Adnan Krikor
Der eine wahre Gott, der Vater – und der Sohn?
Die Gliederung unseres heutigen Themas:
- Wer ist der eine wahre Gott und wer ist der eine wahre Sohn?
- Der Ursprung des Sohnes: Der Erstgeborene aller Schöpfung.
- Gezeugt, geboren, geschaffen, gemacht – ein und derselbe Anfang.
- Die Rolle des Sohnes im Heilsplan Gottes.
- Der Glaube an den Sohn ist entscheidend für das ewige Leben.
- Schlussgedanken
Wer ist der eine wahre Gott und wer ist der eine wahre Sohn?.
Viele Menschen reden von „Gott“, doch sie meinen Unterschiedliches.
In fast allen Religionen wird von einem „allein wahren Gott“ gesprochen, und doch bekämpfen sich Menschen im Namen dieses einen Gottes und führen Kriege gegeneinander.
Das allein zeigt deutlich, dass es nicht genügt, einfach zu sagen:
„Ich glaube an den einen wahren Gott.“
Denn der Apostel Paulus sagt in
1.Kor 8,5 „Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt, sei es im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt,
6 so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.“
Diese eine Aussage fasst die göttliche Ordnung klar zusammen:
- Unser einziger Gott ist der Vater – von ihm sind alle Dinge.
- Unser Herr ist Jesus Christus, der Sohn – durch ihn sind alle Dinge.
Der Vater ist der Ursprung, der Sohn ist der Werkmeister, durch den der Vater wirkt.
Der Sohn ist nicht der Vater und auch nicht ohne Anfang wie der Vater, sondern aus dem Vater hervorgegangen – der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Doch obwohl etwa zwei Milliarden Menschen behaupten, an den Gott der Bibel zu glauben, kennen ihn die wenigsten wirklich.
In Wahrheit basteln sich viele ihren eigenen Gott zusammen – nach menschlichen Vorstellungen, Gefühlen oder religiösen Traditionen.
Der wahre Gott, der Vater, bleibt ihnen unbekannt, weil sie ihn nicht durch den Sohn erkennen, wie er im Wort offenbart ist.
Dasselbe gilt für den Sohn Gottes. Auch ihn kennt die Mehrheit der sogenannten Christen nicht so, wie er in der Schrift geoffenbart ist.
Fast alle haben sich ein eigenes Bild vom Sohn gemacht – ein Bild, das zur eigenen Lehre oder Frömmigkeit passt.
Doch wer den Sohn nicht so kennt, wie ihn das Evangelium des Christus offenbart, der kennt in Wahrheit weder den Sohn noch den Vater.
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Vor einiger Zeit zitierte mir ein Christ den Vers aus
1.Joh 5,12 „Wer den Sohn hat, hat das Leben.“
Dann fügte er hinzu:
„Das ist doch ganz einfach. Wir sollen aufhören, alles studieren zu wollen.“
Ich fragte ihn:
„Welchen Sohn meinst du? Kennst du den Sohn, der uns im Evangelium des Christus als Haupt und Leib offenbart ist?“ Das Gespräch war damit beendet.
Fast niemand kennt das Evangelium des Christus, das uns den Sohn in seiner himmlischen Herrlichkeit und Beziehung zum Vater offenbart. Doch für die Gemeinde Gottes, die himmlische Familie, gibt es kein anderes Evangelium.
Gal 1,6–8 „Ich wundere mich, dass ihr so schnell von dem, der euch in der Gnade Christi berufen hat, zu einem anderen Evangelium übergeht,
7 das kein anderes ist; nur sind etliche, die euch verwirren und das Evangelium des Christus verkehren wollen.
8 Aber wenn auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium verkündigen würden außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht!“
Wer also an einen anderen „Christus“ glaubt oder ein anderes „Evangelium“ annimmt, ist aus der Gnade gefallen und kann nicht darauf vertrauen, dass er das ewige Leben hat – auch wenn er bekennt: „Ich glaube an den Sohn.“
Denn nur wer den Sohn kennt, wie er im Evangelium des Christus offenbart ist, kennt den Vater, den allein wahren Gott.
Wie viele sogenannte Christen kämpfen und töten im Namen des Christentums – doch sie verteidigen nicht den wahren Christus, sondern einen anderen Christus!
Der Ursprung des Sohnes: Der Erstgeborene aller Schöpfung
Kol 1,15 „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“
Dieser Vers offenbart zwei grundlegende Wahrheiten über den Sohn:
Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes – das heißt: Gott selbst ist unsichtbar, aber der Sohn macht ihn sichtbar. Niemand hat Gott jemals gesehen, aber in dem Sohn wurde Gott offenbart.
Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung – das heißt: Der Sohn ist der Erste, der vom Vater hervorgebracht wurde, noch bevor irgendetwas anderes erschaffen war.
Offb 3,14 „Dies sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes.“








