Reinhold Thalhofer

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:

  1. Einleitung.
  2. Unser Kampf richtet sich nicht gegen Menschen.
  3. Drei Bereiche des geistigen Widerstandes.
  4. Ein entscheidendes Schlachtfeld ist unser Denken.
  5. Gott selbst hat uns für diesen Kampf ausgerüstet. Glaube schützt uns vor den feurigen Pfeilen.
  6. Die Gesinnung Christi ist Gehorsam gegenüber dem Vater.
  7. Das Wort Gottes – das Schwert des Geistes.
  8. Gebet zeigt unsere Abhängigkeit vom Vater.
  9. Widerstehen bedeutet vor allem: stehen bleiben.
  10. Geistlicher Kampf findet mitten im Alltag statt.
  11. Schlussgedanke.

Wir kämpfen nicht darum, Kinder Gottes zu werden, sondern wir erleben diesen Kampf, weil wir Kinder Gottes sind.

In unserer Serie „Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung“ haben wir in den vergangenen Wochen immer tiefer betrachtet, was es bedeutet, aus Gott geboren zu sein und nun als seine Kinder in dieser Welt zu leben.

Wir haben gesehen, dass unser himmlischer Vater uns erzieht und formt, dass wir lernen sollen, im Geist und nicht im Fleisch zu wandeln, dass die Gesinnung Christi in uns Gestalt gewinnen soll und dass daraus schließlich die Frucht des Geistes in unserem täglichen Leben sichtbar wird.

Wir kennen Versuchungen, innere Kämpfe, Zweifel, Ängste und Gedanken, die unserem neuen Leben widersprechen.

Wir erleben den Einfluss einer Welt, deren Denken nicht auf Gott ausgerichtet ist.

Und darüber hinaus offenbart uns die Heilige Schrift, dass hinter der sichtbaren Welt eine unsichtbare geistliche Wirklichkeit existiert, in der ebenfalls Widerstand gegen Gott und seinen Willen vorhanden ist.

Deshalb spricht die Heilige Schrift vom geistlichen Kampf.

Dabei müssen wir gleich zu Beginn etwas Entscheidendes verstehen:

Wir kämpfen nicht darum, Kinder Gottes zu werden, sondern wir erleben diesen Kampf, weil wir Kinder Gottes sind.

Genau deshalb lautet eine der wichtigsten Aufforderungen des Apostels Paulus in Epheser 6 nicht: Erobert! Sondern: Steht!
pheser 6,10–11 „Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels.“

Damit sind wir mitten in unserem heutigen Thema.

  • Was ist dieser geistliche Kampf?
  • Wo findet er statt?
  • Wer oder was widersteht unserem neuen Leben aus Gott? Und vor allem: Wie können wir als Kinder Gottes darin bestehen?
Leben als Kinder Gottes
Kapitel 8: Der geistliche Kampf des Christen.

Unser Kampf richtet sich nicht gegen Menschen.

Der Apostel Paulus schreibt:
Epheser 6,12 „Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“

Dieser Vers ist von großer Bedeutung, weil er uns davor bewahrt, den falschen Gegner zu bekämpfen.

Unser eigentlicher geistlicher Gegner ist niemals der Mensch vor uns. Nicht der schwierige Arbeitskollege, nicht der Ehepartner, nicht ein Familienmitglied und auch nicht der Bruder oder die Schwester in der Gemeinde.

Natürlich können Menschen uns Unrecht tun. Sie können uns verletzen, missverstehen oder enttäuschen.

Konflikte müssen manchmal geklärt werden, und Sünde darf nicht einfach übergangen werden.

Doch Paulus erinnert uns daran, dass unser geistlicher Kampf eine tiefere Dimension besitzt: Unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut.

Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir in Konflikten nicht anfangen, den anderen Menschen selbst zu unserem Feind zu machen.

Denn der Widersacher kann gerade Verletzungen, Stolz, Misstrauen und Missverständnisse gebrauchen, um Beziehungen zu zerstören und den Leib des Christus zu schwächen.

Wenn Geschwister anfangen, gegeneinander zu kämpfen, hat der Widersacher bereits viel erreicht.

Wie wichtig sind deshalb gerade jetzt die beiden vorherigen Botschaften unserer Serie.

  • Wir brauchen die Gesinnung Christi, damit wir demütig miteinander umgehen können,
  • und wir brauchen die Frucht des Geistes, damit Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Sanftmut und Selbstbeherrschung unser Verhalten bestimmen.

Der geistliche Kampf beginnt deshalb manchmal an einer ganz unerwarteten Stelle: mit der Erkenntnis, dass der Mensch vor mir nicht mein Feind ist.

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