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Können Frauen Gemeindeleiter oder Älteste sein?

Gott, Christus, die Treue und unser Leben - Teil 1

Gottes Absicht ist die Einhaltung einer klaren Schöpfungsordnung.
Gott will, dass sich die Frau dem Mann unterordnet und dass sie nicht versucht, über den Mann zu herrschen, um ihn zum Ungehorsam und zur Sünde zu verführen, so wie es Eva mit Adam getan hat.

Diese Schöpfungsordnung gibt der Apostel Paulus immer als Begründung für die Rolle der Frau in der Familie und der Gemeinde. Wir müssen also nicht krampfhaft nach einer kulturellen oder sonstigen Begründung suchen, da uns ja der Apostel Paulus klar und eindeutig die Begründungen dafür vorstellt.

Lediglich bei der Kopfbedeckung erwähnt der Apostel Paulus die damalige Gewohnheit als zusätzliche Begründung, denn auch hier geht es um Unterordnung. Allerdings bei vollkommener Gleichwertigkeit der Frau in der Schöpfung.

In unseren bisherigen Bibelstudien bezüglich Mann und Frau konnten wir anhand der Heiligen Schrift - im Rahmen der Schöpfungsordnung Gottes - viele wertvolle Erkenntnisse zum Ratschluss Gottes gewinnen.

Heute nun geht es in Ergänzung zu diesen Themen um einen weiteren und ganz entscheidenden Aspekt in der geschlechterspezifischen Ordnung Gottes zu der wichtigen Frage, ob Frauen Gemeindeleiter oder Älteste sein können.

Auch diese Frage ist, genau wie die bisherigen Fragen zur Frau in der Gemeinde, äußerst umstritten und wird bis heute ganz unterschiedlich verstanden und erklärt.

Gottes Ordnung für Leiterschaft ist ein Thema, das viele Emotionen weckt, aber unser Ziel ist es, die Heilige Schrift als einzige Basis der Wahrheit zu respektieren und dadurch den Ratschluss Gottes zu verstehen.

Diese entscheidende Frage wollen wir durch folgende Themen-Stellungen beantworten.
  1. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse zur Rolle der Frau in der Gemeinde.
  2. Der Unterschied zwischen Ältester und Aufseher (Presbyter und Episkopos).
  3. Können Frauen Gemeindeleiter oder Älteste sein?

1. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse zur Rolle der Frau in der Gemeinde.

Kopfbedeckung, und das Verhalten bei Gebet und Weissagung
1 Kor 11,5 „Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. (…)
8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann;
9 denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. (…)
13 Urteilt bei euch selbst: Ist es anständig, daß eine Frau unverhüllt zu Gott betet? (…)
16 Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, <so soll er wissen:> wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.“

In diesem Abschnitt geht es um das private oder öffentliche Gebet und die Weissagung von Männern und Frauen. Hier ist kein Bezug zur Gemeinde gemacht, in der vom Heiligen Geist durch den Apostel Paulus an anderer Stelle besondere Ordnungen aufgestellt werden.

Paulus beschreibt hier, wie in allen anderen relevanten Schriftstellen auch, die Schöpfungsordnung Gottes, wonach der Mann das Haupt der Frau ist.
Es geht darum, dass sich die Frau in ihrem Verhalten ständig an die Schöpfungsordnung hält und versteht, dass sie sich ihrem Haupt, nämlich ihrem Mann, unterordnen soll und nicht, wie das Eva in Rebellion gegen Gott und ihren Mann getan hat, indem sie die Autorität, die Gott Adam gegeben hatte, an sich gerissen hat.

Sollen die Frauen in der Gemeinde schweigen?
1. Korinther 14,34-35: „Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in den Gemeinden; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen.“

Das Schweigegebot der Frauen in der Gemeinde bedeutet in diesem Zusammenhang und Verständnis, dass Frauen sich nicht an der Verkündigung und Beurteilung von prophetischen Botschaften beteiligen sollten.

Jede Frau konnte beten oder weissagen im privaten oder öffentlichen Bereich, aber eben nicht in der Gemeinde. Zumindest in der damaligen Zeit der Gemeinde nicht, was sich später aber ändern wird, worauf wir gleich noch gesondert eingehen werden.

Lehrverbot der Frauen in der Gemeinde damals
1 Timotheus 2,11-14: „Eine Frau lerne in der Stille, in aller Unterordnung. Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren oder über den Mann zu herrschen

(a.Ü. Ich gestatte es einer Frau nicht,´vor versammelter Gemeinde` zu lehren und sich ´damit` über die Männer zu stellen),


sondern sie soll sich still verhalten. Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung.“

Es geht also eindeutig darum, dass es Frauen nicht erlaubt war, durch die Lehre über die Männer zu herrschen.

Die durch den Heiligen Geist bevollmächtigten und ausgerüsteten Männer Gottes hatten in den Gemeinden die Autorität über die Offenbarungen und den Ratschluss Gottes, die sie durch ihre Lehre ausübten, da es das Neue Testament weder vollständig, noch in schriftlicher Form gab.

Somit haben diejenigen, die damals in den Gemeinden auftraten und lehrten, die geistliche Autorität über die Gemeinden ausgeübt. Nachdem aber die Frau keine Autorität über die Männer haben darf, hat eben der Apostel Paulus, inspiriert durch den Heiligen Geist, den Frauen nicht erlaubt, zu lehren.

