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Freude auch in der Not?
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heute studieren wir anhand des Wortes Gottes das Thema:
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Freude auch in der Not?
Diese Botschaft gliedern wir wie folgt:
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- Wenn unsere Pläne zerbrechen – die Realität des christlichen Lebens.
- Anfechtungen als Teil des Weges der Kinder Gottes.
- „Achtet es für lauter Freude“ – Freude als bewusste Glaubensentscheidung.
- Die Bewährung des Glaubens und das Wirken standhaften Ausharrens.
- Gottes Ziel: ein vollkommenes Werk an uns.
- Freude aus Verheißung – nicht aus Umständen.
- Hoffnung auf die zukünftige Herrlichkeit und der Blick auf das Unsichtbare.
- Schluss und Ermutigung.
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1. Wenn unsere Pläne zerbrechen – die Realität des christlichen Lebens.
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Wir alle leben mit Erwartungen. Wir planen unser Leben, unsere Arbeit, unsere Familien, unseren Dienst. Wir setzen Ziele, machen Kalkulationen, überlegen Schritte für die Zukunft. Und das ist nicht falsch. Der Mensch ist von Gott so geschaffen, dass er denkt, ordnet, plant und Verantwortung übernimmt.
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Doch immer wieder erleben wir, dass diese Pläne durchkreuzt werden. Umstände verändern sich plötzlich. Menschen, auf die wir vertraut haben, gehen andere Wege. Gesundheit, Sicherheit oder Stabilität geraten ins Wanken.
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Gerade als Gläubige geraten wir dann leicht in innere Spannung.
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- Warum lässt Gott das zu?
- Habe ich etwas falsch gemacht?
- Hätte ich anders entscheiden sollen?
- Wie soll man sich darüber freuen?
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Genau hier setzt der Jakobusbrief an. Er beschönigt nichts. Er verspricht kein problemloses Leben. Er sagt nicht, dass der Glaube uns vor Not bewahrt. Im Gegenteil: Er rechnet fest damit, dass wir in Anfechtungen geraten.
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Jak 1,2–4 „2 Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, 3 da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. 4 Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.“
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Diese Worte sind realistisch – und zugleich zutiefst herausfordernd.
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2. Anfechtungen als Teil des Weges der Kinder Gottes.
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Jakobus spricht nicht von falls ihr in Anfechtungen geratet, sondern von wenn. Er geht davon aus, dass Anfechtungen zum Leben der Gläubigen gehören.
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Anfechtungen sind kein Zeichen göttlicher Ferne. Sie sind auch kein Beweis mangelnden Glaubens.
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Diese Anfechtungen sind „mannigfaltig“. Jeder erlebt sie anders. Manche tragen schwere äußere Lasten, andere kämpfen mit innerer Schwachheit, mit Angst, mit Enttäuschung oder mit langem Warten.
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Wichtig ist: Keine dieser Situationen ist zufällig.
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Gott ist nicht überrascht von unserem Weg. Er verliert die Kontrolle nicht, wenn unsere Pläne scheitern.
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Gott lässt Dinge zu, die wir uns selbst niemals ausgesucht hätten – aber immer mit einem Ziel.
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Röm 8,28 „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.“
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3. „Achtet es für lauter Freude“ – Freude als bewusste Glaubens-Entscheidung.
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Jakobus fordert uns auf, etwas zu achten.
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Freude ist hier kein spontanes Gefühl, sondern eine geistliche Bewertung der Situation.
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- Es geht nicht darum, Schmerz zu leugnen.
- Es geht auch nicht darum, Leid schönzureden.
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Die Schrift verlangt nicht von uns, so zu tun, als sei Not etwas Angenehmes. Die Freude, von der Jakobus spricht, entsteht auf einer anderen Ebene. Sie entsteht dort, wo wir Gottes Gedanken höher achten als unsere Empfindungen.
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Diese Freude ist nur möglich, wenn wir wissen, dass
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- Gott treu ist
- ER uns nicht verlässt.
- alles, was er zulässt, einem größeren Ziel dient.
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Ohne diese Verheißung wäre Jakobus’ Aufforderung unerträglich. Mit dieser Verheißung aber wird sie tragfähig.
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Im natürlichen Sinn verstehen wir Freude als eine emotionale Reaktion auf angenehme Umstände. Geistliche Freude entspringt nicht dem, was wir erleben, sondern dem, wie wir es im Licht Gottes einordnen.
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Genau deshalb verwendet Jakobus das Wort „achtet es“.
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Das ist ein bewusster, geistlicher Vorgang des Denkens und Bewertens – kein spontanes Empfinden.
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Phil 4,4 „Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!“
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Der Apostel Paulus schreibt diese Worte nicht aus einer komfortablen Situation heraus, sondern aus Gefangenschaft.
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Die Freude wird hier nicht an Umstände, sondern ausdrücklich an den Herrn gebunden.
