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Wenn Gott seine Engel sendet.
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nun studieren wir ein weiteres, besonderes Thema:
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„Wenn Gott seine Engel sendet.“
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Ein Blick in die unsichtbare Welt und den Dienst der himmlischen Boten.
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Die heutige Botschaft gliedern wir wie folgt:
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- Was bedeutet das Wort „Engel“ überhaupt?
- Die himmlischen Engel sind geschaffene Diener Gottes.
- Die unsichtbare Welt ist größer, als wir wahrnehmen können.
- Können Engel Menschen sichtbar begegnen?
- Hat jeder Mensch einen Schutzengel?
- Nicht wir befehlen den Engeln – Gott sendet sie.
- Engel beobachten das Werk Gottes an seinen Kindern.
- Engel sind Diener – wir aber sind Kinder und Erben.
- Die entscheidende Botschaft lautet: „Bete Gott an!“.
- Unsere Sicherheit liegt beim Vater, der seine Boten sendet.
- Schluss – Nicht die Diener, sondern der Vater.
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wenn wir über Engel sprechen, betreten wir ein biblisches Thema, das wie kaum ein anderes von Vorstellungen, Überlieferungen und Spekulationen umgeben ist. Wie viele Engel gibt es? Gibt es verschiedene Arten und Aufgaben? Hat jeder Mensch einen persönlichen Schutzengel? Können Engel heute noch sichtbar erscheinen? Und was geschieht möglicherweise um uns herum in einer unsichtbaren Welt, von der wir mit unseren natürlichen Augen nichts wahrnehmen?
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Gerade bei einem solchen Thema gilt für uns der bekannte Grundsatz aus Psalm 119,160: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit.“
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Wir wollen deshalb weder mehr behaupten, als die Schrift uns offenbart, noch weniger glauben, als sie tatsächlich sagt. Dabei werden wir sehen: Die Bibel gibt uns erstaunliche Einblicke in eine gewaltige unsichtbare Wirklichkeit. Doch je mehr wir über die himmlischen Boten erfahren, desto weniger sollen sie selbst in den Mittelpunkt rücken. Ihr Dienst weist vielmehr auf den hin, der sie sendet: unseren großen Gott und himmlischen Vater.
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1. Was bedeutet das Wort „Engel“ überhaupt?
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Bevor wir uns mit dem Dienst der Engel beschäftigen, müssen wir zunächst einen wichtigen Begriff klären. Wenn wir in unserer deutschen Bibel „Engel“ lesen, denken wir meist sofort an ein himmlisches Geistwesen.
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Doch das hebräische Wort מַלְאָךְ „malʾākh“ - (gesprochen malach) und das griechische Wort „angelos“ bedeuten zunächst schlicht „Bote“ oder „Gesandter“. Sie beschreiben also zunächst eine Aufgabe und nicht automatisch die Wesensart des Boten.
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Das wird bereits im Alten Testament beim geheimnisvollen „Engel des HERRN“ – dem Boten JHWHs – deutlich. Beim brennenden Dornbusch heißt es zunächst:
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2. Mose 3,2 „Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch.“
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Hinweis: Wörtlich steht dort: מַלְאַךְ יְהוָה – malʾakh JHWH . Also: „Bote JHWHs“ bzw. „Engel JHWHs“.
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Wenig später lesen wir jedoch:
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2. Mose 3,4 „Als aber der HERR sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott (Elohim) mitten aus dem Dornbusch zu …“
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Dieser Bote wird einerseits von JHWH unterschieden, tritt andererseits aber mit göttlicher Autorität auf. Besonders bemerkenswert ist deshalb auch Gottes Aussage in 2. Mose 23,20–21: „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her […] Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme […] denn mein Name ist in ihm.“
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In Verbindung mit dem Neuen Testament gibt es starke Hinweise darauf, dass dieser besondere Bote JHWHs nicht einfach ein geschaffenes Engelwesen war, sondern der von Gott gesandte Sohn, durch den der unsichtbare Gott sich offenbarte. Denn Johannes schreibt:
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Johannes 1,18 „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“
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Auch im Neuen Testament bezeichnet angelos deshalb nicht zwangsläufig ein himmlisches Geistwesen. So lesen wir beispielsweise von den „Engeln der sieben Gemeinden“, womit nach unserem Verständnis die verantwortlichen Boten dieser Gemeinden angesprochen werden.
