Gottes Wort ist Geist und Leben

Joh 6,63. „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben

Aus Glauben sind wir von der vollständigen Inspiration und Unfehlbarkeit der heiligen Schriften überzeugt. Deshalb wollen wir uns an die Weisheit unseres Schöpfers halten, die die menschliche Weisheit weit übersteigt.

1 Kor 1,20. „Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

21. Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten.“

Podcast | Gelesen von Francesca Krikor

Die Frage ist, brauchen wir die Gemeinde?

Können wir denn nicht genauso gut für uns selbst Christ sein? Wir haben doch die Bibel und können diese lesen und uns untereinander, in der Familie oder im Freundeskreis austauschen. Wozu brauchen wir dann die Gemeinde?

Die Heilige Schrift sagt uns eindeutig, dass wir das Zusammenkommen oder die Versammlung nicht versäumen dürfen, insbesondere in unserer Zeit der Verführung, in der es dem Widersacher gelungen ist, seinen Sauerteig überall einzuführen und fast alles zu durchsäuern.
Hebr 10,24. „…und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, 25. indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern ‹einander› ermuntern, und ‹das› um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!“

Der Aufruf zum kompromisslosen Dienst in Predigt und Lehre

Noch ein letztes Mal ermahnt der Apostel Paulus in seinem Abschiedsbrief den jungen Timotheus und mit ihm alle berufenen Verkündiger des Wortes Gottes. Er sieht durch den Geist Gottes voraus, dass in künftigen Zeiten die Gläubigen bzw. diejenigen, die sich zu Christus bekennen, vielfach das Wort der Heiligen Schrift nicht mehr willig aufnehmen, sondern ihm Widerstand entgegensetzen.

Das gilt im besonderen Maß für die letzte Phase der Endzeit, in der wir offensichtlich heute leben. Umso wichtiger ist es dem Herrn, dass die Verkündiger das Wort unverkürzt und unverfälscht, klar und kompromisslos weitergeben und lehren. Das bedeutet auch Kämpfe und Leiden, aber es ist entscheidend wichtig, dass die Diener des Wortes vor Gott stehen und nicht Menschen zuliebe predigen.

2 Tim 4, 1. „Ich bezeuge eindringlich vor Gott und Christus Jesus, der Lebende und Tote richten wird, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich:
2. Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre!“

Weil böse Menschen und Verführer es immer schlimmer treiben (2 Tim 3,13), und weil die Heilige Schrift, das inspirierte Wort Gottes, allein die Kraft hat, uns weise zu machen und zuzurüsten (2 Tim 3,14-17), deshalb mahnt der Geist Gottes alle wahren Diener Gottes ganz besonders ernst und feierlich, den heiligen Dienst am Wort treu und kompromisslos zu erfüllen.

Der Begriff, den Paulus hier verwendet, bedeutet eigentlich: „Ich beschwöre dich; ich bezeuge Dir ernstlich und feierlich im Angesicht von Gott und Menschen“; es ist ein Ausdruck von größtmöglicher Eindringlichkeit, der zeigt, wie wichtig dem Herrn die folgende Ermahnung ist.

Für den Verkündiger ist es eine ständige Versuchung, für die Menschen zu predigen, denen er dient, statt für Gott, der ihn doch berufen hat. Der Diener am Wort ist ja immer wieder den Reaktionen und Erwartungen seiner Zuhörer ausgesetzt. Es liegt menschlich nahe, ihren Beifall zu suchen, das zu meiden, was ihnen missfallen könnte und sich so an seinen Zuhörern auszurichten statt am Herrn.

Das gilt besonders, wenn viele der Zuhörer etwa in einer örtlichen Gemeinde fleischlich und kritisch sind, und der Verkündiger genau weiß, dass er sich mit manchen Aussagen seiner Botschaft Feinde machen wird bzw. die Unzufriedenheit vieler Zuhörer schürt.

Das gilt umso mehr, wenn der Diener am Wort sich von den finanziellen Gaben seiner Zuhörer abhängig gemacht hat, statt in Bezug auf seine Versorgung ganz auf den Herrn zu vertrauen und für seine Versorgung selbst zu arbeiten und nicht der Gemeinde auf der Tasche zu liegen.

An diesem heiklen Punkt hat der Geist Gottes uns besonders durch den Apostel Paulus ein klares Vorbild und klare Anweisungen gegeben.

2 Kor 4, 1. „Darum, da wir diesen Dienst haben, weil wir ja Erbarmen gefunden haben, ermatten wir nicht;  2. sondern wir haben den geheimen ‹Dingen›, deren man sich schämen muss, entsagt und wandeln nicht in Arglist, noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem Gewissen der Menschen vor Gott.“

2 Kor 2,17. „Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit, sondern wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus

Gal 1,10. „Denn rede ich jetzt Menschen zuliebe oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht. 11. Ich tue euch aber kund, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. 12. Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.