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Das zeigt: Diese Freude entsteht nicht automatisch, sondern gründet sich auf eine bewusste Ausrichtung des Herzens auf Gott.
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2.Kor 6,10 „als Betrübte, aber allezeit uns freuend; als Arme, aber viele reich machend; als solche, die nichts haben und doch alles besitzen.“
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Hier wird deutlich, dass Freude und Betrübnis gleichzeitig existieren können. Freude ist also keine Verdrängung von Leid, sondern eine innere Gewissheit, die unabhängig von den Umständen besteht.
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Das Leid ist real – aber es bestimmt nicht die geistliche Bewertung der Situation. Darum ist Freude – wie Jakobus sie meint – kein spontanes Gefühl, sondern eine geistliche Bewertung der Situation aus Glauben und Hoffnung.
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4. Die Bewährung des Glaubens und das Wirken standhaften Ausharrens.
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Jakobus verbindet Anfechtungen direkt mit der Bewährung des Glaubens, sowie der Apostel Petrus in seinem 1.Brief.
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1.Petr 1,6–7 „6 Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Anfechtungen betrübt seid, 7 damit die Bewährung eures Glaubens, viel kostbarer als die des vergänglichen Goldes, das durchs Feuer erprobt wird, befunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi.“
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Glaube, der nicht geprüft wird, bleibt Theorie.
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Er bleibt etwas, das wir bekennen, aber nicht unbedingt leben. Erst in der Not zeigt sich, worauf unser Herz wirklich vertraut. Vertrauen wir auf sichtbare Sicherheiten? Diese können uns jederzeit genommen werden.
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Oder halten wir fest an dem unsichtbaren Gott? ER ist für immer bei uns.
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Die Bewährung des Glaubens bewirkt standhaftes Ausharren.
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Die Bewährung des Glaubens ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess. Sie geschieht dort, wo unser Glaube nicht nur bekannt, sondern im Leben erprobt wird.
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Gerade in Umständen, die wir nicht verstehen und die wir uns selbst nicht ausgesucht hätten, zeigt sich, worauf wir wirklich vertrauen.
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Wir haben also verstanden, dass unsere Freude im Herrn – und damit auch unsere Geborgenheit – nicht von günstigen Umständen abhängt. Weil wir Kinder Gottes sind, werden wir von Gott getragen, immer und überall.
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Auch dann, wenn wir seine Wege gerade nicht begreifen können, bleibt er treu. Dieses Wissen wird zur Quelle unserer Freude.
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Hebr 13,5 „Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und dich keineswegs verlassen.“
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Dieses Vertrauen wächst oft gerade dort, wo unser eigenes Verstehen an Grenzen stößt. Wir können den Sinn nicht immer sofort erkennen – aber wir wissen, wem wir gehören.
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Und aus dieser Gewissheit schöpfen wir die Freude, die nicht aus dem Sichtbaren kommt, sondern aus Gott.
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Die Bewährung des Glaubens geschieht nicht erst, wenn die Not vorbei ist. Sie geschieht mitten in der Not. Gerade in dieser Zeit zeigt sich, ob unser Vertrauen an Gott gebunden ist oder an das, was wir sehen.
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Der Apostel Paulus beschreibt gleich zu Beginn seines zweiten Korintherbriefes auf eindrückliche Weise das Leiden und den Trost zugleich.
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2.Kor 1,3-11 „3 Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,
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4 der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.
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5 Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.
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6 Haben wir Bedrängnis, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung, die sich wirksam erweist in standhafter Erduldung derselben Leiden, die auch wir erleiden; werden wir getröstet, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung;
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7 und unsere Hoffnung für euch ist gewiss, da wir wissen: Gleichwie ihr Anteil an den Leiden habt, so auch am Trost.
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8 Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, die uns in [der Provinz] Asia widerfahren ist, dass wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über [unser] Vermögen hinaus, sodass wir selbst am Leben verzweifelten;
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9 ja, wir hatten in uns selbst schon das Todesurteil, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.
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10 Er hat uns denn auch aus solch großer Todesgefahr gerettet und rettet uns noch; und wir hoffen auf ihn, dass er uns auch ferner retten wird,
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11 wobei auch ihr mitwirkt durch eure Fürbitte für uns, damit wegen der von vielen Personen für uns [erbetenen] Gnadengabe auch von vielen gedankt werde um unsretwillen.“
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Gott, unser Vater bleibt auch in schwerer Bedrängnis der Gott allen Trostes. Er sieht unsere Not, trägt uns hindurch und lässt uns nicht allein.
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Gott führt seine Kinder manchmal bewusst in Situationen, in denen menschliche Sicherheiten nicht mehr tragen, damit das Vertrauen ganz auf ihn gerichtet wird. Und genau dort bewährt sich der Glaube.
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Dieses Vertrauen wächst gerade dort, wo unser eigenes Begreifen an Grenzen stößt. Wir verstehen nicht alles – aber wir wissen, wem wir gehören. Und aus diesem Wissen heraus schöpfen wir die Quelle unserer Freude.