Nachdem das vollkommene Wort Gottes in der Form der 27 Bücher des neuen Testamentes da ist, gibt es keine Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer mehr, die etwas verkündigen, was es nicht bereits im geschriebenen, vollkommenen Wort Gottes gibt.

Seitdem das Vollkommene da ist, gibt es eine alleinige Autorität, und zwar die des vollkommenen Wortes Gottes, das auch als das „Vollkommene“ bezeichnet wird.

Daher ist es seit dieser Zeit völlig gleich, ob ein Mann oder eine Frau in der Gemeinde lehrt, da jeder gleichermaßen unter der Autorität des Vollkommenen steht. Darüber haben die Ältesten zu wachen.

Wichtig ist es, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass es damals in Korinth keine Ältesten gab.

2. Der Unterschied zwischen Ältester und Aufseher (Presbyter und Episkopos).

Der Unterschied zwischen Presbyter und Episkopos liegt weniger in der Funktion als in den Begriffen und ihrer sprachlichen Herkunft, da beide in der frühen Kirche oft synonym verwendet wurden, um geistliche Leiter zu bezeichnen.

Biblischer Hintergrund
Presbyter (πρεσβύτερος):
Der Begriff bedeutet wörtlich "Ältester" und hat seine Wurzeln im Judentum. Dort bezeichnete es erfahrene und weise Männer, die in der Synagoge oder im Volk Israel Leitungsaufgaben wahrnahmen. Im Neuen Testament wird "Presbyter" als Titel für geistliche Leiter der Gemeinden gebraucht (z. B. Apg 14,23; Tit 1,5).
Episkopos (ἐπίσκοπος):
Wörtlich übersetzt "Aufseher" oder "Bischof". Dieser Begriff beschreibt eine Funktion der Aufsicht und Fürsorge innerhalb der Gemeinde. Er wird im Neuen Testament ebenfalls für geistliche Leiter verwendet (z. B. Phil 1,1; 1 Tim 3,1-7).

Synonyme Verwendung im Neuen Testament
In mehreren Passagen werden beide Begriffe in ähnlicher Weise verwendet, was darauf hindeutet, dass sie ursprünglich dieselbe Rolle beschrieben:
  • In Apg 20,17-28 ruft Paulus die Ältesten (Presbyteroi) der Gemeinde von Ephesus zu sich und bezeichnet sie später als "Episkopoi", die die Gemeinde Gottes hüten sollen.
  • In Tit 1,5-7 setzt Paulus "Presbyter" und "Episkopos" gleich, indem er dieselbe Personengruppe beschreibt.
Fazit: Im Neuen Testament wird die Bezeichnung Presbyter und Episkopos synonym verwendet, wobei Presbyter den Schwerpunkt auf die Person (Ältester) und Episkopos auf die Funktion (Aufsicht) legt.

3. Können Frauen Gemeindeleiter oder Älteste sein?

Gottes Schöpfungsordnung und die Rolle der Frau
In 1. Mose 1,27 heißt es: „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“

Männer und Frauen sind in ihrer Würde und ihrem Wert vollkommen gleich. Das sehen wir auch in Galater 3,28: „Hier ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.“

Doch Gleichwertigkeit bedeutet nicht Gleichheit in den Aufgaben. Die Schöpfungsgeschichte zeigt uns, dass Gott Mann und Frau mit unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungen geschaffen hat. Der Mann wird als Haupt der Familie eingesetzt (Eph 5,23), und diese Verantwortung spiegelt sich auch in der Gemeinde wider.

Die biblischen Vorgaben für Älteste und Leiter
In 1 Timotheus 3,1-7 und Titus 1,5-9 beschreibt Paulus die Anforderungen an einen Ältesten oder Episkopos.

Wir haben bei den bisherigen Ausführungen erkannt, dass Gott Männern die Verantwortung für die geistliche Leitung der Gemeinde anvertraut hat. Der Apostel Paulus begründet dies in 1 Timotheus mit der Schöpfungsordnung und dem Sündenfall.

1 Tim 2,12. „Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern ‹ich will›, daß sie sich in der Stille halte,
13. denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva;
14. und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung.“

Die Verantwortung der Männer
Wenn wir verstehen, dass Gott Männern die Verantwortung für die geistliche Leitung gegeben hat, dann müssen wir auch fragen: Sind die Männer diesen Aufgaben und Verantwortung gegenüber gehorsam?
  • Sind wir als Männer bereit, die Gemeinde mit Liebe, Demut und biblischer Weisheit zu leiten?
  • Unterstützen wir die Frauen in ihrer wichtigen Aufgabe, die Gemeinde mit ihren Gaben zu bereichern? Insbesondere in ihrem diakonischen Dienst.
Die Bibel fordert Männer auf, ihr „Haus gut zu leiten“ (1 Tim 3,4) und „wie Christus die Gemeinde zu lieben“ (Eph 5,25). Das ist eine hohe Berufung, die nicht missbraucht werden darf.

Zum Schluss: die Bibel ruft uns auf, gehorsam zu sein und Gottes Schöpfungsordnung einzuhalten, sowie unsere Gaben entsprechend den von Gott festgelegten Aufgaben einzusetzen.

Wenn wir die unterschiedlichen Aufgaben von Männern und Frauen anerkennen, ehren wir Gott und fördern den Aufbau der Gemeinde.

Mögen wir alle, Männer wie Frauen, treu in dem Dienst stehen, zu dem Gott uns berufen hat – zur Ehre seines Namens und zum Wohle seiner Gemeinde.


AMEN!

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Reinhold Thalhofer
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Adnan Krikor
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!

Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,

Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.