Gottes Wort ist Geist und Leben

Joh 6,63. „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben

Aus Glauben sind wir von der vollständigen Inspiration und Unfehlbarkeit der heiligen Schriften überzeugt. Deshalb wollen wir uns an die Weisheit unseres Schöpfers halten, die die menschliche Weisheit weit übersteigt.

1 Kor 1,20. „Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

21. Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten.“

Podcast | Gelesen von Gunter Sotier

Jeder von uns (Kinder Gottes) strebt nach Freude und nach Glück.

Wir haben vor einigen Monaten eine Botschaft mit dem Titel „Bleibende Freude durch ständigen Gehorsam“ gehabt.

Wir haben den Fokus in dieser Botschaft auf den „Gehorsam Gott gegenüber“ gerichtet. Wir wissen, dass die Freude eine Frucht des Geistes ist.

Das heißt, dass wenn wir im Geist wandeln, werden wir dessen Frucht in unserem Leben haben, darunter auch die Freude.

Gal 5,22. „Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, 23. Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht ‹gerichtet›.“

Heute wollen wir die Freude in unserem Leben im Alltag unter die Lupe nehmen.

Welche Freude haben wir?

Wir lesen in 1.Thess 516-18
16 Freut euch allezeit!
17 Betet ohne Unterlass!
18 Seid in allem dankbar;
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“

Daher ist es völlig richtig, wenn wir bestrebt sind, allezeit fröhlich zu sein. Allerdings ist es noch wichtiger zu verstehen, welche Freude der Apostel Paulus hier meint. Wir können zweierlei Freude in unserem Alltag haben:

  • Die Freude am Herrn oder

  • die Freude an der Welt.

Die Freude am Herrn verleiht uns Stärke.

Das sagt uns das Wort Gottes. Willst Du stark sein, dann hab Deine Freude am Herrn.
Nehemia 8,10 „die Freude am HERRN ist eure Stärke!“

Der Apostel Paulus ermahnt uns immer wieder, dass unsere Freude im Herrn sein soll.
Phil 3,1 „Im Übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn! Euch [immer wieder] dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiss.“

Phil 4,1 „Darum, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!“

Phil 4,4 „Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!“

Ein von neuem geborenes Kind Gottes sagt, ja, ich will stark sein und nicht straucheln. Ich will meine Freude im Herrn haben.

Es fragt sich jedoch,

wie sieht die Freude am Herrn praktisch aus?

Prüfe Dich und die Quelle Deiner Freude laufend:

  • Ob Du Freude am Schaden anderer hast, oder ob Du Dich freust, weil die anderen Freude haben.
    Röm 12,15 „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!“

  • Ob Du Freude im Heiligen Geist hast, d.h. Freude hast, wenn Du in der Gemeinschaft mit dem Vater und mit mit Deinen Geschwistern im Herrn bist. Oder beginnt Deine Freude, wenn Du diese Gemeinschaft verlassen hast?
    Röm 14,17 „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist;“

  • Ob Deine Freude da ist, wenn Du eine scheinbar fromme Botschaft menschlicher Weisheit hörst, die die Welt retten will oder wenn Du die unverfälschte Lehre hörst, die Dich von dieser Welt absondern möchte.
    Röm 16,14-19 „17 Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie! 18 Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen. 19 Denn euer Gehorsam ist überall bekannt geworden. Darum freue ich mich euretwegen, möchte aber, dass ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen.

  • Ob Dein Herz vor Freude hüpft, wenn Dein Bruder von seinem Irrweg abkehrt? Oder ist es Dir gleichgültig?
    2Kor 7,9 „Nun freue ich mich — nicht darüber, dass ihr betrübt wurdet, sondern darüber, dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid in gottgewollter Weise betrübt worden, sodass ihr von uns keinerlei Schaden genommen habt.“

  • Ob Dein Herz mit Freude erfüllt wird, wenn Du in der Fürbitte für Deine Geschwister vor Gott trittst? Oder ist Dir das eher eine lästige Pflicht?
    Phil 1,4 „indem ich allezeit, in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue,“

  • Ob Du Freude hast, wenn Deine Geschwister die Einheit im Geist haben? Oder stört Dich dies eher, weil Du momentan außerhalb dieser Einheit stehst?
    Phil 2,2 „so macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das eine bedacht seid.“

  • Ob Du Dich über die zukünftige Herrlichkeit beim Vater freust? Oder glaubst Du es nicht, dass Gott der Vater, dem Christus, also auch Dir, alles in diesem Universum überträgt.
    Hebr 12,2 „indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.“

  • Ob Deine Freude in den alltäglichen Herausforderungen noch da ist? Oder verhältst Du Dich wie die Welt und fängst an zu nörgeln und sogar mit Gott zu hadern?
    Jak 1,2 „Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet,“

  • Ob Deine Freude im materiellen Erfolg liegt, oder darin, dass Du Abba Vater rufen kannst?
    Lk 10,20 „Doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“

Die Freude an der Welt führt uns ins Elend.

Die Freude dieser Welt ist keine dauerhafte Freude und verwandelt sich sehr schnell in Trauer und Niedergeschlagenheit. Wohl dem aber, der dann zu Gott und somit zur wahren Freude umkehrt.

