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Ehe und Ehelosigkeit.
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die Themen Ehe und Ehelosigkeit sind von zentraler Bedeutung für das Leben eines Gläubigen. Die Bibel gibt uns klare Anweisungen über Gottes Plan für die Ehe, die Verantwortung der Ehepartner, sowie den Umgang mit Ehelosigkeit und Scheidung.
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Diese Botschaft soll helfen, biblische Wahrheiten zu erkennen und den Willen Gottes zu verstehen. Dabei stützen wir uns ausschließlich auf das Wort Gottes und nicht auf menschliche Traditionen oder gesellschaftliche Normen.
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Wir gliedern diese Botschaft wie folgt auf:
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- Die Ehe als göttliche Ordnung
- Die Bedeutung der Ehe
- Die Ehelosigkeit als besondere Gabe
- Was ist mit einem gegen seinen Willen geschiedenen Ehepartner?
- Fazit
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1. Die Ehe als göttliche Ordnung:
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Einerseits wurde sie von Gott selbst eingesetzt, andererseits gibt es einen göttlichen Ruf zur Ehelosigkeit.
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Gott hat die Ehe von Anfang an als eine göttliche Institution geschaffen. Sie ist nicht nur eine menschliche Einrichtung, sondern eine von Gott gesegnete Verbindung zwischen Mann und Frau.
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- 1.Mo 1,28: „Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde.“
- Eph 5,25: „Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben.“
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Die Ehe ist ein Abbild der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde. Sie ist heilig und unauflöslich. Sie dient nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch der gegenseitigen Ergänzung und Unterstützung.
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Pred 4,9-10: „Zwei sind besser als einer, weil sie einen guten Lohn für ihre Mühe haben. Denn wenn sie fallen, hilft der eine dem anderen auf.“
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2. Die Bedeutung der Ehe
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Die Ehe ist ein heiliger Bund, von Gott selbst eingesetzt, ein Zeichen Seiner Treue und Seines Segens für diejenigen, die sich in Liebe und Hingabe verbinden.
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Gottes Wort sagt in 1.Mose 2,24: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein."
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Dies zeigt uns, dass die Ehe eine tiefgehende Einheit schafft – zwei Menschen werden eins, nicht nur in äußerer Gemeinschaft, sondern auch in Geist und Seele.
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Das Allerwichtigste in dieser von Gott gestifteten Einheit, der Ehe, ist die Einheit im Geist. Denn wenn zwei Menschen in ihrem Glauben an den einen wahren Gott vereint sind, wenn sie gemeinsam auf Ihn vertrauen, sich von Seinem Wort leiten lassen und sich in ihrem geistlichen Leben gegenseitig stärken, dann steht ihre Ehe auf einem unerschütterlichen Fundament.
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Aus dieser Einheit im Geist erwächst die Einheit der Seele – ein tiefes, inniges Verständnis füreinander, geprägt von Liebe, Respekt, Geduld und Vergebung. Hierin spiegelt sich die gegenseitige Hingabe wider, in der einer den anderen höher achtet als sich selbst.
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Phil 2,3 „Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.“
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Eine solche Herzensverbundenheit schenkt Frieden und Freude und hilft, gemeinsam auch durch schwierige Zeiten zu gehen.
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Schließlich folgt daraus die Einheit des Körpers – ein Ausdruck der Liebe und Vertrautheit, die Gott selbst in der Ehe gesegnet hat (und sie werden ein Fleisch).
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Diese drei Ebenen der Einheit – Geist, Seele und Leib – sind untrennbar miteinander verbunden. Eine starke, erfüllte Ehe beginnt mit einer tiefen geistlichen Gemeinschaft, die sich in Christus entfaltet, wächst in einer seelischen Verbundenheit, die von Liebe und Vertrauen getragen ist, und findet ihren Ausdruck in der körperlichen Einheit, die die Ehe in ihrer Ganzheit vollendet.
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Die Grundlage einer Ehe, die Gott ehrt, ist Liebe, Vertrauen und gegenseitige Achtung und Hingabe.
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Diese Haltung der Demut und gegenseitigen Wertschätzung ist der Schlüssel zu einer erfüllten und gesegneten Ehe.
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Wahre Liebe ist nicht nur ein Gefühl, sondern mehr als das – sie ist eine bewusste Entscheidung, einander in allen Lebenslagen beizustehen, zu ermutigen und gemeinsam zu wachsen.
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1.Korinther 13,7-8 beschreibt die Liebe mit den Worten:
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- "Die Liebe erträgt alles,
- sie glaubt alles,
- sie hofft alles,
- sie duldet alles.