Gesunde Lehre in der Kraft und Weisheit des Heiligen Geistes

1 Thess 2,3. „Denn unsere Ermahnung ‹geschah› nicht aus Irrtum, auch nicht aus Unlauterkeit, auch nicht mit List; 4. sondern wie wir von Gott tauglich befunden worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. 5. Denn weder sind wir jemals mit schmeichelnder Rede aufgetreten, wie ihr wisst, noch mit einem Vorwand für Habsucht – Gott ist Zeuge -6. noch suchten wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von anderen,“

Wenn der Apostel hier sagt, dass wir „von Gott tauglich befunden“ worden sind, dann verstehen wir, dass die Lehrgabe eine Gnadengabe von Gott ist! Wir brauchen die gesunde Lehre, jeder von uns! Das geht weit über den privaten Austausch hinaus und bedarf des Wirkens des Heiligen Geistes durch eben eine solche Lehrgabe:

Röm 12,3. „Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher ‹von sich› zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. 4. Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, 5. so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander.
6. Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, ‹so lasst sie uns gebrauchen›: es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben;
7. es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre;
8. es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der mitteilt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit.“

Warum brauchen wir die geistliche Gnaden-Gabe der Lehre? Weil das Wort Gottes, und zwar das unverfälschte, das wahre Wort Gottes für uns Geist und Leben ist und weil wir diese geistliche Nahrung genauso wie die natürliche Nahrung für unseren Leib regelmäßig brauchen, um geistlich kraftvoll zu sein, „das Fleisch im Tod zu halten“ und im Geist zu wandeln.

Wir können auf zweierlei Arten leiden

Entweder leiden wir im Fleisch oder wir leiden im Geist. Was bedeutet das? Ganz einfach: wenn wir das Fleisch mit Christus gekreuzigt haben, ja, als für „mit Christus gekreuzigt“ halten, dann leidet unser Fleisch.

Warum? Weil es seine Leidenschaften und Begierden nicht mehr ausleben kann; und das betrifft bei weitem nicht nur die sexuellen Begierden sondern alles, was mit unserer Selbstverwirklichung, unserem Egoismus und Eigenleben in Rebellion gegen unseren Schöpfer zu tun hat. Dazu möge man einmal das Kapitel fünf im Brief an die Galater lesen …

Des einen Leid des anderen Freud

Wenn unser Fleisch leidet, weil wir es in der Kraft des Geistes „im Tod“ halten, d. h. die fleischlichen Begierden nicht ausleben sondern „töten“, dann freut sich unser Geist.

Wenn unser Geist leidet, weil wir unserer alten, sündigen Natur nachgeben und so leben, wie alle Welt lebt, nämlich in Sünde, dann freut sich unser Fleisch. Auch wenn diese Freude in aller Regel sehr kurzweilig ist.

Also: wenn das Fleisch leidet, freut sich der Geist, und wenn der Geist leidet, freut sich das Fleisch! Haben wir das verstanden? Ohne Leiden keine Freude und keine Herrlichkeit! Die Frage ist nur, wem wir Freude bereiten?

Unserer alten Natur oder unserer neuen Natur? Wenn wir unserer alten Natur Freude machen, führt uns das in die ewige Verdammnis; wenn wir dagegen unserer neuen Natur Freude machen, so gehen wir der ewigen Herrlichkeit entgegen. Jeder muss sich für sich selbst entscheiden!

Der Geist gibt uns die Freude während unser Fleisch leidet

Gal 5,17. „Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt.“

Neben der Liebe ist sofort die Freude als Frucht des Geistes da. Aber diese Freude haben wir eben nur, wenn wir wirklich im Geist wandeln und nicht im Fleisch. D.h. wenn wir unsere Blicke auf unser Ziel, ja auf Gott richten, der für uns seine Herrlichkeit bereit hält und sehnsüchtig auf uns wartet.

Gal 5,22. „Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, 23. Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht ‹gerichtet›. 24. Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. 25. Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln!

Wir brauchen einander

Dazu sagen uns gleich die nachfolgenden Verse folgendes:

Gal 6,1. „Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst!  so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen. 3. Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, während er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. 4. Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er nur im Blick auf sich selbst Ruhm haben und nicht im Blick auf den anderen; 5. denn jeder wird seine eigene Bürde tragen.“

Der Herr Jesus warnt uns ausdrücklich vor Überheblichkeit und falscher Sicherheit, indem er uns folgendes in den Sendschreiben mitteilt:

Offb 3,14. „Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt der „Amen“ der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 15. Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! 16. Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. 17. Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist,
18. rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. 19. Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tue Buße!“

Sehen wir das? Das ist ja nicht neu, dass der eine oder andere vom Hochmut verführt glaubt, er wüsste alles und braucht niemanden. Die heilige Schrift ist in diesem Punkt eindeutig und sagt:

Apg 20,28. „Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen ‹Sohnes›!

Fazit

„Predige das Wort!“ Dieses Gebot gilt auch allen Dienern des Wortes in unserer heutigen Zeit; es legt ihnen mit großem Nachdruck eine heilige Verpflichtung auf. Das von Gott eingegebene Bibelwort muss treu und unermüdlich verkündigt werden, so wie ein Herold die Botschaft seines Königs hinausruft und laut verkündet – ganz gleich, wie die Menschen auf diese Botschaft reagieren; sie muss verkündigt werden, weil der große Gott sie erlassen hat.

Auch wenn die Menschen diese Botschaft nicht angenehm finden, nicht zeitgemäß, nicht passend – wir müssen dieses Wort unverkürzt und ungeschönt verkündigen. Auch wenn unsere Zuhörer vielleicht nach einer anderen Botschaft verlangen, die ihnen schmeichelt, die ihr Ich-Leben bestärkt und ihnen etwas „Positiveres“ bieten soll, auch wenn sie murren und fordern, das Kreuz aus unserer Botschaft zu entfernen und sie dem Zeitgeist anzupassen – wir müssen diese ewig gültige, göttliche Wahrheit kompromisslos und klar verkündigen, zu gelegener oder ungelegener Zeit; so lange, bis der Herr der Herrlichkeit wiederkommt.

Off 22, 11 „Wer Unrecht tut, tue noch Unrecht, und der Unreine verunreinige sich noch, und der Gerechte übe noch Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich noch! 12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.

Joh 3,20. „Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden; 21. wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind.“

AMEN!

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