Reinhold Thalhofer

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Themen:

  1. Dank für Glauben und Liebe.
  2. Der Geist der Weisheit und Offenbarung.
  3. Erleuchtete Augen des Herzens.
  4. Die Kraft Gottes in der Auferweckung.
  5. Christus erhöht über alles.
  6. Christus als Haupt über alles – für die Gemeinde.
  7. Die Gemeinde: sein Leib – die Fülle des Christus.
  8. Abschließende Ermutigung.

Dank für Glauben und Liebe.

Der Epheserbrief und insbesondere Kapitel eins gehört zu den tiefsten und herrlichsten Abschnitten der gesamten Heiligen Schrift.

Der Apostel Paulus zeigt uns hier nicht nur einzelne Segnungen, sondern die gesamte Stellung der Gläubigen in Christus – von Ewigkeit her geplant und bis in die Ewigkeit hinein wirksam.
Eph 1,15–16 „Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht ab, für euch zu danken…“

Der Apostel beginnt dieses gewaltige Gebet nicht mit einer Bitte – sondern mit Dank.

Warum? Weil er etwas sieht:

  • Glauben an den Herrn Jesus,
  • und Liebe zu allen Heiligen.

Das sind nicht einfach religiöse Eigenschaften – das ist die sichtbare Frucht des neuen Lebens. Der Glaube richtet sich auf den Herrn Jesus. Die Liebe richtet sich auf die Geschwister.

Das zeigt:

  • Das Leben Gottes ist in uns wirksam.
  • Wo echter Glaube ist, da bleibt er nicht verborgen.
  • Und wo das Leben Gottes ist, da zeigt es sich in Liebe.

Bevor der Apostel für mehr Erkenntnis betet, erkennt er an, was Gott bereits gewirkt hat.

DENN:

Derjenige, der an den Herrn Jesus glaubt, hat diesen Glauben als Gnadengabe von Gott empfangen:
Eph 2,8 „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es;“

Das bedeutet, er ist von Gott berufen und auserwählt:
Röm 8,30 „Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.“

Der Reichtum des Christus - Teil 5
Das Gebet des Apostels – Erkenntnis der himmlischen Berufung.

Der Geist der Weisheit und Offenbarung.

Eph 1,17 „…dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst.“

Hier beginnt nun das eigentliche Gebet. Der Apostel bittet nicht zuerst um bessere Umstände, mehr Kraft im Alltag, oder äußeren Segen, sondern um etwas viel Tieferes:

  • Nämlich die Erkenntnis Gottes.

Das ist entscheidend. Denn alles geistliche Leben steht und fällt mit dieser Frage: Kennen wir Gott?

Nicht nur Wissen über ihn, Lehre über ihn, Biblische Inhalte … Sondern: Erkenntnis seiner selbst.

Das bedeutet: ein inneres Erfassen, ein geistliches Sehen, ein persönliches Kennen.

Darum betet er um:

  • Den Geist der Weisheit → um Zusammenhänge zu verstehen,
  • Die Offenbarung → damit Gott selbst sich zeigt.

Denn ohne Offenbarung bleibt die Bibel für den natürlichen Menschen ein verschlossenes Buch. Ja, toter Buchstabe.

Die Lehre Jesu Christi für die Gemeinde – den Leib des Christus – durch seine Apostel und Propheten in den 21 Lehrbriefen ist eindeutig und klar – aber sie muss durch den Geist aufgeschlossen werden.

Erleuchtete Augen des Herzens.

Eph 1,18 „…erleuchtete Augen eures Verständnisses (Herzens), damit ihr wisst…“

Hier geht es noch tiefer. Nicht der Verstand allein – sondern das Herz muss erleuchtet werden. Warum?

Weil man vieles wissen kann – und doch innerlich blind bleibt.

Es geht nicht um Information, sondern um Erleuchtung.

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