Reinhold Thalhofer

Was ist der Sinn unseres Lebens?

Diese Botschaft gliedern wir in folgende Themen:

  1. Einleitung
  2. Der wahre Zweck unseres irdischen Lebens.
  3. Die Welt vergeht – wir aber werden vorbereitet.
  4. Gottes Ziel mit uns.
  5. Unser irdischer Auftrag.
  6. Das Vorbild.
  7. Unsere Verantwortung.
  8. Ermutigung zum Schluss.

Einleitung.

Es gibt eine Frage, die im Herzen eines jeden Kindes Gottes früher oder später aufsteigt – und sie ist die entscheidende Frage in unserer gesamten Existenz:

Was ist eigentlich der Sinn unseres Lebens?

Wenn wir diese Welt verlassen, nehmen wir nur eines mit: uns selbst — und das, was wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes geworden sind.

Nicht unser Besitz. Nicht unser Erfolg. Nicht unser Einfluss. Alles, was wir hier anhäufen, bleibt zurück.

Der Herr Jesus beginnt seine Bergpredigt mit einem geistlichen Appell:
Matthäus 6,19 „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. 
20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“

Hier steht im Griechischen für „Schätze sammeln“ das Wort θησαυρίζετε (thēsaurízete) – das bedeutet nicht nur sammeln, sondern anhäufen, aufbauen, festhalten, zu seinem Lebensinhalt machen.

Was ist dein „Bestreben“? Was prägt dein Herz?

Eine weitere Frage lautet:

Wenn wir als wahre Kinder Gottes:

  • wiedergeboren aus dem lebendigen Wort Gottes, in der Wirkung des Geistes der Sohnschaft,
  • versiegelt mit dem Heiligen Geist der Verheißung,
  • angenommen als Gottes Kinder und Bürger des Himmels,

bereits jetzt ewiges Leben haben — warum sind wir dann noch auf der Erde?

Was ist der Sinn unseres Lebens?

Warum werden wir nicht sofort zu Gott in den Himmel geholt?

Die Schrift zeigt uns klar:
Wir sind noch hier, weil wir zugerüstet werden müssen für die Ewigkeit.

Der wahre Zweck unseres irdischen Lebens:

Die Bibel sagt uns nicht nur dass wir gerettet sind, sondern wozu wir gerettet sind:
Römer 8,17 „Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus; wenn wir wirklich mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm verherrlicht werden.“

Kinder Gottes haben eine Berufung:
Wir sollen Erben Gottes werden – Verwalter seines Reiches, Mitregenten mit Christus.

Doch wenn jemand etwas erbt, muss er für dieses Erbe auch vorbereitet sein, damit er es überhaupt antreten kann.

Das griechische Wort für „erben“ (κληρονόμοι, klēronómoi) bedeutet nicht nur „Besitz empfangen“, sondern „als gereifter Sohn Verantwortung übernehmen“.

Ein unreifes Kind kann ein Erbe besitzen, aber es darf es nicht verwalten.

Gal 4,1″Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, besteht zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr aller Güter ist;‘
2 sondern er steht unter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater festgesetzten Zeit. 
3 Ebenso waren auch wir, als wir noch unmündig waren, den Grundsätzen der Welt als Knechte unterworfen.
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
5 damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. 
6 Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater! 
7 So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, dann auch Erbe Gottes durch Christus.“

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