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Das ist für alles Weitere wichtig: Die Schrift kennt geschaffene himmlische Boten; aber nicht jeder, der als „malʾākh“ oder „angelos“ bezeichnet wird, ist deshalb automatisch ein solches geschaffenes Geistwesen. Wer der jeweilige Bote ist, muss uns der Zusammenhang zeigen.
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2. Die himmlischen Engel sind geschaffene Diener Gottes.
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Wenn die Schrift von den himmlischen Engeln spricht, beschreibt sie sie als mächtige Diener Gottes.
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Hebräer 1,14 „Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil erben sollen?“
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Und Psalm 103,20 sagt: „Lobt den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt, gehorsam der Stimme seines Wortes!“
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Diese himmlischen Wesen besitzen offenbar eine Macht, die unsere menschlichen Möglichkeiten weit übersteigt. Trotzdem handeln sie nicht unabhängig. Sie führen Gottes Befehle aus. Ihre Größe liegt nicht in eigener Autorität, sondern darin, dass sie dem Willen Gottes dienen.
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2. Die unsichtbare Welt ist größer, als wir wahrnehmen können.
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Wie gewaltig diese himmlische Welt ist, lässt uns die Schrift zumindest erahnen. Daniel sieht vor dem Thron Gottes:
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Daniel 7,10 „Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm.“
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Ähnlich beschreibt Johannes in Offenbarung 5,11: „… und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend.“
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Allein zehntausendmal zehntausend wären hundert Millionen. Doch vermutlich will die Schrift uns hier weniger eine mathematisch exakte Gesamtzahl nennen als vielmehr eine für uns kaum vorstellbare himmlische Heerschar beschreiben.
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Einen eindrucksvollen Einblick erhalten wir auch in 2. Könige 6. Der Prophet Elisa wird mit seinem Diener von einem feindlichen Heer umzingelt. Der Diener sieht die Soldaten und bekommt Angst. Elisa dagegen sagt:
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2. Könige 6,16 „Fürchte dich nicht! Denn die, welche bei uns sind, sind zahlreicher als die, welche bei ihnen sind!
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Dann öffnet Gott dem Diener die Augen, und plötzlich sieht er den Berg voller feuriger Pferde und Streitwagen rings um Elisa.
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Das Entscheidende daran ist: Diese himmlische Wirklichkeit entstand nicht erst in dem Moment, als der Diener sie sah. Sie war bereits da. Seine Augen wurden lediglich geöffnet für etwas, das vorher schon vorhanden war. Auch wir sollten deshalb niemals meinen, dass die sichtbare Welt die ganze Wirklichkeit sei.
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3. Können Engel Menschen sichtbar begegnen?
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Die Bibel berichtet mehrfach davon. Abraham empfing himmlische Boten, Lot begegnete ihnen in Sodom, Gabriel erschien Daniel und später Maria, Engel verkündigten den Hirten die Geburt des Herrn Jesus, und ein Engel führte Petrus aus dem Gefängnis.
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Besonders interessant ist Hebräer 13,2: „Vernachlässigt nicht die Gastfreundschaft; denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“
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Offensichtlich können himmlische Boten in einer Weise erscheinen, dass Menschen sie zunächst gar nicht als solche erkennen. Die Schrift gibt uns allerdings keine Methode, wie wir solche Begegnungen feststellen könnten, und sie fordert uns auch nicht auf, danach zu suchen. Unser Glaube gründet sich nicht auf außergewöhnliche Erscheinungen, sondern auf Gott und sein Wort.
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4. Hat jeder Mensch einen Schutzengel?
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Häufig wird dafür Matthäus 18,10 angeführt: „Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel schauen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.“
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Diese Aussage zeigt eine besondere Beziehung zwischen Gottes Fürsorge und seinen himmlischen Boten. Sie sagt jedoch nicht ausdrücklich, dass jedem Menschen bei seiner Geburt genau ein persönlicher Engel lebenslang zugeordnet wird.
