Reinhold Thalhofer
Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:
- Einleitung
- Was ist am Kreuz geschehen?
- Was geschah zwischen Freitag und Sonntag?
- Die Auferstehung – Gottes Antwort.
- Unsere Stellung heute.
- Wie sollen wir leben?
- Unsere Hoffnung.
- Zum Schluss.
Einleitung
In dieser Karwoche richten wir unseren Blick auf das größte Geschehen der Menschheitsgeschichte: auf das Kreuz, auf das Grab und auf die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.
Doch es geht heute nicht nur darum, diese Ereignisse zu betrachten wie etwas Vergangenes. Es geht um die entscheidende Frage:
Was ist dort wirklich geschehen – und was bedeutet das heute für uns, die wir zu Christus gehören?
Denn nur wenn wir das verstehen, werden wir auch erkennen, wer wir jetzt sind und wie wir leben sollen.
Was ist am Kreuz geschehen?
Das Kreuz ist kein tragisches Ende. Es ist der Ort, an dem Gott selbst gehandelt hat.
Der Prophet sagt:
Jesaja 53,5 „Er aber ist um unserer Übertretungen willen durchbohrt … die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten“
Der Herr Jesus hing dort nicht wegen eigener Schuld. Er hing dort anstelle von uns.
Unsere Sünde, unsere Schuld, unsere Verlorenheit – alles wurde auf ihn gelegt
.Und die Schrift geht noch weiter:
2. Korinther 5,21 „Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht“
Das bedeutet: Er hat nicht nur Sünden getragen – er wurde in die Stellung der Sünde selbst gebracht, damit das Gericht Gottes vollständig über ihn kommen konnte. Und dieses Gericht war real.
Nicht Menschen haben letztlich das Entscheidende getan – Gott hat gerichtet. Darum ruft der Herr Jesus:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Hier geschieht das, was wir nie hätten tragen können. Und genau darin liegt die Liebe Gottes:
Römer 5,8 „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“
Am Kreuz wurde also:
- unsere Schuld getragen,
- das Gericht vollzogen,
- und die Grundlage für unsere Versöhnung gelegt.
Aber noch mehr:
Kolosser 2,15 „… hat die Fürstentümer und Gewalten entwaffnet“
Und weiterhin bekommen alle wahren Gläubigen in Christus eine neue Natur, sodass sie keine Sünder mehr in Adam sind sondern vielmehr Kinder Gottes in Christus.
2Petr 1,4 „… durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht,“
- Der Feind hat seine rechtliche Grundlage verloren.
- Die Macht der Sünde ist gebrochen.
- Das Kreuz ist nicht Niederlage – es ist Sieg.
Warum ist es ein Sieg?
Durch die Sünde wurde der Mensch unwiderruflich von der Beziehung zu Gott getrennt und war damit dem geistlichen Tod ausgeliefert, was die ewige Bestrafung in der Hölle zur Folge hatte.
Satan hatte die Macht und die Herrschaft – sowohl über die Menschen als auch über die Schöpfung Gottes – durch seine dreisten Lügen, mit denen er sich an die Begierden des Menschen wandte, an sich gerissen.
Nun war – zumindest aus seiner Sicht – der Mensch für immer verloren, so wie er selbst und seine gefallenen Engel.
Aber die Weisheit Gottes ist um so viel höher als die Weisheit Satans.








