicht in menschlicher Anstrengung, sondern im Bleiben im Kreuz Christi.
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4. Die Quelle wahrer Selbstbeherrschung – der Geist der Sohnschaft
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Wahre Enthaltsamkeit ist eine Frucht des Geistes, keine Leistung des Menschen. Der natürliche Mensch kann sich zwar äußerlich disziplinieren, doch innerlich bleibt er ein Sklave seiner Begierden. Nur der, der den Geist der Sohnschaft empfangen hat, besitzt die Kraft, sein Fleisch wirklich zu beherrschen.
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2.Tim 1,7 „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
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Der Geist, den wir empfangen haben, ist der Geist des Herrn Jesus – der Geist der Sohnschaft, der in uns ruft: „Abba, Vater!“ (Röm 8,15).
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Dieser Geist gibt uns die innere Freiheit, „Nein“ zu sagen zu den Lüsten der Welt und „Ja“ zu sagen zum Willen unseres Vaters.
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Das Ziel des Geistes ist nicht, uns zu unterdrücken, sondern uns in die wahre Freiheit zu führen.
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Freiheit bedeutet nicht, alles zu dürfen, sondern fähig zu sein, das Gute zu wählen.
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Titus 2,11–12 „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnend, besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf.“
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Die Gnade Gottes wirkt also durch den Geist in uns und lehrt uns Enthaltsamkeit. Gnade ist nicht Nachsicht mit der Sünde, sondern Kraft zur Überwindung der Sünde.
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5. Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes als Schutzraum für Enthaltsamkeit
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Ein wesentlicher Punkt für das Leben in Enthaltsamkeit ist die Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
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Diese Gemeinschaft umfasst nicht nur die innere Beziehung zu Gott dem Vater und zum Herrn Jesus Christus, sondern auch die Gemeinschaft mit unseren Geschwistern im Leib Christi.
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2.Kor 13,13 „Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“
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Enthaltsamkeit wächst nicht in Isolation. Der Geist wirkt in der Gemeinschaft, in der gegenseitigen Ermahnung, im Gebet füreinander, im Hören auf das Wort und in der gegenseitigen Verantwortung.
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In der Gemeinschaft des Heiligen Geistes werden wir erinnert, korrigiert, gestärkt und ermutigt, himmlisch gesinnt zu bleiben.
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Wer sich von der Gemeinschaft der Heiligen entfernt, öffnet sich der Gefahr, vom Fleisch beherrscht zu werden.
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Hebr 10,24–25 „Und lasst uns aufeinander achthaben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“
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Die Gemeinschaft der Heiligen – das ist Gemeinschaft mit unserem Vater, mit unserem Herrn und Erstgeborenen Bruder Jesus Christus, und mit allen, die durch denselben Geist zu Kindern Gottes gemacht sind.
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In dieser Gemeinschaft werden wir täglich erinnert, dass wir nicht irdisch, sondern himmlisch gesinnt sein sollen.
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6. Enthaltsamkeit in der himmlischen Gesinnung
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Enthaltsamkeit beginnt im Herzen. Wer himmlisch gesinnt ist, lebt nicht für das Sichtbare, sondern für das Unsichtbare. Er sucht nicht Befriedigung im Irdischen, sondern Freude in der Gemeinschaft mit Gott.
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Kol 3,1–2 „Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist.“
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Diese himmlische Gesinnung ist der Schlüssel zur Enthaltsamkeit. Denn wer seine Gedanken auf das Ewige richtet, verliert das Interesse am Vergänglichen. Wer in der Gegenwart Gottes lebt, verliert die Anziehungskraft der Welt.
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Röm 13,14 „Zieht den Herrn Jesus Christus an und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch zur Befriedigung seiner Begierden.“
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Enthaltsamkeit bedeutet, die Sinne, den Körper, die Worte, die Zeit, die Gedanken und den Besitz unter die Herrschaft des Geistes zu stellen. Es ist die Entscheidung, Gott alles zu unterstellen, was in uns wirkt, damit nichts Raum gewinnt, was seinem Willen widerspricht.
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So lernen wir, in jeder Lebenslage zu sagen, was unser erstgeborener Bruder und unser Herr Jesus gesagt hat: „Nicht mein Wille, sondern deiner geschehe!“ (Lk 22,42).
