Adnan Krikor

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:

  1. Einleitung – Der Blick nach vorn mitten im Kampf
  2. Ohne Hoffnung kein tragfähiger Glaube
  3. Unsere Hoffnung hat ein festes Ziel: das unvergängliche Erbe
  4. Die Herrlichkeit als Ziel unserer Berufung
  5. Der Weg zur Herrlichkeit führt durch Bewährung 
  6. Die Hoffnung – ein sicherer Anker der Seele
  7. Falsche und wahre Hoffnung
  8. Wie die Hoffnung unseren Alltag heute prägt 
  9. Von der Hoffnung getragen, der Herrlichkeit entgegen

Einleitung –  Der Blick nach vorn mitten im Kampf.

In der letzten Botschaft haben wir den geistlichen Kampf des Christen gemeinsam studiert.

Wir haben gesehen: Wir kämpfen aus unserer Stellung heraus.

Wie letzten Sonntag angekündigt, wollen wir uns heute mit dem Thema beschäftigen: Die Hoffnung unserer Berufung.

Denn gerade mitten im Kampf braucht das Herz eines Kindes Gottes einen festen Ausblick.

Ein Christ, der nicht weiß, worauf er hofft, wird mutlos.

Darum stellt sich heute die Frage:

  • Worauf gründet sich unsere Hoffnung?
  • und warum ist sie so entscheidend für ein Leben als Kind Gottes?

Wir haben in dieser Predigtreihe bereits gesehen,

  • wer ein Kind Gottes ist,
  • welche Stellung es als Sohn und Erbe hat,
  • wie es im Geist statt im Fleisch wandelt und wie es der Gesinnung Christi ähnlicher wird.

All das ist bereits gegenwärtige Wirklichkeit.

Und doch ist noch nicht alles vollendet.

Genau an dieser Stelle setzt die Hoffnung an:

  • Sie überbrückt die Spannung zwischen dem, was wir jetzt schon sind, und dem, was wir einst vollständig sein werden.
Leben als Kinder Gottes
Kapitel 9: Die Hoffnung unserer Berufung.

Ohne Hoffnung kein tragfähiger Glaube

Der Hebräerbrief beschreibt den Glauben mit den Worten:
Heb 11,1 „Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.“

Glaube und Hoffnung gehören also zusammen.

Glaube ohne Hoffnung hätte kein Ziel, auf das er sich richten könnte.

Deshalb spricht der Apostel Paulus in Eph 4,4 ganz bewusst von „einer Hoffnung eurer Berufung“.

Eph 4,4-6 „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;
5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe;
6 ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“

Unsere Berufung – von der die letzten Botschaften handelten – trägt in sich bereits eine Hoffnung.

Wer seine Berufung kennt, dem ist damit zugleich eine klare Zukunftsperspektive geschenkt.

Wie ernst Gott das Fehlen dieser Hoffnung nimmt, zeigt die Beschreibung des Menschen ohne Christus:
Eph 2,12 „dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.“

Hoffnungslosigkeit ist demnach kein bloßes Gefühl, sondern die natürliche Lage eines Menschen, der ohne Gott lebt.

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