Adnan Krikor

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:

  1. Einleitung: Freundlichkeit beginnt beim Vater.
  2. Freundlich zum Vater in den Tagen des Wohlergehens.
  3. Freundlich zum Vater in den Tagen des Leidens.
  4. Freundlichkeit in der Familie.
  5. Freundlichkeit unter Freunden und am Arbeitsplatz.
  6. Schluss: Die Frucht zeigt den Baum.

Wie kann ich erkennen, ob ich freundlich bin?

Wir wissen, dass die Freundlichkeit eine Frucht des Geistes ist.
Gal 5,22 „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.“

Heute wollen wir eine sehr persönliche Frage stellen:

  • Wie kann ich erkennen, ob ich freundlich bin?

Das griechische Wort chrēstotēs beschreibt ein mildes, gütiges und liebenswürdiges Wesen.

Doch wir haben gesehen: Wahre Freundlichkeit ist niemals Heuchelei und kein taktisches Lächeln. Sie ist göttliche Güte, die mit der Wahrheit verbunden ist.

Auch das Fleisch kann höflich sein – oft aus Berechnung, um etwas zurückzubekommen.

Die Frucht des Geistes dagegen wächst von innen heraus.

Wenn wir an Freundlichkeit denken, denken wir meist an den Umgang mit Menschen.

Doch die Frage zu meiner Freundlichkeit beginnt an einem anderen Ort: bei meiner Haltung gegenüber Gott, unserem Vater.

Denn wie mein Herz zum Vater steht, so wird es sich früher oder später auch im Umgang mit Menschen zeigen.
Tit 3,4–5 „4 Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, 5 da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,“ 

Unsere Freundlichkeit ist also zuerst eine Antwort – die Antwort eines Kindes auf die Freundlichkeit seines Vaters.

Wie kann ich erkennen, ob ich freundlich bin?
Der Unterschied

Freundlich zum Vater in den Tagen des Wohlergehens.

Was heißt es, dem Vater gegenüber freundlich zu sein?

Es zeigt sich in einem dankbaren, vertrauenden und ihm zugewandten Herzen.

–Ihm habe ich alles zu verdanken: mein Leben, meine Errettung, den Heiligen Geist und all die Verheißungen, die er uns geschenkt hat.
2 Kor 18 “Gott aber ist treu ⟨und bürgt dafür⟩, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein ⟨zugleich⟩ ist. 19 Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist ein Ja geschehen. 20 Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja, deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns!“ Das Ja und Amen wollen wir in den nächsten Folien genauer studieren!

Das Ja sagt Gott. Das Amen sprechen wir, die Gläubigen, durch den Herrn Jesus zum Lob Gottes.

Das Ja: Gott hat Verheißungen gegeben, und im Herrn Jesus Christus hat er sie bestätigt und erfüllt.

Christus ist sozusagen Gottes Ja zu allem, was er zugesagt hat.

Deshalb sagt Vers 19, dass er nicht „Ja und Nein“ war, sondern „in ihm ist das Ja geschehen“. Gottes Treue (Vers 18) steht hinter diesem Ja. Gott sagt nicht heute Ja und morgen Nein.

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