Adnan Krikor

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Themen:

  1. Einleitung – Was ist unser Zeugnis?
  2. Die Verwirrung um die Wassertaufe
  3. Das eine Evangelium für die Gemeinde
  4. Die eine Taufe – in den Leib Christi
  5. Die geistliche Entwicklung unserer Gemeinde
  6. Der Geist der Sohnschaft – unsere neue Identität
  7. Falsche Kompromisse und geistliche Heuchelei
  8. Unser wahres Zeugnis: Das Wesen des Christus in uns
  9. Licht in der Welt – sichtbar durch Frucht, nicht durch Ritual
  10. Schluss: Treue zum Evangelium des Christus

Einleitung – Was ist unser Zeugnis?

Wenn wir heute über das Thema „Unser Zeugnis in der Welt“ sprechen, dann geht es nicht

  • um eine äußere Form,
  • um religiöse Rituale,
  • um sichtbare Zeremonien,

sondern um eine geistliche Realität.

Es geht um die Frage:

  • Wodurch erkennt die Welt, dass wir Kinder Gottes sind?
  • Wodurch erkennt sie, dass wir zum Christus gehören?

Fast alle sog. Christen meinen, ein sichtbares Ritual sei Zeugnis für die sichtbare Welt.

Doch ist das wirklich so? Ist unser Zeugnis ein äußerer Akt – oder ist es ein inneres Wesen, das nach außen strahlt?

Wir leben

  • in der Heilszeit der Gemeinde.
  • leben im Evangelium des Christus.
  • nicht im Evangelium vom Reich.

Und genau hier beginnt die Klarheit.

Die Verwirrung um die Wassertaufe

Fast alle sog. Christen lassen sich mit Wasser taufen oder taufen andere.

Sie halten dies für einen Akt des Gehorsams, für ein öffentliches Bekenntnis, für ein sichtbares Zeugnis.

Doch woher stammt diese Praxis?

Die Wassertaufe hat ihren Ursprung im Gesetz und wurde im Evangelium vom Reich übernommen.

Johannes taufte mit Wasser zur Buße.

Reinigungswaschungen waren im Gesetz nichts Neues. Das Wasser hatte im mosaischen System immer symbolische Bedeutung im Zusammenhang mit Reinigung.

Unser Zeugnis in der Welt.
Unser Zeugnis in der Welt.

Die Taufe mit dem Wasser war also ein öffentlicher Schritt.

Sie war ein sichtbares Zeichen der inneren Umkehr – innerhalb der heilsgeschichtlichen Erwartung des Reiches.

Manche zitieren, dass Kornelius in Apg 10 und der Kerkermeister in Apg 16 mit Wasser getauft wurden.

Aber: Die Apostelgeschichte ist kein Lehrbrief für die Gemeinde, sondern ein geschichtlicher Bericht über eine Übergangszeit.

Die Apostelgeschichte zeigt uns folgende heilsgeschichtliche Entwicklung:

  • das Reichsangebot an Israel
  • die Ablehnung durch Israel
  • den Übergang von Israel zur Gemeinde
  • das Nebeneinander von Reichselementen und dem Evangelium des Christus

Deshalb finden wir dort Dinge, die später in den 21 Lehrbriefen nicht mehr als Lehre erscheinen.

Wenn wir Lehre für die Gemeinde suchen, müssen wir in die Lehrbriefe gehen – insbesondere in die Briefe des Apostels Paulus, dem das Evangelium des Christus zunächst offenbart wurde.

Aber dann auch allen anderen Aposteln und Propheten durch den Heiligen Geist.

Das Evangelium vom Reich galt dem irdischen Volk Gottes. Es war verbunden mit Zeichen, mit sichtbaren Handlungen, mit äußeren Bekundungen.

Doch nach der Offenbarung des Geheimnisses des Christus – etwa elf Jahre nach der Auferstehung des Herrn Jesus – wurde dem Apostel Paulus im (dritten) Himmel, ja, im Paradies das Evangelium des Christus offenbart.

Das Evangelium des Christus ist nicht eine Fortsetzung des Evangeliums des Reiches.

Das Evangelium des Christus ist

  • eine neue Heilszeit,
  • eine neue Heilsordnung,
  • eine neue Stellung. Und in dieser Heilszeit gibt es nicht mehrere Taufen.

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