Adnan Krikor

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Themen:

  1. Die entscheidende Frage unseres Glaubens.
  2. Warum dieses Thema über Leben und Ewigkeit entscheidet.
  3. Der Grundsatz Gottes: Die Summe seines Wortes.
  4. Der Ursprung fast jeder Irrlehre.
  5. Wie Irrlehre tatsächlich entsteht.
  6. Die Verantwortung jedes Gläubigen.
  7. Die ernsten Warnungen der Apostel.
  8. Aufruf zur Umkehr und geistlichen Nüchternheit.

Die entscheidende Frage unseres Glaubens.

Heute beginnen wir mit einem neuen Serienthema.

Diese Botschaftsreihe, die später zu einer Lehrschrift zusammengefasst werden soll, richtet sich an die Geschwister und an alle, welche die Liebe zur Wahrheit angenommen haben, damit sie errettet werden.

Anhand der Heiligen Schrift führt uns diese Serie zur geistlichen Unterscheidung zwischen göttlicher Wahrheit und menschlichem Irrtum.

Bevor wir in diese Botschaftsreihe einsteigen, müssen wir uns eine grundlegende Frage stellen:

Worum geht es im christlichen Glauben wirklich?

Viele würden antworten:

  • um Vergebung,
  • um Gnade,
  • um Rettung, um ewiges Leben.

Und das alles ist richtig. Aber die Schrift geht noch tiefer. Sie stellt eine zentrale Frage, die über allem steht:

Wer ist Gott — und erkennen wir ihn richtig?

Denn von dieser Frage hängt alles ab:

  • wen wir anbeten,
  • zu wem wir beten,
  • wem wir geistlich dienen,
  • wen wir als Gott erkennen,
  • und welchem Evangelium wir glauben.

Wenn wir hier falsch liegen, dann betrifft das letztlich das gesamte Fundament unseres Glaubens. Darum ist dieses Thema keine Nebensache.

Es geht nicht um akademische Theologie. Es geht nicht um religiöse Streitfragen. Es geht nicht um konfessionelle Unterschiede.

Es geht um unseren Gott selbst.

Der Herr Jesus sagte:
Joh 17,3 „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

Kapitel 1: Die Summe des Wortes ist Wahrheit

Der Herr Jesus sagte nicht:

  • „dass sie an irgendeinen Gott glauben“,
  • „dass sie religiös sind“,
  • „dass sie einer Kirche angehören“,

sondern: dass sie den allein wahren Gott erkennen.

Und gleichzeitig unterscheidet der Herr Jesus zwischen:

  • dem allein wahren Gott, unserem Vater,
  • und dem von IHM Gesandten: Jesus Christus, unserem erstgeborenen Bruder.

Damit zeigt uns der Herr Jesus selbst die göttliche Ordnung:

  • Der allein wahre Gott ist unser Vater.
  • Der Gesandte (als Engel oder Apostel in der Schrift bezeichnet) ist unser erstgeborener Bruder Jesus Christus.

Der Herr Jesus führt niemals von seinem Vater weg — sondern immer zum Vater hin. Darum sagte er:
Joh 4,23 „Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in Wahrheit; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.“

Und genau hier beginnt die entscheidende Frage unseres Glaubens.

Denn wenn der Vater für uns der allein wahre Gott ist, dann müssen wir äußerst sorgfältig prüfen:

  • wie wir beten,
  • wie wir anbeten,
  • wie wir dienen, und welche Begriffe wir in der Schrift verwenden.

Der Satan arbeitet nämlich selten mit offensichtlicher Ablehnung Gottes.

Der Satan arbeitet subtiler. Er vermischt. Er verschiebt. Er erweitert.

Er ersetzt nicht sofort die Wahrheit — sondern ergänzt sie langsam mit menschlichen Gedanken, bis die ursprüngliche Klarheit verloren geht.

Genau das geschah im Laufe der Kirchengeschichte.

Ausgehend von einzelnen missverstandenen Begriffen begann man:

  • den Herrn Jesus zur Gebetsadresse zu machen,
  • später Maria anzurufen,
  • dann Engel, dann sogenannte Heilige.

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