Ein Bruder im Herrn hat uns seine Sicht der Wahrheit vorgestellt, nach der Jesus der ewige Gott sei, der angebetet wird. Darauf hin haben wir die Wahrheit im Wort Gottes dazu studiert. Dies wollen wir mit Euch teilen.

Wen beten wir an?

Das Thema „Anbetung und wen wir anbeten“ ist wahrlich keine theologische Spitzfindigkeit, die man einfach im Raum stehen lassen kann.

Es geht um Leben oder Tod. Es geht um die Anbetung Gottes oder die Anbetung des Satans, der sich als ein anderer Jesus bzw. als einen anderen Christus ausgibt.

Es ist wichtig zu erkennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und nicht Gott selbst. Der Vater und der Sohn sind zwei Personen, und nicht nur eine.

Klar ist, der Sohn vom Meyer ist ein Sohn des Meyer und nicht der Meyer selbst.

Somit ist der Sohn Gottes auch göttlicher Natur, genau wie wir, wenn wir aus Gott geboren sind, sowie der Erstgeborene.


Die Wahrheit der Lehre Jesu Christi für die Gemeinde

Damit sind wir alle Kinder Gottes und mit dem Erstgeborenen „der Christus Gottes„. Das ist die Wahrheit der Lehre Jesu Christi für die Gemeinde, die wir in den Apostelbriefen finden und sonst nirgendwo.

1 Joh 4,15. „Wer bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.
1 Joh 4,4.“Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist
1 Joh 3,1. „Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 2. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, daß wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Grundlegende Gedanken zum Thema Trinität:

  1. Bei der Lehre der Trinität geht es in allererster Linie um die Frage, ob wir neben Gott, unserem Vater, auch Jesus Christus und sogar den Heiligen Geist anbeten dürfen oder nicht. Dies wäre ja die logische Konsequenz, wenn die Trinität göttliche Wahrheit wäre: ein Gott, der sich in drei Personen zeigt.

  2. Wenn wir unsere Beziehung zum Vater durch den Christus in Wahrheit erkennen wollen, dann müssen wir das offenbarte Geheimnis des Christus in den Briefen lesen.

  3. Wenn wir das offenbarte Geheimnis des Christus im Alten Testament bzw. in den vier Evangelien oder der Apostelgeschichte suchen wollen, dann erklären wir das Wort Gottes für falsch, ja, eigentlich für eine Lüge, denn der Apostel Paulus hat mehrfach gesagt, dass dieses Geheimnis des Christus erstmalig ihm von Gott dem Vater und von dem Herrn Jesus im dritten Himmel offenbart wurde.
    Eph 1,3. „Denn mir ist durch Offenbarung das Geheimnis zu erkennen gegeben worden – wie ich es oben kurz geschrieben habe; 4. beim Lesen könnt ihr meine Einsicht in das Geheimnis des Christus merken -, 5. das in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht zu erkennen gegeben wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geoffenbart worden ist:“

Aus diesem Grunde ist es nicht zielführend, das offenbarte Geheimnis des Christus im AT oder in den vier Evangelien oder in der Apostelgeschichte suchen zu wollen, wenn wir von vorherein wissen, dass darin die Offenbarung nicht enthalten ist.

In den Briefen aber finden wir die herrliche Offenbarung des Geheimnisses des Christus an so vielen Stellen.

Die Apostel haben ausnahmslos in allen Schreiben an die Gemeinde folgenden Ausdruck benutzt „Gott, unser Vater und unser Herr Jesus Christus“, niemals anders. Hier ein paar Stellen. 

(Röm 1,7- 1Kor 1,3 -2Kor 1,2 -Gal 1,1 -Eph 1,2 -Phil 1,2-Kol 1,2 -1Thess 1,1 -2Thess 1,1-1Tim 1,2 -2Tim 1,2 -Tit 1,4 -Philm 3 -1Petr 1,2 -2Joh 3 -Jud 1)

Nun zu der von dem Bruder zitierten Stelle in Heb 1,6-8 (Elb Studienbibel)

Wenn er aber den Erstgeborenen wiederum in den Erdkreis einführt, spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten. “ Und in Bezug auf die Engel zwar spricht er: „Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“; in Bezug auf den Sohn aber: „Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und ein Zepter der Aufrichtigkeit ist das Zepter deines Reiches;

Alle o.g. eindeutigen Stellen möchte der Mensch verwerfen und etwas suchen, wo es einen Interpretationsspielraum gäbe.

Dennoch wollen wir diese 3 Verse gemeinsam studieren.

Zunächst wollen wir diese 3 Verse im Kontext lesen und nicht wie die Irrlehrer, einzelne Passagen isoliert betrachten. Dazu ist es nötig, die Einleitung zu lesen, um ein Fundament für die folgenden Aussagen zu bekommen.