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Wir sollten deshalb auch hier nicht mehr behaupten, als geschrieben steht. Was wir sicher wissen, ist viel größer:
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Unser himmlischer Vater verfügt über eine unermessliche Schar himmlischer Diener und kann sie jederzeit im Dienst für seine Kinder einsetzen.
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Unsere Sicherheit liegt deshalb nicht in der Vorstellung eines persönlichen Schutzengels, sondern in unserem Vater.
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5. Nicht wir befehlen den Engeln - Gott sendet sie.
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Das wird in Psalm 91,11 besonders deutlich: „Denn er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“
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Wer gibt den Befehl? Gott.
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Wir finden in der Schrift keinen Auftrag an die Gläubigen, Engel anzurufen oder ihnen Befehle zu erteilen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist Apostelgeschichte 12. Petrus sitzt im Gefängnis, während die Gemeinde für ihn betet. Die Geschwister sprechen nicht zu einem Engel und befehlen ihm, Petrus zu befreien. Sie beten zu Gott – und Gott sendet einen Engel.
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Das ist die biblische Ordnung:
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- Die Gemeinde betet zu Gott. Gott hört. Gott entscheidet. Gott sendet. Der Bote dient.
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Unser Ansprechpartner bleibt deshalb immer unser himmlischer Vater.
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6. Engel beobachten das Werk Gottes an seinen Kindern.
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Bemerkenswert ist, dass nicht nur wir uns für die himmlische Welt interessieren. Die Schrift zeigt uns, dass umgekehrt auch die himmlischen Wesen aufmerksam beobachten, was Gott an uns tut.
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1. Petrus 1,12 spricht von den Dingen des Evangeliums, „… in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.“
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Und in Epheser 3,10 erklärt der Apostel Paulus, dass durch die Gemeinde den Mächten und Gewalten in den himmlischen Regionen die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht wird.
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Das verändert unsere Perspektive. Wir Menschen schauen fasziniert auf Engel – aber die Engel schauen auf das Werk Gottes an seiner Gemeinde. Sie sehen Menschen, die aus einer verlorenen Welt herausgerufen, aus Gott geboren und zu seinen Kindern gemacht werden. Sie sehen, wie der Vater sie formt und sie dem Bild seines erstgeborenen Sohnes gleichgestaltet.
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Nicht wir müssen deshalb von Engeln fasziniert sein. Die himmlische Welt sieht staunend, was Gott an seinen Kindern vollbringt.
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7. Engel sind Diener - wir aber sind Kinder und Erben.
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Hebräer 1 bezeichnet die himmlischen Engel als „dienstbare Geister“. Über uns dagegen sagt Römer 8,16–17: „Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus …“
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Das ist kein Grund zum Stolz. Alles, was wir sind, sind wir allein durch Gottes Gnade. Aber es zeigt die gewaltige Berufung, die der Vater seinen Kindern gegeben hat.
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Der Apostel Paulus geht sogar so weit zu sagen:
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1. Korinther 6,3 „Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden?“
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Wie dies einmal im Einzelnen aussehen wird, erklärt die Schrift an dieser Stelle nicht. Deshalb wollen wir auch darüber nicht spekulieren. Aber eines wird deutlich: Die zukünftige Berufung der Kinder Gottes ist gewaltig.
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Der Vater erzieht und formt uns heute nicht ohne Ziel. Er bereitet seine Kinder auf ihre zukünftige Verantwortung in seiner neuen Schöpfung vor.
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8. Die entscheidende Botschaft lautet: „Bete Gott an!“
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Am Ende der Offenbarung fällt Johannes vor dem Boten nieder, der ihm diese Dinge gezeigt hatte.
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Offenbarung 22,8–9 „[…] fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!“
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Wer dieser hier als angelos – Bote oder Gesandter – bezeichnete Sprecher im Einzelnen ist, wollen wir an dieser Stelle bewusst offenlassen. Wie wir gesehen haben, bezeichnet das Wort zunächst einen Boten und nicht automatisch ein bestimmtes himmlisches Wesen.
