Reinhold Thalhofer
Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:
- Einleitung
- Gottes Plan begann nicht mit unserer Bekehrung.
- Gott möchte uns seinem Sohn gleich gestalten.
- Gott arbeitet an unserem Herzen.
- Frucht statt Leistung.
- Gott bereitet uns auf die Herrlichkeit vor.
- Gott bereitet den Christus auf seinen zukünftigen Dienst vor.
- Schlussgedanke.
Einleitung
In den vergangenen Monaten haben wir uns intensiv mit grundlegenden Wahrheiten der Heiligen Schrift beschäftigt.
Wir haben gemeinsam untersucht:
- Wer der allein wahre Gott ist,
- welche Stellung der Herr Jesus Christus als Sohn Gottes hat,
- was das Geheimnis des Christus – Haupt und Leib – bedeutet,
- wie Gott durch seinen Heiligen Geist wirkt,
- dass einzelne Schriftstellen sich immer am Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift orientieren müssen.
Zudem haben wir ausgewählte Schriftstellen, die immer wieder Missverständnisse und Verunsicherung auslösen, ja, zuweilen auch zu vollkommen falschen Vorstellungen führen, auch und gerade innerhalb aufrichtiger Gläubiger, grundlegend untersucht, studiert und anhand des Gesamtzeugnisses der Heiligen Schrift aufgeklärt.
All diese Themen führen jedoch zu einer entscheidenden Frage:
Warum hat Gott uns diese Wahrheiten überhaupt offenbart?
- Geht es nur darum, die richtige Lehre zu kennen?
- Geht es darum, in theologischen Diskussionen die besseren Argumente zu haben?
- Oder verfolgt Gott mit seinen Kindern ein viel größeres Ziel?
Die Antwort der Heiligen Schrift lautet eindeutig: Gott möchte uns verändern.
Er möchte nicht nur unser Denken erneuern, sondern unser ganzes Leben.
Sein Ziel ist nicht, dass wir nur möglichst viel wissen, sondern dass wir seinem Erstgeborenen Sohn immer ähnlicher werden.
Deshalb wollen wir heute gemeinsam Gottes großes Ziel mit seinen Kindern betrachten.

Gottes Plan begann nicht mit unserer Bekehrung:
Viele Christen meinen, Gottes Plan habe begonnen, als sie zum Glauben kamen.
Doch die Schrift zeigt etwas viel Größeres.
Epheser 1,4–5 „Wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe. Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens.“
Bevor Himmel und Erde geschaffen wurden, hatte Gott bereits einen Plan.
- Er wollte Kinder haben.
- Nicht Knechte.
- Nicht bloß Geschöpfe.
- Sondern Söhne und Töchter, die seine göttliche Natur empfangen – und damit die Natur seines Erstgeborenen Sohnes, Jesus Christus – und in Gemeinschaft mit ihm – unserem Vater – und dem Herrn Jesus leben.
Deshalb ist unsere Errettung nicht das Endziel. Sie ist der Anfang eines neuen Lebens.
Gott möchte uns seinem Sohn gleichgestalten.
Der Apostel Paulus beschreibt Gottes Ziel in einem einzigen Vers.
Römer 8,29 „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“
Welch gewaltige Aussage!
- Gott möchte uns nicht nur vergeben.
- Er möchte uns verwandeln.
- Der Herr Jesus ist der Erstgeborene.
- Wir sind die vielen Brüder.








