Reinhold Thalhofer
Diese Botschaft gliedern wir in folgende Themen:
- Alles verloren, alles aus?
- Das Erbe im Christus.
- Vorherbestimmt nach Gottes Vorsatz.
- Ziel: Lob seiner Herrlichkeit.
- Das himmlische Erbe im Unterschied zu Israel.
- Christus uns gemacht – Gottes Vorsatz im Sohn.
- Abschließende Ermutigung.
Alles verloren, alles aus?
Liebe Geschwister, liebe Freunde unserer Gemeinde,
der Herr Jesus erzählt uns in Lukas 15 die bekannte Begebenheit vom verlorenen Sohn.
Ein Sohn verlässt das Haus seines Vaters, fordert sein Erbe ein und zieht in ein fernes Land. Dort lebt er unabhängig, selbstbestimmt, losgelöst vom Vater – bis er schließlich alles verliert.
Am Ende sitzt er hungrig und verarmt da. Und dann heißt es:
„Er ging aber in sich…“
Um es noch einmal deutlich zu sagen:
- Der Sohn hat sein Erbe bereits bekommen.
- Und er hat es vollständig vergeudet.
–Er kommt nicht zurück als jemand, der sagen kann: „Vater, ich habe noch einen Anspruch.“
Ganz im Gegenteil: Er hat alles verloren, was ihm zustand.
Aus menschlicher Sicht müsste man sagen:
- Das Erbe ist weg.
- Die Beziehung ist beschädigt.
- Es gibt keinen Anspruch mehr.
Und genau das ist auch seine Haltung:
Lukas 15,19 „Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!“ Aber zurück zu der Geschichte:
Plötzlich erkennt er: Im Haus seines Vaters ist Überfluss.
Und hier liegt ein entscheidender Punkt, den wir leicht übersehen:
Dieser Sohn war die ganze Zeit Sohn – aber er lebte wie ein Fremder.
- Er hatte einen Vater.
- Er hatte ein Zuhause.
- Er hatte ein Erbe. Und doch lebte er, als hätte er nichts.

Als er zurückkehrt, kommt er zurück ohne Anspruch!
- ohne Forderung,
- ohne Erwartung.
Und jetzt offenbart sich das Herz des Vaters:
Was jetzt geschieht, ist entscheidend:
- Der Vater nimmt ihn nicht als Knecht auf.
- Er stellt ihn wieder als Sohn her.
Und mehr noch:
- das beste Kleid
- der Ring
- die Schuhe
Das bedeutet:
- Der Vater gibt ihm nicht nur „etwas zurück“,
- sondern stellt ihn wieder vollständig in die Sohnschaft und Würde ein.
Der geistliche Kern dieser Wahrheit:
Hier liegt eine tiefe geistliche Linie:
Der Sohn hatte das empfangene Erbe verschwendet – aber er hat die Sohnschaft nicht zerstört.
Warum?
- Weil sie nicht auf seiner Leistung beruhte,
- sondern auf der Beziehung zum Vater,
- und weil er zum Vater zurück gekehrt ist.
WICHTIG: Er hätte die Sohnschaft verloren, wenn er nicht umgekehrt und zum Vater zurückgekehrt wäre! Er hatte den Vater in Eigensinn verlassen und ist seine eigenen Wege gegangen.
Letztlich ist er bei den Schweinen gelandet …
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn:
Lk 15,11 „Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.
12 Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater! Und er teilte ihnen das Gut.