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Dieses Ausharren ist keine Resignation. Es ist ein bewusstes Bleiben bei Gott. Ein Festhalten, auch wenn sich nichts sofort ändert. Ausharren bedeutet, Gott treu zu bleiben, auch wenn wir seine Wege nicht verstehen. Es bedeutet, nicht bitter zu werden, nicht innerlich zu fliehen, sondern im Vertrauen auszuharren.
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5. Gottes Ziel: ein vollkommenes Werk an uns.
Nun kommt der entscheidende Punkt: Das Ausharren soll ein vollkommenes Werk haben. Gott arbeitet an uns. Nicht an unseren Umständen – sondern an uns selbst.
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- „Vollkommen“ bedeutet hier geistlich gereift. Nicht kindlich, nicht schwankend, nicht abhängig von äußeren Dingen.
- „Vollständig“ bedeutet: innerlich ganz, nicht zerrissen, nicht abhängig von dieser Welt.
Gott will Kinder, die ihm vertrauen – auch dann, wenn alles andere wegfällt. Das ist das Werk, das er in uns vollendet.
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6. Freude aus Verheißung – nicht aus Umständen.
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Hier liegt der Schlüssel zur Freude in der Not. Unsere Freude gründet sich nicht auf das, was wir sehen oder empfinden, sondern auf das, was Gott verheißen hat.
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Sichtbare Umstände verändern sich ständig, Verheißungen Gottes aber bleiben unverändert und zuverlässig.
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Wir wissen, dass Gott nichts dem Zufall überlässt. Er gebraucht auch das, was uns schwerfällt, um uns zu formen und innerlich zu festigen. Keine Träne ist vor ihm verborgen, kein Leid bleibt unbeachtet, kein Umweg ist vergeblich. Selbst dann, wenn wir den Sinn im Moment nicht erkennen können, wirkt Gott weiter an seinem Ziel mit uns. Röm 8,28 „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.“
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Diese Verheißung verändert unseren Blick. Sie nimmt der Not nicht ihre Realität, aber sie nimmt ihr die Macht über unser Inneres.
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Wir sind nicht mehr ausgeliefert, sondern geborgen. Die Umstände dürfen schwer sein – doch sie bestimmen nicht mehr unsere Hoffnung und nicht unsere Freude.
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So wächst eine Freude, die tiefer reicht als das Sichtbare – eine Freude, die aus der Verheißung Gottes lebt und uns auch in der Not trägt.
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7. Hoffnung auf die zukünftige Herrlichkeit und der Blick auf das Unsichtbare.
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Unsere Freude reicht über diese Welt hinaus. Wir leben nicht für das Hier und Jetzt allein. Wir haben eine Hoffnung, die über den Tod hinausgeht.
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Wir erwarten die zukünftige Herrlichkeit. Die Gemeinschaft mit all unseren Geschwistern. Das Leben im Beisein unseres himmlischen Vaters.
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Wenn diese Hoffnung lebendig ist, erscheinen selbst schwere Nöte in einem anderen Licht. Sie sind zeitlich begrenzt. Die Herrlichkeit aber ist ewig.
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8. Schluss und Ermutigung.
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Keine Not in unserem Leben ist sinnlos. Keine Träne fällt unbemerkt zu Boden.
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Jeder Weg, auch der schwere, kann uns näher zum Vater führen. Gerade dort, wo unsere eigene Kraft endet, beginnt oft die Tiefe der Gemeinschaft mit ihm.
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Die Not zwingt uns, den Blick vom Sichtbaren zu lösen und neu auf das Unsichtbare zu richten – auf den, der uns trägt.
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- Darum ist Freude in der Not zu ergreifen.
Nicht, weil die Not gering wäre, sondern weil Gott größer ist als jede Not. Nicht, weil wir stark wären, sondern weil ER treu bleibt, auch dann, wenn wir schwach sind.
- Unsere Freude gründet sich nicht auf Durchhalten aus eigener Kraft, sondern auf die lebendige Hoffnung, die Gott selbst in unsere Herzen gelegt hat.
Röm 8,18 „Denn ich halte dafür, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.“
Diese Herrlichkeit ist unser Ziel. Sie ist gewiss. Sie wartet auf uns im Beisein unseres Vaters. Und von dort her betrachtet verliert jede gegenwärtige Not ihre letzte Macht.
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- Sie wird zum Weg, nicht zum Hindernis;
- Sie wird zur Formung, nicht zur Niederlage.
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So dürfen wir lernen – mitten im Ringen, mitten im Ausharren – mit Jakobus zu sagen:
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Jak 1,2–4 „2 Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet …“
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Nicht aus eigener Kraft, sondern getragen von der Hoffnung auf die kommende Herrlichkeit – in der Gegenwart unseres Vaters, wo jede Träne abgewischt und jede Mühe ihren Sinn offenbaren wird.
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AMEN!
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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