Reinhold Thalhofer

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Kapitel:

  1. Einleitung: bin ich errettet?
  2. Was ist ein „Namenschrist“ nach der Schrift?
  3. Was ist ein wahrer Gläubiger nach der Schrift?
  4. Sieben biblische Prüfsteine. Eine ernste aber tröstliche Schlussfolgerung.

Einleitung: bin ich errettet?

Woran erkenne ich, ob ich das ewige Leben habe?

Das ist eine entscheidende und zugleich heilsame Frage.

Die Heilige Schrift nimmt sie sehr ernst – und sie gibt uns auch klare Maßstäbe zur Selbstprüfung, ohne uns in Unsicherheit oder Werkgerechtigkeit zu führen.

Diese Frage ist keine theoretische, keine religiöse und keine nebensächliche Frage.

Sie berührt den Kern unseres Lebens vor Gott.

Viele Menschen nennen sich Christen.

Sie gehören einer Religion oder einer kirchlichen Organisation an, gehen regelmäßig – oder auch unregelmäßig – in die Kirche, sind Teil einer Gemeinde, kennen die Bibel, sprechen von Gott und von Jesus Christus. Äußerlich scheint vieles richtig und vertraut zu sein.

Und doch stellt die Heilige Schrift immer wieder die ernste Frage:

  • Wie lebe ich? Wie alle Welt? Oder so, wie der Herr Jesus gelebt hat?
  • Reicht ein äußeres Bekenntnis – oder braucht es neues Leben aus Gott?

Dabei weist Gottes Wort ausdrücklich darauf hin, dass die Gefahr nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb der Kirchen oder Gemeinden besteht.

Schon die Apostel warnen davor, dass nicht jede Lehre, die christlich klingt, auch aus Gott ist.

Der Apostel Petrus schreibt sehr deutlich:
2. Petrus 2,1 „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbliche Irrlehren heimlich einführen werden, indem sie sogar den Herrn verleugnen, der sie erkauft hat.“

Das bedeutet:

  • Nicht jeder, der scheinbar die Bibel lehrt, führt zu Christus.
  • Nicht jede Gemeinde bewahrt vor Verführung.
  • Nicht jede religiöse Aktivität ist ein Beweis für neues Leben.

Der Herr Jesus selbst fordert deshalb nicht zur Selbstsicherheit auf, sondern zur ehrlichen Selbstprüfung.

Nicht, um zu verunsichern, sondern um zu bewahren – und um echte Gewissheit zu schenken.

Die Bibel warnt davor, sich lediglich Christ zu nennen und von Christus zu sprechen, und dabei ein Leben zu führen, das gottlos ist.

Einen wahren Gläubigen, der aus Gott geboren ist und das ewige Leben besitzt, erkennt man daran, wie er lebt.

Dieser Unterschied zeigt sich nicht in Perfektion, sondern in Beziehung; nicht in Leistung, sondern in Leben; nicht in äußerer Zugehörigkeit, sondern in innerer Erneuerung.

Bin ich errettet?
Woran erkenne ich, ob ich das ewige Leben habe?

Diese Betrachtung lädt nicht dazu ein, andere zu beurteilen, sondern sich selbst im Licht des Wortes Gottes zu prüfen – in Demut, Wahrhaftigkeit und Hoffnung.

Denn Gott will nicht, dass wir verunsichert sind oder uns auf Menschen und Systeme verlassen, sondern dass wir wissen, wo wir vor Ihm stehen.
1. Johannes 5,13 „Dies habe ich euch geschrieben, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt.“

Was ist ein „Namenschrist“ nach der Schrift?

Vorab zum Verständnis: der Ausdruck „Namenschrist“ kommt direkt so nicht in der Heiligen Schrift vor, aber die Schrift spricht sehr deutlich über diese schreckliche Selbsttäuschung.

Es geht um Menschen, die sich dem Namen nach zu Christus bekennen, ja, sich Christen nennen, aber nicht durch den Heiligen Geist in den Leib Christi hineingetauft wurden und somit kein neues Leben haben.

Ihr Wesen entspricht nicht dem Wesen des Herrn Jesus und sie leben auch nicht so, wie er gelebt hat und wie wir nach den Geboten des Wortes Gottes leben sollen.

Eine der klarsten Aussagen dazu finden wir in folgender Schriftstelle:
Offenbarung 3,1 „… Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot.“

Ein Namenschrist ist jemand, der sich äußerlich zu Christus bekennt, aber innerlich nicht aus Gott geboren ist.

Der Herr Jesus sagt sehr klar:
Matthäus 7,21 „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“

Und noch ernster:
Matthäus 15,8 „Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.“

Sehr deutlich sagt der Apostel Paulus:
Titus 1,16 „Sie geben vor, Gott zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn.“

Kennzeichen eines Namenschristen:

  • Bekenntnis mit dem Mund, aber kein neues Leben.
  • Religiöse Formen, aber keine innere Umkehr.
  • Christliche Sprache, aber kein geistlicher Wandel. Sicherheit aus Zugehörigkeit („ich bin Christ“), nicht aus Glauben

Was ist ein wahrer Gläubiger nach der Schrift?

Ein wahrer Gläubiger ist ein Mensch, der durch Glauben an den Herrn Jesus Christus aus Gott geboren ist.

Die neue Geburt ist entscheidend. Der Herr Jesus sagt zu Nikodemus:
Johannes 3,3 „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

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