Jak 4,9-10 „9 Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit! 10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“ 

Frage:

Kommt es hin und wieder bei Dir vor, dass

  • sich die Freude in Deinem Leben auf einmal in Trauer und Niedergeschlagenheit verwandelt?

  • Du Dich fühlst wie: ausgepowert (lustlos), eher depressiv (ohne Freude), schwach (kraftlos), unruhig (ohne Frieden), traurig (ohne Freude), von Neidgefühlen überwältigt, mit Deinem Zustand (manche meinen Schicksal) hadernd, auf andere sauer, etc.?

Wenn wir ehrlich auf diese Frage antworten, dann werden wir alle mit „ja“ antworten.

Und warum mit „ja“?

Weil wir Menschen sind, die leider nicht immer ihr Fleisch (D.h. ihre alte, gefallene Natur) im Griff haben.

In einem solchen Zustand ist jegliche Freude verschwunden, dafür macht sich Mut- und Hoffnungslosigkeit breit.

Was tun wir, wenn wir in solche Situationen geraten?

Wir haben es in der Hand, weiterhin im Fleisch (D.h. gemäß unserer alten, sündigen Natur) zu leben, was diese Mut- und Hoffnungslosigkeit verursacht hat, oder umzukehren und im Geist zu wandeln, weil wir den Geist Gottes in uns haben, der gegen unser Fleisch streitet.

5.Mo 30,19 „Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same.“

Suchen wir In der Welt die Lösung für unsere Not?

Wir können weiter gemäß unserer alten, sündigen Natur (D.h. im Fleisch) wandeln und die Lösung für unsere Not in der Welt suchen. 

Und was begehrt das Fleisch? Worauf hat das Fleisch Lust?

Gal 5 „16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet (ELB begehrt) gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. 18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. 19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; 21 Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“

Oftmals suchen wir die Lust (Begierde) des Fleisches und nicht die Lust (Begehren) des Geistes.

Und wozu führt diese Lust des Fleisches?

Zu den Werken unserer alten, sündigen und gottlosen Natur. Dann leben wir so, wie alle Welt lebt, die ohne Gott unter der Herrschaft Satans lebt.

Dadurch vollbringen wir die Werke des Fleisches:

  • Ehebruch in seiner Vielfalt, wenn der Ehepartner nicht das liefert, was man gern hätte.

  • Unzucht: Lust auf sexuelle Dinge, die sich für die Kinder Gottes nicht ziemen.

  • Unreinheit: sich nicht von der Sünde rein zu halten.

  • Zügellosigkeit: den Heiligen Geist soweit in die Ecke drängen, dass ER nicht die Zügel in der Hand hat, nach dem Motto, wir sind jetzt frei, dann können wir tun und lassen, was uns gefällt.

  • Götzendienst: wir sind Knechte von Menschen und Dingen statt Knechte Christi zu sein.

  • Zauberei: Das Wort Gottes reicht nicht mehr. Zeichen und Wunder werden gesucht.

  • Feindschaft: anfangen, Menschen anzufeinden, statt sie zu lieben.

  • Streit: Streit mit den Menschen zu suchen, anstatt zu vergeben und für sie zu beten.

  • Eifersucht: nicht ertragen, dass jemand sich daran erfreut, was er hat. Dem anderen nicht gönnen, was er hat.

  • Zorn: gleich wütend und schimpfend werden, wenn irgend etwas nicht passt, statt geduldig und freundlich zu bleiben.

  • Selbstsucht: nur noch sich selbst sehen, statt auf Gott zu schauen und auf das auf uns wartende Erbe.

  • Zwietracht: Menschen aufeinander hetzen, statt sie zu versöhnen.

  • Parteiungen: Partei für die einen ergreifen und anderen verachten, statt alle Menschen zu lieben und für sie zu beten.

  • Neid: andere beneiden, statt sich für andere zu freuen.

  • Mord: (1.Joh 3,15) Wer seinen Bruder hasst, ist ein Mörder

  • Trunkenheit: sich besaufen, um von den eigentlichen Problemen abzulenken, statt vor Gott ins Gebet zu treten.

  • Gelage: sich voll fressen, statt das Brot des Lebens, ja das Wort Gottes zu sich zu nehmen.

Im Herrn die Lösung für unsere Not suchen:

Weil wir Kinder Gottes sind und seinen Geist in uns haben, können wir zwar weiterhin  gemäß unserer alten, verdorbenen Natur leben (im Fleisch bleiben), jedoch müssen und sollen wir dies nicht tun.

Im Sendschreiben an die Gemeinde In Ephesus lesen wir

Off 2 „4 Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. 5 Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust!

Wir sollen uns von allen Begierden des Fleisches lösen und den Willen des Vaters suchen. Nur so können wir wieder im Geist wandeln und seine Frucht, ja seine Freude in unserem Leben haben.

1.Joh 2,15-17 „15 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. 16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. 17 Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“

Wenn wir in solche Anfechtungen geraten, dann lasst uns sofort daran denken, was die Freude am Herrn im praktischen Sinne bedeutet, was wir vorhin gemeinsam studiert haben und anfangen, diese Freude zu leben und das Gebet an die erste Stelle zu setzen.

1Tim 2,1 „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen.“

AMEN

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