Reinhold Thalhofer

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:

  1. Einleitung.
  2. Der ewige Vorsatz des Vaters.
  3. Christus – der Erstgeborene unter vielen Brüdern.
  4. Erben Gottes und Miterben Christi.
  5. Josef – Gottes Schule für seine Kinder.
  6. Unsere Hoffnung richtet sich auf die Herrlichkeit.
  7. Schlusswort.

Einleitung:

Eine der wichtigsten Fragen ist: warum hat Gott uns eigentlich gerettet?

Vielleicht würden wir spontan antworten: Damit unsere Sünden vergeben werden. Und das ist selbstverständlich richtig. Ohne das vollkommene Opfer unseres Herrn Jesus Christus gäbe es keine Versöhnung mit Gott und keine Hoffnung für uns Menschen.

Doch wenn wir die Heilige Schrift aufmerksam lesen, erkennen wir, dass Gottes Heilsplan noch viel weiter reicht. Die Vergebung unserer Schuld ist nicht das eigentliche Ziel, sondern der Weg zu einem viel größeren Ziel. Der himmlische Vater wollte von Ewigkeit her eine Familie. Er wollte Menschen, die nicht nur seine Geschöpfe sind, sondern seine Kinder. Menschen, die aus ihm geboren sind, sein Leben empfangen haben und sein Wesen widerspiegeln.

Deshalb schreibt der Apostel Johannes voller Staunen: 1. Johannes 3,1 „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen!“

Diese Worte können wir leicht überlesen. Doch Johannes fordert uns geradezu auf stehen zu bleiben und zu staunen:

  • „Seht!“
  • Schaut hin!
  • Denkt darüber nach!

Lasst uns dieser Liebe Gottes bewusst werden! Der allmächtige Schöpfer des Himmels und der Erde hat uns nicht nur unsere Schuld vergeben. Er hat uns zu seinen Kindern gemacht.

Das verändert unseren Blick auf das ganze christliche Leben. –

  • Wir leben nicht mehr wie Menschen, die lediglich auf den Himmel warten. –
  • Wir leben als Kinder eines himmlischen Vaters.

Und ein Vater hat immer ein Ziel mit seinen Kindern.

  • Er begleitet sie.
  • Er erzieht sie.
  • Er formt ihren Charakter.
  • Er bereitet sie auf ihre Zukunft vor.

Genau darum geht es in der heutigen Botschaft. Wir wollen gemeinsam entdecken, was es bedeutet, ein Kind Gottes zu sein.

  • Warum nennt Gott uns seine Kinder?
  • Warum ist Christus der Erstgeborene unter vielen Brüdern?
  • Was bedeutet es, Erben Gottes und Miterben Christi zu sein?
  • Und warum führt unser himmlischer Vater seine Kinder manchmal durch Wege, die wir zunächst nicht verstehen?
Leben als Kinder Gottes
Kapitel 2: Unsere Sohnschaft

Wenn wir diese Fragen beantworten, werden wir unser eigenes Leben mit neuen Augen sehen.

Denn hinter allem steht ein wunderbarer Gedanke, den der Apostel Paulus in einem einzigen Vers zusammenfasst:
Römer 8,29 „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

Dieser Vers ist gewissermaßen die Überschrift über Gottes ganzen Heilsplan.

Der Vater wollte eine Familie. Der Herr Jesus ist der Erstgeborene.

Und wir dürfen durch Gottes Gnade zu den vielen Brüdern gehören, die der Vater seinem Sohn schenken wollte.

  • Doch dieser Plan begann nicht erst mit unserer Bekehrung.
  • Er begann lange bevor der erste Mensch geschaffen wurde.

Der ewige Vorsatz des Vaters.

Bevor Gott Himmel und Erde erschuf, bevor Sonne, Mond und Sterne ihren Platz erhielten, trug der Vater bereits einen Gedanken in seinem Herzen.

Der Apostel Paulus beschreibt ihn so:
Epheser 1,4–5 „Wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe. Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens.“

Diese Verse lassen uns einen Blick in das Herz Gottes werfen. Paulus sagt nicht, dass Gott uns vor Grundlegung der Welt zur Vergebung vorherbestimmt hat.

Er sagt auch nicht, dass sein Ziel lediglich unsere Rettung gewesen sei.

Er schreibt: „Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft.“

Das war der Wunsch des Vaters.

  • Er wollte Kinder.
  • Er wollte eine Familie.

Deshalb dürfen wir unsere Errettung niemals vom Ziel lösen. Die Vergebung unserer Schuld ist das herrliche Werk Gottes, durch das er den Weg zu sich geöffnet hat.

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