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Für unsere Botschaft ist die Aussage entscheidend, die uns hier unmissverständlich gegeben wird: „Bete Gott an!“
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Damit bleibt unser Blick dort, wohin ihn die Heilige Schrift lenkt. Nicht Gottes Boten stehen im Mittelpunkt, sondern der Gott, der sie sendet. Unsere Aufmerksamkeit, unser Vertrauen und unsere Anbetung gehören unserem himmlischen Vater.
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9. Unsere Sicherheit liegt beim Vater, der seine Boten sendet.
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Und damit kommen wir zum eigentlichen Zentrum dieser Botschaft. Je mehr wir über die unsichtbare Welt erfahren, desto größer sollten nicht die Engel vor unseren Augen werden, sondern unser himmlischer Vater.
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Tausende mal Tausende und zehntausendmal Zehntausende stehen ihm zur Verfügung. Mächtige himmlische Wesen hören auf seine Stimme und führen seinen Willen aus. Und dieser große Gott ist unser Vater.
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Vielleicht werden wir einmal erfahren, wie oft Gott in unserem Leben eingegriffen hat, ohne dass wir etwas davon bemerkten. Vielleicht hat er tatsächlich Boten gesandt, wo wir nur eine scheinbar zufällige Bewahrung gesehen haben. Darüber wollen wir nicht spekulieren. Wir müssen auch gar nicht wissen, wie Gott uns bewahrt hat. Es genügt zu wissen, wer über uns wacht.
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Unser Vertrauen liegt deshalb nicht in den Dienern, sondern in dem Vater, dem sie dienen.
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10. Schluss - Nicht die Diener, sondern der Vater.
die Welt der Engel ist gewaltig. Die Heilige Schrift zeigt uns eine unsichtbare Wirklichkeit, die unsere Vorstellungskraft weit übersteigt.
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- Engel sind mächtige geistliche Wesen.
- Sie führen Gottes Befehle aus,
- überbringen Botschaften,
- greifen im Auftrag Gottes ein,
- dienen denen, die das Heil erben sollen,
- und beobachten mit Staunen das Werk Gottes an seiner Gemeinde.
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Aber gerade wenn wir all das verstanden haben, sollten wir zu einem überraschenden Ergebnis kommen:
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Nicht die Engel werden größer vor unseren Augen – sondern unser himmlischer Vater.
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- Denn Engel handeln nicht aus eigener Autorität.
Gott sendet sie.
- Engel entscheiden nicht selbst über unseren Weg.
Unser Vater entscheidet.
- Engel sind nicht die Quelle unserer Bewahrung.
Unser Vater ist es.
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Darum suchen wir nicht die Gegenwart von Engeln. Wir suchen die Gemeinschaft mit unserem Vater. Wir beten nicht zu Engeln. Wir beten zu unserem Vater. Wir vertrauen nicht auf Engel. Wir vertrauen unserem Vater. Und wenn er seine Engel sendet, dann dürfen wir wissen: Auch darin zeigt sich seine Fürsorge für seine Kinder.
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Vielleicht sehen wir diese Diener Gottes niemals. Vielleicht sind wir ihnen schon begegnet, ohne es zu wissen.
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Vielleicht werden wir erst in der Ewigkeit erkennen, wie oft die unsichtbare Welt Gottes unseren Lebensweg berührt hat.
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Aber unser Glaube braucht keine sichtbaren Engel. Denn wir kennen denjenigen, der sie sendet.
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Unsere Sicherheit liegt nicht bei den Dienern. Unsere Sicherheit liegt bei dem Vater, der sie sendet.
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Und deshalb endet eine biblische Botschaft über Engel nicht bei den Engeln. Sie endet dort, wohin uns auch der Engel in der Offenbarung weist:
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„Bete Gott an!“
AMEN!
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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt, sei mit uns allen!
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Reinhold Thalhofer und Adnan Krikor,
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Knechte Jesu Christi nach dem Willen unseres himmlischen Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes.
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