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7. Praktische Wege, in der Enthaltsamkeit zu wandeln
Die Enthaltsamkeit wächst nicht plötzlich, sondern in einem beständigen Prozess des Gehorsams. Der Heilige Geist wirkt sie in uns, aber wir sind aufgerufen, uns ihm zu unterstellen.
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- 1. Wache über dein Herz.
Spr 4,23 „Mehr als alles, was man bewahrt, behüte dein Herz; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.“ Das Herz ist die Quelle aller Entscheidungen. Enthaltsamkeit beginnt dort, wo wir unsere Gedanken prüfen und das Böse verwerfen, bevor es zur Tat wird.
- Fülle dich mit dem Wort Gottes.
Ps 119,11 „In meinem Herzen habe ich dein Wort geborgen, damit ich nicht gegen dich sündige.“ Das Wort Gottes ist das Schwert des Geistes. Es erinnert uns an den Willen des Vaters und gibt uns Kraft, Versuchungen zu widerstehen.
- Lebe im Gebet.
Matt 26,41 „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.“ Gebet hält uns in ständiger Abhängigkeit von Gott. Es bringt unsere Schwachheit in seine Stärke.
- Vertraue auf die Gemeinschaft.
Jak 5,16 „Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“ Offenheit unter Geschwistern schützt vor Fallstricken. Wer im Licht wandelt, bleibt frei.
- Achte auf das Ziel.
1.Kor 9,25 „Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem.“ Wir laufen nicht ungewiss, sondern auf ein Ziel zu – die Herrlichkeit bei Gott. Der Blick auf das Ziel macht stark, Versuchungen zu überwinden.
- Pflege Dankbarkeit.
1.Thess 5,18 „Sagt in allem Dank; denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ Dankbare Herzen begehren weniger. Wer erkennt, was er in Christus besitzt, braucht keine irdische Befriedigung.
- Bleibe im Kreuz.
Gal 6,14 „Mir aber sei es fern, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“ Das Kreuz trennt uns vom Einfluss der Welt und hält das Fleisch im Tod.
8. Abschluss: Der Siegeskranz der Enthaltsamkeit
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Am Ende dieser Predigtreihe über die Frucht des Heiligen Geistes sehen wir folgendes:
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Der Heilige Geist wirkt in uns das göttliche Wesen, das in Liebe beginnt und in Enthaltsamkeit vollendet wird.
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- Die Liebe bringt die göttliche Natur hervor. Die Enthaltsamkeit bewahrt sie.
- Die Liebe öffnet das Herz für Gott. Die Enthaltsamkeit schließt die Tür für das Fleisch.
- Die Liebe sucht Gemeinschaft. Die Enthaltsamkeit schützt sie.
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Wer in der Enthaltsamkeit wandelt, lebt ein Leben, das Gott dem Vater Freude macht. Er ist nicht getrieben von den Begierden des Fleisches, sondern geführt vom Geist. Er lebt nicht aus dem Eigenen, sondern aus dem, was von oben kommt.
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2.Petr 1,5–7 „5 so setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis,
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6 in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht,“
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Der Apostel Petrus zeigt hier, dass Enthaltsamkeit ein Glied in der Kette geistlicher Reife ist.
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Sie steht zwischen Erkenntnis und Ausharren – sie verbindet Einsicht mit Beständigkeit.
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Wenn wir also in Enthaltsamkeit leben, leben wir im Einklang mit dem Geist der Sohnschaft. Wir spiegeln den Charakter unseres Erstgeborenen Bruders, des Herrn Jesus, wider, der vollkommen in Gehorsam und Selbstbeherrschung wandelte.
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Phil 2,8 „Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“
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In ihm sehen wir das vollkommene Vorbild göttlicher Enthaltsamkeit.
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Er begehrte nicht, was die Welt bot, sondern suchte nur den Willen des Vaters.
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So lasst uns in dieser Gesinnung wandeln, im Bewusstsein, dass der Geist, der in uns wohnt, uns befähigt, in allen Dingen maßvoll, besonnen und heilig zu leben. Denn die Frucht des Geistes in uns ist das Siegel, dass wir wahrhaft Kinder Gottes sind.
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Gal 5,25 „Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns auch durch den Geist wandeln.“
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Gott der Vater möge in uns das Werk seines Geistes vollenden, damit unser Leben durch Enthaltsamkeit, Reinheit und Heiligkeit seinen Namen ehrt – jetzt und in Ewigkeit.
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AMEN!
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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