Reinhold Thalhofer
Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:
- Einleitung.
- Weil wir Kinder sind, erzieht uns der Vater.
- Nicht jede Prüfung ist eine Zurechtweisung.
- Josef – Gott formt zuerst den Menschen.
- Gottes Schule findet häufig im Verborgenen statt.
- Unsere Treue heute bereitet uns auf unsere Aufgabe morgen vor.
- Unsere zukünftige Aufgabe gibt unserem heutigen Leben Bedeutung.
- Wir dürfen dem Vater vertrauen, auch wenn wir seinen Weg nicht verstehen.
- Schlussgedanke – Alle Dinge dienen seinem Ziel.
Einleitung:
In den vergangenen Botschaften haben wir Schritt für Schritt gesehen, welch wunderbaren Plan unser himmlischer Vater mit seinen Kindern verfolgt.
Kapitel 1: Wir haben betrachtet, was es bedeutet, aus Gott geboren zu sein.
Kapitel 2: Wir haben erkannt, dass wir Kinder Gottes und damit Erben Gottes und Miterben Christi sind.
Kapitel 3: Und wir haben gesehen, dass Gott uns schon heute als Glieder in den Leib des Christus hineingestellt hat und jeder von uns darin seinen Platz und seine Verantwortung besitzt.
Heute gehen wir einen Schritt weiter. Denn wenn wir Erben Gottes und Miterben Christi sind, wenn Gott uns in Zukunft etwas anvertrauen möchte, dann stellt sich eine wichtige Frage:
Wie bereitet der Vater seine Kinder auf ihre zukünftige Aufgabe vor?
Die Antwort lautet:
- Er erzieht uns.
- Er formt uns.
- Er verändert unseren Charakter. Er lehrt uns Treue, Geduld, Demut, Gehorsam und Vertrauen.
Und manchmal gebraucht er dazu Wege, die wir selbst niemals gewählt hätten.
Dabei müssen wir von Anfang an einen wichtigen Unterschied festhalten:
- Unsere Berufung ist nicht erst zukünftig.
- Unsere Berufung gilt bereits heute.
Wir sind heute Kinder Gottes. Wir sind heute Glieder des Leibes Christi.
Wir sind heute dazu berufen, Christus ähnlich zu werden und unserer Berufung würdig zu wandeln.
Aber unser himmlischer Vater bereitet uns gleichzeitig auf Aufgaben vor, die noch vor uns liegen.
Darum dürfen wir unser gegenwärtiges Leben niemals nur vom Heute her betrachten.
Vieles, was Gott heute in uns tut, hat mit dem zu tun, was er morgen mit uns vorhat.
Römer 8,29 „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

Hier erkennen wir das große Ziel:
Der Vater formt seine Kinder nach dem Bild seines Erstgeborenen.
Und genau von diesem Ziel her müssen wir auch Gottes Erziehung verstehen.at.
Weil wir Kinder sind, erzieht uns der Vater.
Der Hebräerbrief beschreibt Gottes Handeln mit seinen Kindern sehr deutlich:
Hebräer 12,6–7 „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er annimmt. Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?“
Das Wort „Züchtigung“ klingt in unserer heutigen Sprache zunächst hart. Der biblische Gedanke ist jedoch wesentlich umfassender. Es geht um Erziehung, Unterweisung, Korrektur und Formung.
Ein guter Vater erzieht sein Kind nicht, weil er es ablehnt. Er erzieht es, weil er es liebt.
Und ein guter Vater sieht nicht nur, was sein Kind heute ist. Er denkt daran, was einmal aus ihm werden soll.
Genauso handelt unser himmlischer Vater.
- Wir sehen häufig nur unsere gegenwärtige Situation.
Der Vater sieht bereits das Ziel. - Wir sehen eine Wartezeit.
Der Vater sieht darin die Möglichkeit, Geduld hervorzubringen. - Wir erleben eine Enttäuschung.
Der Vater möchte uns lehren, unsere Hoffnung tiefer auf ihn zu setzen. - Wir erleben Widerstand.
Der Vater formt Standhaftigkeit. - Wir erleben unsere eigene Begrenztheit.
Der Vater lehrt uns, nicht auf unsere eigene Kraft, sondern auf ihn zu vertrauen.
Darum heißt es:
Hebräer 12,11 „Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.“








