Reinhold Thalhofer

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Themen:

  1. Warum dieses Kapitel entscheidend ist.
  2. Das apostolische Grundbekenntnis.
  3. Die Sprache der gesamten Lehrbriefe.
  4. Der Herr Jesus unterscheidet sich selbst von Gott.
  5. Der Sohn offenbart den Vater.
  6. Der Sohn lebt aus dem Vater.
  7. Gott erhöht seinen Sohn.
  8. Die Bedeutung für unsere Anbetung.
  9. Erkenntnis.

Heute geht es im Kapitel 2 um das Thema:
Ein Gott, der Vater – Das eindeutige Zeugnis der Lehre Jesu Christi durch seine Apostel und Propheten in den 21 Lehrbriefen.

1. Warum dieses Kapitel entscheidend ist.

Nachdem wir im ersten Kapitel gesehen haben, dass die Summe des Wortes Wahrheit ist und kein einzelner Vers isoliert betrachtet werden darf, wollen wir nun das eigentliche Fundament betrachten: –Wer ist nach dem klaren Zeugnis der Schrift der eine wahre Gott?

Bevor schwierige oder oft diskutierte Verse untersucht werden, müssen wir zuerst hören, wie die Lehre Jesu Christi durch seine Apostel und Propheten insgesamt spricht.

Denn die Wahrheit Gottes wird nicht durch vereinzelte Formulierungen aufgebaut, sondern durch das durchgehende Zeugnis der Schrift.

Gerade bei der Frage nach Gott, dem Herrn Jesus Christus und dem Heiligen Geist ist es entscheidend, dass wir nicht mit menschlichen, theologischen Voraussetzungen an die Bibel herangehen, sondern den Herrn Jesus und die Apostel selbst reden lassen.

Und wenn wir die Aussagen Jesu und die Lehrbriefe aufmerksam lesen, erkennen wir sehr schnell ein durchgehendes und eindeutiges Muster:

  • Der Vater wird als der eine wahre Gott bezeichnet.
  • Jesus Christus wird als der aus Gott geborene Sohn und Herr gezeigt.
  • Der Heilige Geist wird als Gottes Geist und sein Wirken offenbart.

Dieses Zeugnis zieht sich nicht nur durch einzelne Stellen, sondern durch das gesamte Neue Testament hindurch.

Wenn die Apostel überall klar sagen, wer Gott ist, dann müssen alle anderen Verse im Licht dieser Wahrheit verstanden werden.

Die Trinität aus biblischer SichtTEIL A – DAS FUNDAMENT - Kapitel 2 - Ein Gott, der Vater –
Ein Gott, der Vater – Das eindeutige Zeugnis der Lehre Jesu Christi durch seine Apostel und Propheten in den 21 Lehrbriefen.

2. Das apostolische Grundbekenntnis.

Die wohl klarste und wichtigste Zusammenfassung finden wir hier.

Der Apostel schreibt:
1. Korinther 8,6 „so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.“

Diese Aussage ist von außerordentlicher Bedeutung. Paulus formuliert hier nicht beiläufig, sondern beschreibt bewusst das Glaubensbekenntnis der Gemeinde Jesu Christi.

Auffällig ist dabei die klare Unterscheidung:

  • Der Vater wird „der eine Gott“ genannt.
  • Jesus Christus wird „der eine Herr“ genannt.

Der Apostel Paulus hätte an dieser Stelle ohne Mühe eine Dreieinigkeit formulieren können, wenn dies die apostolische Lehre gewesen wäre. Doch genau das tut er nicht.

Stattdessen bewahrt er eine klare Ordnung:

  • Unser Gott ist nur der Vater und Ursprung aller Dinge.
  • Jesus Christus ist der Herr, den Gott gesandt und erhöht hat.

Dabei wird die Stellung des Herrn Jesus keineswegs herabgesetzt.

Im Gegenteil: Der Sohn Gottes besitzt eine herrliche und göttliche Stellung.

Dennoch bleibt die Unterscheidung eindeutig bestehen zwischen dem einen Gott, dem Schöpfer aller Dinge und seinem Sohn, den Er hervorgebracht hat.

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