Adnan Krikor

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:

  1. Einleitung.
  2. Der Herr Jesus – das Haupt, wir aber sind die Glieder
  3. Die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes
  4. Abel und Kain – zwei Herzen, zwei Lebensweisen
  5. Gott den ersten Platz geben
  6. Unsere Verantwortung füreinander im Leib Christi
  7. Schlusswort

Einleitung:

In den vergangenen beiden Botschaften haben wir gesehen, welch wunderbaren Heilsplan unser himmlischer Vater mit uns verfolgt.

Im ersten Kapitel haben wir die Frage behandelt:
Wie werden wir überhaupt Kinder Gottes?

Wir haben gesehen, dass niemand durch seine natürliche Geburt ein Kind Gottes wird. Der Herr Jesus sagte zu Nikodemus:
Joh 3,5 „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen.“

Im zweiten Kapitel haben wir uns gefragt:
Unsere Sohnschaft – Kinder und Erben Gottes

Wir haben gesehen, dass Gott uns nicht lediglich die Sünden vergeben wollte. Sein ewiger Vorsatz war es, eine Familie zu haben.

Er wollte Menschen, die ihm gehören, seinen Sohn widerspiegeln und eines Tages seine Herrlichkeit mit ihm teilen.

Der Apostel Paulus fasst diesen wunderbaren Gedanken in Römer 8,29 zusammen:
Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

Heute kommen wir zu einer weiteren entscheidenden Frage.

Wie lebt nun ein Kind Gottes?

Bleibt ein Kind Gottes für sich allein? Nein.

Mit unserer neuen Geburt beginnt zugleich etwas völlig Neues.

Der Vater hat uns nicht nur zu seinen Kindern gemacht. Er hat uns zugleich in einen lebendigen Organismus hineingestellt: den Leib Christi.

Keines seiner Kinder lebt für sich selbst. Jedes einzelne Kind Gottes ist ein Glied am Leib Christi. Der Herr Jesus ist das Haupt. Wir aber sind die Glieder.

Und genau daraus erwächst unsere tägliche Verantwortung.

Der Herr Jesus – das Haupt, wir aber sind die Glieder:

Der Apostel Paulus beschreibt diese wunderbare Wahrheit in mehreren Briefen.
Eph 1,22–23 „Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“

Leben als Kinder Gottes
Kapitel 3: Unsere Verantwortung

Ebenso schreibt der Apostel Paulus:
Kol 1,18 „Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde.“

Hier erkennen wir eine göttliche Ordnung.

  • Der Vater ist der Urheber seines ganzen Heilsplanes.
  • Der Herr Jesus ist das Haupt dieses Leibes.
  • Und wir alle sind Glieder dieses einen Leibes.

Diese Wahrheit verändert unseren Blick auf das christliche Leben grundlegend.

Viele Menschen verstehen Christsein lediglich als eine persönliche Beziehung zu Gott.

Doch die Schrift geht weit darüber hinaus.

  • Wer von Gott geboren wurde, gehört nicht nur dem Vater.
  • Er gehört zugleich zu einer Familie.

Und innerhalb dieser Familie hat jeder seinen Platz. Niemand ist überflüssig. Niemand ist unwichtig. Niemand lebt für sich selbst.

So wie der menschliche Körper aus vielen unterschiedlichen Gliedern besteht, so besteht auch der Leib Christi aus vielen Gliedern mit unterschiedlichen Aufgaben.
1.Kor 12,18 „Nun aber hat Gott die Glieder bestimmt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte.“

Nicht wir haben unseren Platz gewählt. Nicht wir haben unsere Aufgabe bestimmt. Gott selbst hat jedes Glied an den Platz gestellt, den ER für richtig hält. Deshalb gibt es im Leib Christi weder Neid noch Stolz.

  • Das Auge darf nicht auf die Hand herabschauen.
  • Die Hand darf den Fuß nicht geringschätzen.
  • Und der Fuß darf sich nicht wünschen, lieber Auge zu sein.
  • Jedes Glied besitzt seine eigene Aufgabe.
  • Jedes Glied ist notwendig.
  • Jedes Glied ist wertvoll.

Der Leib funktioniert nur dann gesund, wenn jedes Glied seinen Platz ausfüllt.

Leben aus der Verbindung mit dem Haupt durch den Leib:

Dabei dürfen wir eine wichtige Wahrheit niemals vergessen.

  • Ein Glied besitzt kein Leben aus sich selbst.
  • Eine Hand lebt nur, solange sie mit dem Körper verbunden ist.
  • Würde sie vom Körper getrennt werden, könnte sie nichts mehr tun. Sie hätte noch dieselbe Form, dieselben Finger und dennoch wäre sie tot.

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