Ermutigung durch Perspektive

Die Herrlichkeit des Christus

Diese Herrlichkeit gilt auch uns.

Heute wollen wir uns mit der Ermutigung, die der Apostel Paulus den Heiligen und gläubigen Brüdern in der Gemeinde in Kolossä übermittelt hat, beschäftigen.

Wenn wir den Brief studieren, dann erkennen wir, dass der Apostel nach einer kurzen Einleitung zunächst für die Gläubigen betet.

Danach schildert er Ihnen die über alles erhabene Herrlichkeit des Christus, die auch uns gilt, wenn und soweit wir in Christus bleiben.

Und schließlich offenbart er Ihnen das geistlich überfließende Leben eines wahren Gläubigen, bevor er zum Schluss des Briefes kommt.

Sei gespannt …


Zunächst die Einleitung

Schon die Einleitung ist voller Dankbarkeit, Hoffnung und Ermutigung. Als erstes wünscht er Ihnen Gnade und Frieden.
Kol 1,1. Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder,
2. den heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolossä: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater!

Dann dankt er Gott dem Vater für den Glauben und die Liebe zu allen Heiligen.
3. Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten,
4. da wir von eurem Glauben in Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt,

Schließlich kommt er zu der Hoffnung, die in den Himmeln aufbewahrt ist.
5. wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr vorher ‹schon› gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums,
6. das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt.

Anschließend erkennen wir, dass Paulus diese Gemeinde nicht selbst gegründet hat, sondern vielmehr ein Bruder namens Epaphras.
7. So habt ihr es gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist 8. und uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat.

Nun das Gebet

Der Apostel betet darum, dass die Gläubigen mit der Erkenntnis des Willens Gottes erfüllt werden; und zwar in aller Weisheit und geistlichem Verständnis. Nicht mit der Weisheit dieser Welt, sondern mit der Weisheit aus Gott.
9. Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis,
10. um des Herrn würdig zu wandeln zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes,

Jetzt bittet er um Kraft für die Gläubigen zum Ausharren und für Langmut, sodass sie mit Freuden dem Vater Dank sagen. Zudem weist er noch darauf hin, dass sie Anteil haben werden am Erbe der Heiligen, und dass sie errettet sind aus der Macht der Finsternis.
11. gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und ‹aller› Langmut, mit Freuden
12. dem Vater danksagend, der euch fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht;
13. er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.
14. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

Die Herrlichkeit des Christus

Wichtig ist hier, dass wir erkennen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und nicht Gott der Vater selbst ist, sondern vielmehr, dass er aus Gott geboren ist. Er ist der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Kol 1,15. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene (vor) aller Schöpfung.

Weiter lesen wir, dass in IHM oder durch IHN alles geschaffen ist. Das bedeutet, dass der Vater – durch den Sohn – alles geschaffen hat.
16. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen;
17. und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.

Nun geht es weiter damit, dass er das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde, und der Erstgeborene aus den Toten ist. Nicht nur ist der Herr Jesus, der aus Gott geborene Sohn vor aller Schöpfung, er ist auch der Erstgeborene aus den Toten.
18. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe;
19. denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen.

Die Gemeinde ist ein Geheimnis

Zunächst sagt uns Paulus, dass er leidet für die Gemeinde und auch ihr Diener ist, um das Wort Gottes zu vollenden. Dadurch verstehen wir, dass wir jetzt das Vollkommene haben. Gemeint ist der gesamte Ratschluss Gottes, sodass wir heute keine Wortoffenbarungen durch Apostel oder Propheten mehr brauchen. Damit wird jeder, der sagt, er hätte eine neue Offenbarung von Gott, als Irrlehrer entlarvt.
24. Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch, was noch aussteht von den Bedrängnissen des Christus für seinen Leib, das ist die Gemeinde.
25. Ihr Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden,

Nun erfahren wir, dass dieses Geheimnis der Gemeinde allen Menschen vorher verborgen war, nun aber den Heiligen oder wahren Gläubigen offenbart wurde. Was für eine herrliche Gnade.

Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Wir sind in Christus und ER ist in uns. Somit sind wir mit ihm eins, wie ER mit dem Vater eins ist.
26. das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist.
27. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

Weiter sagt der Apostel Paulus, dass er nicht in menschlicher Weisheit oder Redeweisheit dieser Welt geredet hat, sondern vielmehr dass er nur Christus gepredigt hat, und ihn als gekreuzigt. Mehr wollte er von seiner bisherigen Weisheit in der Verkündigung des Evangeliums nicht mehr verwenden.
28. Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen;
29. worum ich mich auch bemühe und kämpfend ringe gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.

Christus ist die Quelle der Weisheit

Nun spricht der Apostel über einen großen Kampf, den er um die Gläubigen hat, damit sie zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes kommen, das Christus ist, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.
Kol 2,1. Denn ich will, dass ihr wisst, welch großen Kampf ich habe um euch und die in Laodizea und alle, die mein leibliches Angesicht nicht gesehen haben,
2. damit ihre Herzen getröstet werden, vereinigt in Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit des Verständnisses zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, ‹das ist› Christus,
3. in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.

Warnung vor Verführung

Es kann nicht ausbleiben, dass auch die Kolosser vor der Verführung gewarnt werden müssen. Er ermutigt sie, gefestigt im Glauben zu bleiben, um nicht verführt werden zu können. Es geht also um Mündigkeit!
4. Dies sage ich aber, damit niemand euch verführe durch überredende Worte.
5. Denn wenn ich auch dem Leib nach abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens an Christus.
6. Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm,
7. gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung!

Weiter warnt er vor menschlicher Philosophie und Betrug – gemäß der Weisheit dieser Welt – die unserer alten Natur so sehr entspricht. Und die unmündige Christen oder Verführte so gerne hören. Hauptsache ist für diese Gruppe von Menschen, dass das, was verkündigt wird, nicht die ganze Wahrheit aus dem Wort Gottes ist. So dass nur das verkündigt wird, was ihren selbstsüchtigen Wünschen entspricht.
8. Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!

Der Gläubige ist in Christus zur Fülle gebracht

In ihm – in Christus – wohnt die ganze Fülle Gottes, und in ihm sind wir auch zu dieser Fülle gebracht worden. Und in ihm haben wir den fleischlichen Leib abgelegt, da wir mit ihm begraben und auferweckt wurden.
9. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;
10. und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.
11. In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, ‹sondern› im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus,
12. mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.
13. Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat.

Für heute soll es genug sein. Nächste Woche werden wir weiter studieren, so Gott will.

AMEN

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.