Adnan Krikor
Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:
- Einleitung – Der Alltag macht unser inneres Leben sichtbar
- Eine Frucht in neun Ausprägungen
- Frucht wächst aus dem Bleiben in Christus
- Liebe – der Grundton der Frucht
- Freude und Friede – unsere innere Ausrichtung
- Langmut, Freundlichkeit und Güte – unser Umgang miteinander
- Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit – Festigkeit ohne Härte
- Der Alltag ist Gottes Wachstumsfeld
- Wie geben wir dem Geist Gottes Raum?
- Schlussgedanke – An unserer Frucht soll Christus erkannt werden
Einleitung – Der Alltag macht unser inneres Leben sichtbar:
In unserer Lehrserie „Leben als Kinder Gottes – unsere himmlische Berufung“ haben wir einen zusammenhängenden Weg betrachtet.
Wir sind aus Gott geboren, haben den Geist der Sohnschaft empfangen und sind Kinder und Erben Gottes.
Als Glieder des Leibes Christi leben wir nicht für uns selbst.
Unser himmlischer Vater erzieht und formt uns.
Wir sind berufen, im Geist statt im Fleisch zu wandeln. Und zuletzt haben wir gesehen, dass die Gesinnung Christi in uns Gestalt gewinnen soll.
Damit kommen wir heute zu der sichtbaren Seite dieses inneren Wirkens.
Wenn der Geist Gottes in uns wohnt und die Gesinnung Christi unser Denken prägt, bleibt dieses innere Wirken nicht verborgen.
Die Frucht des Geistes wird in unserem Leben sichtbar.
Gal 5,22–23 „Die Frucht des Geistes aber ist:
Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht gerichtet.“
Nicht nur in besonderen geistlichen Augenblicken, sondern gerade dort, wo unser gewöhnliches Leben stattfindet:
in der Ehe, in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, im Straßenverkehr, beim Warten, in Gesprächen und im Umgang mit Menschen, die uns enttäuschen oder verletzen.
Der Alltag ist der Ort, an dem sichtbar wird, wovon unser innerer Mensch tatsächlich lebt.

Eine Frucht in neun Ausprägungen:
Der Apostel Paulus spricht bewusst von der Frucht des Geistes in der Einzahl.
Er beschreibt nicht neun voneinander unabhängige Leistungen, aus denen wir uns einige auswählen können. Die neun Eigenschaften gehören zusammen.
Sie ergeben ein einheitliches Bild: den Charakter des Herrn Jesus Christus.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu den Werken des Fleisches.
In Galater 5 werden diese in der Mehrzahl genannt:
Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsucht, Zwistigkeiten und vieles andere.
Das Fleisch zertrennt, macht unruhig und stellt das eigene Ich in die Mitte.
Die Frucht des Geistes dagegen hat eine gemeinsame Richtung:
Sie führt weg von der Selbstbezogenheit und hinein in die Gesinnung Christi.
Darum ist die Frucht kein Schmuck für besonders reife Christen.
Sie ist das sichtbare Ergebnis des neuen Lebens, das Gott jedem wiedergeborenen Kind gegeben hat.
Sie darf klein beginnen, sie muss wachsen und reifen; aber sie soll vorhanden sein. Es geht dabei nicht darum, andere zu beurteilen. Die erste Frage lautet immer: Welche Frucht bringt mein Reden, mein Verhalten und meine Haltung hervor?