Die Liebe hört niemals auf."
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3. Die Ehelosigkeit als besondere Gabe
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Neben der Ehe zeigt uns die Bibel auch, dass die Ehelosigkeit eine Gabe Gottes sein kann.
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Matt 19,12: „Manche sind nämlich von Geburt an zur Ehe unfähig, manche werden durch den Eingriff von Menschen dazu unfähig gemacht, und manche verzichten von sich aus auf die Ehe, um ganz für das Himmelreich da zu sein. Wer es begreifen kann, der möge es begreifen!“
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1.Kor 7,8: „Den Unverheirateten und den Verwitweten rate ich, ehelos zu bleiben, wie ich es bin; das ist das Beste für sie.“
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Auf den ersten Blick scheint es hier einen Widerspruch zu geben. Soll man nun heiraten oder nicht?
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Die Antwort finden wir in der Summe des Wortes Gottes:
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1.Kor 7,7-9: „Am liebsten wäre mir ja, wenn jeder wie ich die Befähigung hätte, ledig zu bleiben. Aber es haben nicht alle die gleiche Gabe; dem einen gibt Gott diese, dem anderen eine andere. Den Unverheirateten und den Verwitweten rate ich, ehelos zu bleiben, wie ich es bin; das ist das Beste für sie. Fällt es ihnen jedoch zu schwer, ihr Verlangen zu beherrschen, dann sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als von unerfülltem Verlangen verzehrt zu werden.“
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Hier wird deutlich: Die Fähigkeit zur Ehelosigkeit ist eine Gabe Gottes.
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Wer sie hat, sollte sie nutzen. Doch wie erkennt man, ob man diese Gabe hat?
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Gottes Gaben sind mit Seiner Kraft verbunden. Wer die Gabe der Ehelosigkeit hat, wird auch die Fähigkeit besitzen, sein sexuelles Verlangen zu beherrschen.
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Wer jedoch nicht in dieser Fähigkeit lebt, sollte heiraten, damit er nicht der Versuchung zur Unzucht ausgesetzt ist (1.Kor 7,9).
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Die Entscheidung zur Ehe sollte nicht leichtfertig getroffen werden. Eine Ehe sollte im Herrn geschlossen werden.
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2.Kor 6,14: „Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was hat die Gerechtigkeit mit der Gesetzlosigkeit zu schaffen?“
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4. Was ist mit einem gegen seinen Willen geschiedenen Ehepartner?
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1.Kor 7,10-11 „10 Nun zu den Verheirateten. Für sie habe ich eine Anweisung, die nicht von mir stammt, sondern die der Herr selbst gegeben hat: Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen.
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11 Wenn sie es bereits getan hat, soll sie ehelos bleiben oder sich mit ihrem Mann aussöhnen. Dasselbe gilt für den Mann: Er darf sich nicht von seiner Frau trennen.“
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Die Anweisung in 1.Kor 7,10-11 gilt für beide, sowohl für die Frau als auch für den Mann.
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Der Apostel Paulus macht unmissverständlich klar, dass derjenige Ehepartner, der sich scheiden lässt, entweder ehelos bleiben oder sich mit seinem Partner versöhnen soll.
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Dieses Verbot der Wiederheirat betrifft also ausschließlich denjenigen, der sich gegen den Willen Gottes scheiden lässt – vergleichbar mit einem Ungläubigen, der die Scheidung ohne Rücksicht auf Gottes Gebot vollzieht.
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Für den gläubigen Ehepartner, der gegen seinen Willen geschieden wurde, gilt dieses Verbot jedoch nicht; er ist nicht mehr gebunden.
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Auf diesen ungläubigen Ehepartner, der die Scheidung willentlich herbeiführt, geht der Apostel Paulus in 1.Kor 7,15 näher ein:
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"Wenn sich aber der Ungläubige scheiden will, so scheide er sich! Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; in Frieden aber hat uns Gott berufen."
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Für den gläubigen Ehepartner, der gegen seinen Willen verlassen wurde, ist der scheidungswillige Ehepartner wie ein Verstorbener. Dadurch ist der verlassene Gläubige nicht mehr an die Ehe gebunden:
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Rö 7,2 "Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem Gesetz des Mannes befreit."
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5. Fazit
- Für Unverheiratete, gegen ihren Willen geschiedene und Verwitwete ist es gut, ehelos zu bleiben.
- Wenn sie nicht ehelos bleiben können, dürfen sie heiraten.
- Wer sich gegen den Willen Gottes scheiden lässt, darf nicht wieder heiraten.
AMEN!
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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