Heb 1,1 „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, 2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; 3 dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. 4 Und er ist umso viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen. 5 Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?

Wie kann ein verständiger Mensch noch behaupten, dass der Vater und der Sohn die gleiche Person seien.

In Heb 1 lesen wir folgendes:

  1. Gott sprach zu den Menschen durch die Propheten im alten Bund und dann durch den Sohn. Und wie der Vater den Sohn gesandt hat, so sendete der Sohn seine Brüder. Wie er mit dem Vater eins ist, so ist er mit seinen Brüdern eins.
    Joh 17,18. „Wie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt;“
    Joh 17,21. „damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. 22. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind 23. – ich in ihnen und du in mir -daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“
    Das Fazit wäre ja dann: seine Brüder und der Herr Jesus sind die gleiche Person und alle sind Gott und sollen angebetet werden. So ein Fazit kann nur ein Irregeleiteter aussprechen.

  2. Der Sohn ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens, so wie wir es sind im Geist und später auch im Leib.
    Das Fazit wäre ja dann: wir sind auch Gott und müssen uns gegenseitig anbeten!!

  3. Der Sohn hat sich auf dem Thron gesetzt, so wie wir uns auch auf den Thron setzen werden. Das Fazit wäre ja dann: wir sind auch Gott und beten uns gegenseitig an!!

  4. Er ist höher als die Engel, so dass die Engel ihn Gott nennen und anbeten, so wie wir später höher als die Engel sein werden, wie er, und sie uns anbeten werden.
    Das Fazit wäre ja dann: der Sohn und wir sind füreinander jetzt Götter und beten uns gegenseitig an, weil wir so viel erhabener sind als die Engel!!

  5. All das geschieht nicht jetzt sondern erst wenn der Christus (Jesus und seine Brüder) wieder in den Erdkreis eingeführt wird.

Es geht um den Erstgeborenen, der viele Brüder hat, die ihm gleich und mit ihm eins sein werden, wenn er von seinem und unserem Gott und Vater wieder in den Erdkreis eingeführt wird.

Wenn der Erstgeborene für die Engel ein Gott ist, dann sind seine Brüder, die ihm gleich sind, auch Götter für die Engel. Die Engel werden sie alle anbeten. Die Brüder werden sich keinesfalls gegenseitig anbeten. 

Ergänzend möchten wir auf folgendes hinweisen: In Hebr 1,1 bis 5 wird beschrieben, welche Herrlichkeit und Macht der Erstgeborene heute schon hat und bei der Wiedereinführung in den Erdkreis haben wird.

Dazu gehört auch, dass Gott, der Vater, ihn als Erbe über alles eingesetzt hat. Da wir Miterben sind, sind wir ihm auch hier aus der Gnade unseres Gottes gleichgestellt.

Der Schreiber bezweckt hier, zu beschreiben, wie der Erstgeborene weit über die Engel von Gott gesetzt ist, nachdem er auf der Erde unter die Engel gestellt war. Auch diese Stellung werden wir mit unserem Herrn teilen, wenn wir mit ihm wiederkommen zur Verwaltung aller Dinge. 

Und nun können wir erkennen, wie Irrlehrer immer vorgehen: Zunächst nehmen sie die halbe Wahrheit, hier die Verse 6 bis 8 und lassen die vorhergehenden, erklärenden Verse 1 bis 5 weg.

Die verbleibende Halbwahrheit verfälschen sie anschließend.

  1. Anstatt den Zeitpunkt der Wiedereinführung in den Erdkreis, nehmen sie den jetzigen Zeitpunkt der Gemeinde.
  2. Anstatt Anbetung durch die Engel folgern sie, wir, seine Brüder sollen ihn anbeten.

Fazit: anstatt der Anbetung Jesu durch die Engel bei der Wiedereinführung in den Erdkreis, lautet die Botschaft jetzt, auch seine Brüder sollen ihn heute anbeten.

Was für ein Betrug.

Das Muster ist immer das Gleiche: Das Wort Gottes verkürzen, dann das verkürzte Wort verfälschen und als neue Wahrheit propagieren.

Mit möglichst viel Rhetorik, Redekunst und viel Beiwerk, die Menschen, und wenn es möglich wäre, sogar die Auserwählten zu verführen, und die Allermeisten, bestätigen diesen Betrug dann ungeprüft mit einem Amen.

So wie unser Herr und seine Apostel bereits vor 2000 Jahren gewarnt haben, so warnen wir auch vor so einem Betrug.

Wir beten und freuen uns auf Deine Antwort.

AMEN

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